Jahr: 2010

Frikadellen

Jetzt denkt ihr Euch wahrscheinlich: Was will der Kerl denn? Ein Frikadellen-Rezept?! Aber ich wette, ich schaffe es Euch zu überraschen. Gute Frikadellen sind was Feines. Und glaubt mir, wenn man ne Party schmeißt dürfen ein paar Dinge nicht fehlen: Kühles Bier, Nachos mit Käsesauce und selbstgemachte Frikadellen. Das „selbstgemacht“ schmeckt man auch – diese fertigen Restefleischdinger haben so einen komisch-aggresiven Geschmack, von dem man noch drei Tage später aufstoßen muss. Ihr wisst schon… Aber zurück zum Thema. Der gute Can hatte seinen Ehrentag und da habe ich mich mal nicht lumpen lassen und drei Kilo Partyfrikadellen zubereitet. Es soll ja keiner Hunger leiden. Als Partyfrikadelle definiere ich übrigens einfach kleine Frikos, nicht so große Wuchtbrummen, die es Mittags an der LKW-Raststätte gibt. Wir wollen ja nicht zu Abendessen, sondern neben der Hopfenkaltschorle mal einen fleischigen Snack zu uns nehmen. Das Geheimnis guter Frikadellen liegt in den Zutaten, wo auch sonst. Die wichtigste Rolle spielt natürlich das Fleisch, damit steht und fällt die Qualität. Das schön günstige Hack aus dem Discounter verliert Wasser wie Hulle …

Kürbis-Ingwer-Orangen Suppe

Der Herbst ist da, also heißt es: Kürbis kochen bis der Arzt komt. Einige mögen’s, andere nicht. Hier nun ein Rezept für eine kleine aber feine Kürbis Suppe mit einem Hauch Ingwer und Orange. Das ganze ist nicht kompliziert aber lecker. Das Rezept habe ich von dem Bruder meiner Freundin, werdender Koch im Noodles in Bielefeld, also der Dank geht an Malte. Also los gehts: Zwei mittelgroße Zwiebeln fein würfeln, und wenn wir schon dabei sind würfeln wir auch schonmal einen Hokkaido-Kürbis. Kerne und Innereien wegpacken, oberen und unteren Strunk abschneiden und ansonsten komplett verwenden. Das ist das schöne am Hokkaido Kürbis: Man kann alles essen. Jetzt gehts ab in nen großen Topf. Zwiebeln in ordentlich Öl anschwitzen, wirklich nur kurz, sonst werden die Zwiebeln schwarz. Jetzt die etwa Pflaumen-großen Würfel des Kürbis dazu geben. Etwas anbraten und schließlich mit nem ordentlichen Schuss Grand Marnier (ca. 5-6 EL) ablöschen. Den Grand Marnier lassen wir ein wenig einkochen. Jetzt Wasser hinterher (Die Kürbismasse muss nicht komplett abgedeckt sein). Nun folgt die einfachste Kiste. Das ganze muss …

Schneller Pizzateig

Seitdem ich den roten Pizzaofen Alfredo besitze, hat sich selbstgemachte Pizza fest auf dem Speiseplan etabliert. Egal ob einfach so zwischendurch oder bei einer Pizza-Party mit mehren Leuten – es schmeckt immer und ist wunderbar kommunikativ. Damit die selbstgemachte Pizza nicht nur die Lieferdienste, sondern auch so manches Restaurant in den Schatten stellt, braucht es den richtigen Teig. Der ist anfangs gar nicht so einfach zu finden – je tiefer man in die Materie einsteigt, desto komplizierter wird es. Schon alleine die Auswahl der richtigen Mehlsorte ist eine Wissenschaft für sich. Viele schwören auf Tipo 00 Mehl, einige mischen noch Maisgries oder etwas Polentamehl unter. Auch ich verwende am liebsten Tipo 00 Mehl, der Teig gelingt aber auch mit normalen Weizenmehl. Denn an dieser Stelle schulde ich dem Pizza-Heißhunger Tribut: Wer nicht ein paar Tage im Vorraus weiß, dass er Pizza essen will, hat mit diesem Rezept einen schnellen Teig, der noch am gleichen Tag verarbeitet werden kann. Es gilt aber nicht nur die richtigen Zutaten im richtigen Mischungsverhältnis zu einem schönen elastischen Teig zu …

