Jahr: 2009

Kanelbullar

In meinem Schwedenurlaub diesen Sommer habe ich diese köstliche, kleine Süßspeise entdeckt: Kanelbullar – Schwedische Zimtschnecken. Jeder Schwede kennt sie, jeder backt sie. Hiernach könnt ihr sie auch machen. Passt natürlich richtig gut zur Weihnachtszeit. Also, was brauchen wir dafür? Nicht zu viel exotisches, sondern meist Dinge, die man zu Hause haben kann: 1 Hefewürfel 155 g Zucker 300 ml Milch 2 Eier 220 g Butter 1 TL Salz Kardamom 750 g Mehl 2 EL Zimt 2 EL Wasser Hagelzucker Also, Hefe in ein wenig Milch zerrühren, die Milch sollte nicht allzu kalt sein. Danach 110 Gramm vom Zucker, die restliche Milch, 1 Ei, 120 Gramm zerlassene Butter, Salz, Mehl und je nach Geschmack ordentlich Kardamom hinzu geben. Jetzt wird das ganze ordentlich verrührt und gut kneten. Das dauert dann schonmal zehn Minuten. Also, keine Müdigkeit vorschützen! Jetzt abdecken, ab in den lauwarmen Ofen (höchstens 50°) und 30 Min. gehen lassen. Nun wird der Teig ausgerollt. das ganze sollte ungefähr nen halben cm dick sein. Das ganze wird dann mit folgender Füllung bestrichen: einfach 100 …

Teppich aus Wurst

Das hat tatsächlich noch gefehlt: Teppiche in Wurstform. Wahlweise in Salami, Bierschinken, Mortadella, Blutwurst. Besonders den Bierschinken finde ich sehr gelungen. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, schaut mal nach auf Wurstteppich.de.Preise richten sich nach Modell und Größe und gibt’s leider nur auf Anfrage.

Bagels richtig zubereitet

Spätestens seit meinem Trip to NYC bin ich ein absoluter Bagel-Fanboy. Wie man selber hervorragende Bagels macht, hat Can ja erläutert. Ein anständiger Bagel ist aber erst die halbe Miete, denn auf die richtige Zubereitung kommt es an. Das Besondere an einem Bagel ist offensichtlich: Da fehlt was. Das typische Bagel-Loch ist aber nicht nur nett anzuschauen, sondern ist wichtig für die weitere Zubereitung.Der Bagel wird aufgeschnitten und ordentlich gegrillt/getoastet: Kurz, dafür bei starker Hitze. Natürlich nicht so stark, dass wir Holzkohle produzieren. Das Resultat ist das, was einen Bagel so besonders macht: Er ist außen knusprig, mit leichten Röstaromen, dafür darunter herrlich weich. Das klappt nur dank dem Loch, denn dadurch ist der Bagel überall gleich dick und die Hitze des Grills/Toasters kann den Bagel gleichmäßig rösten. Mit einem Brötchen-Klumpen kann das nicht funktionieren. Die Bagelstände auf den New Yorker Straßen grillen die Bagel auf solchen Ketten-Grills, die man vielleicht vom Frühstücksbuffet des Club-Urlaubs kennt – der Bagel wird dabei automatisch über die Hitzestelle gezogen. Was man nun damit macht, sei jedem selbst überlassen. …

Meica macht das Weihnachten

Es war Montagabend und ich döste auf der Couch nach einem anstregenden Arbeitswochende vor mich hin. Doch dann kam sie – DIE Meica-Werbung. Die, in der der Knackwurst-Lieferant doch tatsächlich Werbung für sein Produkt macht (logisch) – und zwar für den Weihnachtsabend. Richtig. Da sitzt die Familie groß beisammen, versammelt sich um den Tisch und was gibt’s auf den Letzteren? Zwei Dosen Meica-Knackwurst. Ich muss sagen: Weihnachtsfeeling pur! Da kam ich echt aus dem Lachen nicht mehr raus. Seitdem ich mich zurückerinnern kann, gab es bei uns immer etwas Festliches auf den Tisch. Nur eine Ausnahme, Miracoli, gab es mal als das bestellte Fleisch schlecht war und alles andere ausverkauft. Aber das liegt bestimmt über 10 Jahre zurück. Weihnachten und ein festliches Essen gehört zusammen. Da die Familie auch im Mittelpunkt steht gibt es bei uns meistens etwas „aktiveres“ Essen, wie Fondue oder Raclette. Da bleibt mehr Zeit zur Interaktion und Kommunikation, der ganze Vorgang „Essen“ dauert länger und es verstärkt meinen Gedanken des „festlichen Rituals“. Und dann das. Knackwurst. Leider ist Meica auch ein …

