Monate: November 2009

Mal was klassisches: Königsberger Klopse

Ich dachte mir, ich trau mich mal an Mutters Rezeptbuch. Also durchstöbern und was leckeres raussuchen. Et voilá, da hab ich doch glatt die klassischen Klopse mit heller Soße rausjepickt und losgekocht. Mengenangaben findet Ihr am Ende der Beschreibung. Fangen wir mit den Klopsen selbst an. Hierzu nehmen wir das Hackfleisch, ich nehm ja gern Rind, halb/halb geht aber auch. Das ganze vermischt man gekonnt mit 2 mehr oder weniger alten Semmeln, die man vorher in Wasser aufgeweicht hat. Dazu einfach das Ei, ein wenig Senf, Salz und Pfeffer und schon haben wir unsere Grundmasse. Daraus formt man dann je nach Lust größere oder kleinere Klöpse. Jetzt einfach Salzwasser aufsetzen, oder für ein bisschen mehr Geschmack packt man die Klopse in kochende Brühe. Jetzt einfach durchziehen lassen und sich der Soße zuwenden: Hierfür die Butter im Topf verflüssigen und anschliessend das Mehl dazugeben. Ordentlich mit einem Schneebesen verrühren und nach und nach die Brühe hinzugeben, damit keine klumpen entstehen. Jetzt noch einen Schuss Weißwein hinzu geben, je nach Geschmack. Kapern, ein wenig Kapernsaft, Sahne und …

Shop & Löffel

Man könnte meinen, es hätte sich Nichts getan. Das wäre aber falsch. Es hat sich sogar einiges getan. Einen Beweis seht ihr rechts (da –>). Ganz brandneu ist nämlich unser Shop, indem wir jetzt selbstproduzierte TK-Ware in ungewaschenen Tupperschüssel es Topf&Löffel-Fanware zu kaufen gibt. Bevor sich aber jemand aufregt: Das ganze war weder geplant, noch sonst was. Wir betreiben hier kein Sellout wie die Deutschrap-Labels Ende der 90er. Die ganze Story: Cannemann hatte Geburtstag und ich war auf der Suche nach dem passenden Präsent. Es sollte etwas mit dem Blog zu tun haben. Und im Internet bestellbar, denn nur dem Internet kann man trauen. Außerdem ist alles aus dem Internet viel Cooler als aus einem richtigen Geschäft. Und so kam Can aka Candy also zu seiner Kochschürze: Und da die Vektordatei fertig war, bei Spreadshirt freigeschaltet und alles so wunderbar klappt, gibt es jetzt diesen Link in der Sidebar. Angelegt habe ich bislang nur eine Kochschürze und ein passendes T-Shirt. Sollte aber tatsächlich jemand da einkaufen wollen und ein weiteres Produkt wünschen, so möge er …

Muffins á la Betty Crocker

Betty Crocker ist ein in den USA sehr beliebter Produzent von hochklassigen Backmischungen. Knapp fünf Euro(oder mehr) zahlt man für eine Backmischung, um dann ganz den American-Way zu spüren. Das es bestimmt auch billiger und besser geht, ist mir klar. Aber da ich es nicht so mit dem Backen habe und mich in der Ringeltaube die Muffin-Mischung so lieb angeguckt hat, habe ich mal einen Selbstversuch gestartet. Viel schreiben kann man nicht: Das Paket enthält Förmchen und die Backmischung. Die muss einfach mit der entsprechenden Menge Wasser vermengt und einem Löffel gut umgerührt werden. Das krieg‘ sogar ich Back-Legastheniker hin. Danach wird gebacken und fertig sind die Schoko-Muffins der Qualitätsliga „okay“. Kann man machen. Die Muffins sind innen noch leicht weich und klebrig, die geschmolzenen Schoko-Flüße wie auf der Packung finden sich leider nicht. Aber ganz annehmbar, dafür dass es mit so geringem Aufwand zu meistern ist.

Brat-Apple

So kochen, bzw. braten sie also – die Apple-Geeks. Verdammt lustiges Video einiger Kölner Design-Studenten – nur ob das Piepsen hätte sein gemusst? Lag wahrscheinlich an dem verwendeten Betriebssystem – und jetzt bitte mit OS-Bashing in den Kommentaren starten ;) Gefunden via Webzeugkoffer@Twitter

Wieviel Marketing muss eigentlich sein?