„Pizzaria“ Step In

Die breite Masse der Düsseldorfer Pizzerien hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, positive Beispiele sind leider die Ausnahme. Wenn ein Pizza-Lieferservice dann schon mit dem groben Rechtschreibfehler „Pizzaria“ groß auf der Speisekarte wirbt, steigert das nicht gerade die Erwartungen. Zumal die Preise auch für einen Lieferdienst eher am unteren Mittel liegen. Eine Website wird leider auch nicht betrieben und als bei der Telefonbestellung der Satz fällt „Ach, da haben sie ja noch die alte Karte – egal, das kriegen wir schon hin“ ist man schon froh, wenn das Bestellte schon nur im Ansatz Ähnlichkeit mit dem Gelieferten hat. Umso größer fällt dann die Überraschung aus, wenn das gelieferte Essen doch zu überzeugen weiß. Der bestellte Salat mit Thunfisch, Schinken und Ei (5,50 Euro) kommt frisch daher, die Zutaten sind in ihrer Kombination ausgewogen. Das gibt es in manchen Restaurants auch schon mal schlechter. Lediglich das Balsamico-Dressing ist mehr eine Art Creme und muss etwas gestreckt werden. Auch die Gnocci mit Putenstreifen, frischem Spinat und frischen Tomaten (6,50 Euro) enttäuschen nicht. Die …

Jetzt wird’s englisch: Scones

Für die neue Seite gibt’s erstmal ein neues Gebäck. Wer mal auf der Insel oder in einem anderen Land des Commonwealth war wird eine reichlich fette, aber auch köstliche Kleinigkeit kennengelernt haben: Zum Tee gibt’s Scones. Kleine Törtchen mit Marmelade und Sahne. Hier ein schönes Rezept mit dem die Scones auch was werden. Dann wollen wir mal loslegen. 150 ml Milch, 175 ml Sahne und 1 Ei verrühren wir in einer Schüssel, in eine weitere geben wir 500 Gramm Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 EL Zucker (wer die Scones selber nicht ganz so süß mag, nimmt nur 2 Esslöffel). Das wird dann auch verührt. Danach verkneten wir das ganze, wer es etwas fruchtiger mag, packt noch geriebene Limonenschale dazu. Der Teig ist manchmal ein wenig klebrig, aber dadurch sind die Scones nachher auch nicht so trocken. Jetzt rollen, bzw. legen daraus einen etwa 2 cm dicken Teig und trennen daraus etwa 1/2-Handteller große Fladen und legen das ganze auf Backpapier. Wärend wir das ganze vorbereitet haben, ist der Ofen auf 200° C aufgeheizt (Umluft). Hier …

Topf und Relaunch

Ja, es war etwas still in letzter Zeit. Die Arbeit zollte ihren Tribut und der Blog hat etwas gelitten – was für uns aber abzusehen war. Wir wollten uns aber danach nicht einfach so zurückmelden. Nein, es sollte schon BOOOM machen. Und dafür musste ein Relaunch her, was im Resultat natürlich auch nochmal ordentlich Zeit gekostet hat. Topf und Löffel 2.0 Der Blog steckt nun also in völlig neuen Gewändern – und alles ist Handgemacht. Wie bei einem guten Essen, hier kommt nichts aus der Dose. Dabei wurde Topf und Löffel mächtig weiterentwickelt – weg vom Rezepte-Blog und verstärkt in Richtung eines Food-Magazins. Die Startseite macht das ganze schon deutlich. Und genau deshalb sind die Inhalte jetzt besser strukturiert und klar unterteilt: Es gibt Rezepte, Restaurant-Kritiken, Produkt-Tests und natürlich noch den Blog für Gedanken und Meinungen rund ums Essen. Im Archiv erkennt ihr außerdem direkt, um welche Art von Inhalt es sich handelt. Durch diese Umstruktierung können wir die einzelnen Inhalte um hilfreiche Informationen anreichern. Bei unseren Restaurant-Tests findet ihr so z.B. nicht mehr nur …