Mal was klassisches: Königsberger Klopse

Ich dachte mir, ich trau mich mal an Mutters Rezeptbuch. Also durchstöbern und was leckeres raussuchen. Et voilá, da hab ich doch glatt die klassischen Klopse mit heller Soße rausjepickt und losgekocht. Mengenangaben findet Ihr am Ende der Beschreibung. Fangen wir mit den Klopsen selbst an. Hierzu nehmen wir das Hackfleisch, ich nehm ja gern Rind, halb/halb geht aber auch. Das ganze vermischt man gekonnt mit 2 mehr oder weniger alten Semmeln, die man vorher in Wasser aufgeweicht hat. Dazu einfach das Ei, ein wenig Senf, Salz und Pfeffer und schon haben wir unsere Grundmasse. Daraus formt man dann je nach Lust größere oder kleinere Klöpse. Jetzt einfach Salzwasser aufsetzen, oder für ein bisschen mehr Geschmack packt man die Klopse in kochende Brühe. Jetzt einfach durchziehen lassen und sich der Soße zuwenden: Hierfür die Butter im Topf verflüssigen und anschliessend das Mehl dazugeben. Ordentlich mit einem Schneebesen verrühren und nach und nach die Brühe hinzugeben, damit keine klumpen entstehen. Jetzt noch einen Schuss Weißwein hinzu geben, je nach Geschmack. Kapern, ein wenig Kapernsaft, Sahne und …

Shop & Löffel

Man könnte meinen, es hätte sich Nichts getan. Das wäre aber falsch. Es hat sich sogar einiges getan. Einen Beweis seht ihr rechts (da –>). Ganz brandneu ist nämlich unser Shop, indem wir jetzt selbstproduzierte TK-Ware in ungewaschenen Tupperschüssel es Topf&Löffel-Fanware zu kaufen gibt. Bevor sich aber jemand aufregt: Das ganze war weder geplant, noch sonst was. Wir betreiben hier kein Sellout wie die Deutschrap-Labels Ende der 90er. Die ganze Story: Cannemann hatte Geburtstag und ich war auf der Suche nach dem passenden Präsent. Es sollte etwas mit dem Blog zu tun haben. Und im Internet bestellbar, denn nur dem Internet kann man trauen. Außerdem ist alles aus dem Internet viel Cooler als aus einem richtigen Geschäft. Und so kam Can aka Candy also zu seiner Kochschürze: Und da die Vektordatei fertig war, bei Spreadshirt freigeschaltet und alles so wunderbar klappt, gibt es jetzt diesen Link in der Sidebar. Angelegt habe ich bislang nur eine Kochschürze und ein passendes T-Shirt. Sollte aber tatsächlich jemand da einkaufen wollen und ein weiteres Produkt wünschen, so möge er …

Muffins á la Betty Crocker

Betty Crocker ist ein in den USA sehr beliebter Produzent von hochklassigen Backmischungen. Knapp fünf Euro(oder mehr) zahlt man für eine Backmischung, um dann ganz den American-Way zu spüren. Das es bestimmt auch billiger und besser geht, ist mir klar. Aber da ich es nicht so mit dem Backen habe und mich in der Ringeltaube die Muffin-Mischung so lieb angeguckt hat, habe ich mal einen Selbstversuch gestartet. Viel schreiben kann man nicht: Das Paket enthält Förmchen und die Backmischung. Die muss einfach mit der entsprechenden Menge Wasser vermengt und einem Löffel gut umgerührt werden. Das krieg‘ sogar ich Back-Legastheniker hin. Danach wird gebacken und fertig sind die Schoko-Muffins der Qualitätsliga „okay“. Kann man machen. Die Muffins sind innen noch leicht weich und klebrig, die geschmolzenen Schoko-Flüße wie auf der Packung finden sich leider nicht. Aber ganz annehmbar, dafür dass es mit so geringem Aufwand zu meistern ist.

Brat-Apple

So kochen, bzw. braten sie also – die Apple-Geeks. Verdammt lustiges Video einiger Kölner Design-Studenten – nur ob das Piepsen hätte sein gemusst? Lag wahrscheinlich an dem verwendeten Betriebssystem – und jetzt bitte mit OS-Bashing in den Kommentaren starten ;) Gefunden via Webzeugkoffer@Twitter

Wieviel Marketing muss eigentlich sein?

Rund um das Kochen ist ja wirklich eine riesige Marketingmaschine entstanden. TV-Shows, nach TV-Shows: Rach, Jamie Oliver, Gordon Ramsay, Küchenchefs, Küchenschlacht, Lafer, Lichter, Lecker, Lanz kocht, Die Chefkochs, Tim Mälzer,… Jeder bringt noch seine Bücher auf den Markt und hält das Gesicht für Pfannen, Zangen, Fonds, Gewürzmischungen oder Maggi-Tüten hin. In ihren Restaurants trifft man die Promi-Köche schon lange nicht mehr, dazu gibt es viel zu viele Termine im TV. Aber ist das nur ein Problem der Promi-Köche? Nein, auch ganze Restaurant-Ketten gehen diesen Weg mit. Damit meine ich jetzt nicht McDonalds mit ihrem Ketchup, sondern z.B. das Blockhouse. Rund um das beliebte Steakhouse ist eine ganze Produktreihe entstanden. Von Fleisch-Erzeugnissen wie Carpaccio, Steaks, Burger gibt es aber noch viel mehr. Knoblauchbrot, Saucen, Dressings, Pfeffer. Auch das Mongo’s bietet mittlerweile die Marinaden zum Kauf an. Noch stärker als bei den TV-Köchen frage ich mich hier: Was soll das? Untergräbt man damit nicht das eigene Geschäftsmodell? Das Carpaccio im Blockhouse sieht nämlich echt so aus, als würden sie ihre eigenen TK-Produkte verwenden. Also, statt einfach in …