Rund um das Kochen ist ja wirklich eine riesige Marketingmaschine entstanden. TV-Shows, nach TV-Shows: Rach, Jamie Oliver, Gordon Ramsay, Küchenchefs, Küchenschlacht, Lafer, Lichter, Lecker, Lanz kocht, Die Chefkochs, Tim Mälzer,… Jeder bringt noch seine Bücher auf den Markt und hält das Gesicht für Pfannen, Zangen, Fonds, Gewürzmischungen oder Maggi-Tüten hin. In ihren Restaurants trifft man die Promi-Köche schon lange nicht mehr, dazu gibt es viel zu viele Termine im TV. Aber ist das nur ein Problem der Promi-Köche? Nein, auch ganze Restaurant-Ketten gehen diesen Weg mit. Damit meine ich jetzt nicht McDonalds mit ihrem Ketchup, sondern z.B. das Blockhouse. Rund um das beliebte Steakhouse ist eine ganze Produktreihe entstanden. Von Fleisch-Erzeugnissen wie Carpaccio, Steaks, Burger gibt es aber noch viel mehr. Knoblauchbrot, Saucen, Dressings, Pfeffer. Auch das Mongo’s bietet mittlerweile die Marinaden zum Kauf an. Noch stärker als bei den TV-Köchen frage ich mich hier: Was soll das? Untergräbt man damit nicht das eigene Geschäftsmodell? Das Carpaccio im Blockhouse sieht nämlich echt so aus, als würden sie ihre eigenen TK-Produkte verwenden. Also, statt einfach in …

Martelli – Die vielleicht beste Pasta der Welt

Durch Zufall stieß ich auf Pasta der Familie Martelli. Richtig gelesen: Familie. Da ist noch ein Familienbetrieb in der Toskana am Werk, die im Jahr soviel Pasta herstellen wie Barilla in einer Stunde. In Handarbeit und mit viel Liebe wird die Pasta hergestellt, die durch Bronze walzen gepresst und danach vom Wind der Maremma getrocknet wird. Allein die Packung offenbart schon die Qualität. Kilopackungen aus gelbem, dicken Papier, verschlossen mit Nieten. Das Öffnen wird fast zur Zeremonie. Und danach? Ist man erstmal Baff. Die Spaghetti sind so viel dicker als die bekannte Massenware. Sofort erkennt man die grobkörnige Textur. Aber das allerschärfste: Die Pasta ist oben noch gebogen, dort wo sie über der Leine zum Trocknen gehangen hat. Ich habe permanent ein Bild eines nicht allzugroßen toskanischen Hauses vor mir, in dem die Familienmitgliedern ihre Arbeit verrichten. Und was soll man sagen? Im Gegensatz zu den Nudeln (man beachte die Wortwahl) von Jamie Oliver, ist das wirkliche Pasta. Den Unterschied schmeckt man, beißt man. Fantastisch.Was man allerdings tunlichst nicht machen sollte ist, die Pasta mit …

Würzige Linsensuppe indischer Art

Linsensuppe muss ja nicht immer Kartoffelstücken und Mettwurst sein. Indisch geht’s auch. Reicht für 4 Personen als Vorspeise oder für 2 als Hauptgericht. Eine fein gehackte Zwiebeln, 2 fein gehackte Knoblauchzehen und etwas gehackten Chili in Olivenöl sanft andünsten. 1 EL Tomatenmark, 1 TL gemahlener Kreuzkümmel (Ground Cumin), 1 TL gemahlener Koriander, 2 TL Garam Masala, 1 TL gemahlener Ingwer und 1 TL Kurkuma dazugeben und vermengen. Nun ca. 300g gewaschene Linsen (getrocknete, nicht die eingeweichten aus der Büchse – wenn es geht rote Linsen) und 1 Liter Geflügelfond dazugeben. Köcheln lassen bis die Linsen weich sind, eventuell Flüssigkeit nachgeben. Mit einem Pürierstab ordentlich darum runfurhwerken, aber nicht alles pürieren. Etwas Struktur darf schon bleiben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Joghurt und ein paar Spritzern Olivenöl servieren.

Carpaccio vom Blockhouse

In diversen Supermarkt Tiefkühltruhen stößt man auf das Fleisch der Steakhouse-Kette Blockhouse. Unter anderem gibt es auch ein Paket mit zwei Portionen Carpaccio, das mit knapp 5 Euro nicht ganz billig ist. Dafür ist man aber vom Blockhouse auch Qualität gewohnt und wird nicht enttäuscht. Das Fleisch ist wirklich gut und auch dünn aufgeschnitten. Einziger Nachteil: Es ist so dünn, dass sich nicht eine Portion einzeln entnehmen lässt, weil beide an der Trennfolie fest gefroren sind. Mit Gewalt kommt man auch nicht weiter, sonst bricht das dünne Fleisch-Eis. Bleibt also wirklich nur, beide Portionen zu verarbeiten – das kriegen wir aber hin, oder? ;) Auch die Auftauzeit von der angegebenen Stunde haut nicht so ganz hin. Zwei Stunden außerhalb des Kühlschranks sollten es schon mindestens sein. Danach hat man aber wirklich wunderbares Fleisch, dass man aber nochmal anständig auf dem Teller drapieren sollte. Bei der weiteren Zubereitung steht für mich definitiv das Fleisch im Vordergrund – es hat die nötige Qualität und war auch entsprechend teuer. Wieso also den Geschmack überdecken? Was man damit macht, …