Spaghetti Tommi

Welcome Back! Wer eine ziemlich einfache, aber köstliche Feierabend Mahlzeit kredenzen möchte ist mit den Spaghetti „Tommi“ gut bedient. Es geht schnell, kostet wenig und schmeckt jooot! Also, legen wir los. Erstmal geht es an die Schnibbel-Arbeit: Wir nehmen zwei kleine Scharlotten, eine gute Hand voll getrockneter Tomaten in Kräutern, 1 mittelgroße Paprika und drei mittelgroße Champignons und würfeln das ganze jeweils. Jetzt geht’s ans anbraten. Die Scharlotten und die getrockneten Tomaten in ordentlich Olivenöl schwitzen, bis die Scharlotten glasig sind. Dazu geben wir noch Tomatenmark, ungefähr zwei Teelöffel. Danach einfach die Pilze und die Paprika in die Pfanne geben. Da wir die Paprika und Champignons nicht zu labbrig haben wollen, braten wir sie nur kurz an. Nun wird das ganze mit nem ordentlichen Schuss Rotwein abgelöscht. Dazu geben wir eine ordentliche Prise Zucker, Salz und Pfeffer und lassen den Wein etwas einkochen. So, jetzt der Feinschliff: Oregano und Thymian dazu und noch mehr Wein und passierte Tomaten. Wir kochen das ganze noch ein bisschen und packen 1 1/2 Esslöffel Frischkäse dazu, wer will würzt …

Das Medium in Gütersloh

Wenn ihr auch im ländlichen Raum lecker essen gehen wollt, hab ich einen großartigen Tipp für Euch. Das „Medium“ in der Bertelsmann-Stadt hat viel zu bieten. Der Sternekoch Bernhard Büdel bietet zu annehmbaren Preisen beste Küche. Büdel hat vorher auf Sylt, im Restaurant des Hotels Windrose gekocht und wurde dort mit einem Michelin Stern ausgezeichnet und bekam 16 von 20 Punkten im Gault Millau. Nach dem Aus des Restaurants auf Sylt ist er wieder nach Gütersloh zurückgekommen. Das Ambiente ist nett bis stylisch. Die Industrie-Atmosphäre kennt man ja aus dem Ruhrpott und anderen Szene-Lokalen. Alles wirkt einladend, es gibt nicht allzu viele Plätze, man hat das Gefühl, dass man sich um einen kümmert. Der Service ist auch gut, die Karte übersichtlich, wechselt regelmäßig und bietet saisonale Auswahl. Ich kann die verschiedenen Fisch-Angebote sehr empfehlen, und auch Fleisch kann der Mann zubereiten. Bei meinem letzten Besuch hatte ich einen Skrei, das Fleisch war gut gebraten und auf den Punkt durchgegart. Auch die Beilagen haben gut gepasst, auch wenn die Soße typisch Westfälisch sehr üppig daher kommt. …

Cubar – Lustlose Beliebigkeit

Die Cubar in Duisburg – eine gleichgültige Beliebigkeit von Cocktailbar mit integriertem Restaurant. Die Einrichtung ist gemütlich, die Lage direkt im Duisburger Innenhafen exzellent und auf den ersten Blick scheint es ein Konzept zu geben. Das Thema „Kuba“ zieht sich stilvoll durch die Einrichtung, die Website wird „Rebellenplattform“ (o.Ä.) genannt Doch hinter dem Marketingkonzept steckt: Nichts. Die Cocktails sind alle 08/15 und bekannt. Caipi, Mojito & Co. Kreative Alternativen sind nicht vorhanden. Geschmacklich sind die Cocktails in Ordnung, recht süffig, fehlender Alkohol wird durch die doppelte Menge Crushed Ice ersetzt. Kreativ ist einzig und allein die Preisgestaltung. 6,47 Euro, 7,89 Euro und so weiter. Was das soll bleibt im Unklaren. Die Speisen können den Anspruch „Restaurant“ nicht annährerend erfüllen, sind eher unteres Imbiss-Niveau. Tiefkühl-Wegdes, Convenience-Dips, Wiener-Schnitzel (!!) und ein Erlebnis-Buffet, dessen Konzept und Idee vom nicht weit entfernten Mongos geklaut wurde. Dessen Umsetzung reicht nichtmal annäherend an das Vorbild. Knoblauch? Granulat. Ananas? Aus der Dose. Rosmarin? Getrocknet. Fisch? Tiefgekühlter Mix aus dem Beutel. Das Fleisch? Zäh und trocken. Die Zubereitungszeit ist kaum mehr akzeptabel, teilweise …