Jahr: 2012

Düsseldorf trifft’s Ländle: Altbier-Kässpatzn

Grüß Gott, Servus und Hallo. Heute gibt’s Essen für echte Wombats: Käsespätzle! Was soll man dazu noch sagen? Absolutes Wohlfühlessen. Lecker, warm, käsig und mit schön gerösteten Zwiebeln drauf. Alleine oder mit Braten, zu Hause oder auf der Wies’n. Käsespätzle gehen immer – wenn sie selbst gemacht sind. Das ist gar nicht so richtig schwierig, es glüht einem aber eventuell leicht das Handgelenk danach. Dafür wird man mit einem tippitoppi Geschmack belohnt, gegen den keine Fertigspätzle mit Analogkäsehaube ankommen. 500 g Spätzlemehl 5 Eier 1TL Salz 175 ml Mineralwasser oder Bier 120g Bergkäse 120g Comte 3-4 große rote Zwiebeln Puderzucker Petersilie In dieser Version grüßt Düsseldorf rüber ins Ländle, denn ich verwende bestes Schlüsselalt als Flüssigkeit. Wieso Wasser verwenden, wenn man Alkohol haben kann? Dazu nehmen wir bestes Spatzn-Mehl, ich habe mich für „Spätzemehl – Dunst“ von der Zeller Mühle entschieden – in Bio-Qualität. Habe ich irgendwann man über die TastyBox bestellt. Und dann ist da natürlich noch one more Thing: Der Käse. Ich habe mir zwei schöne Stücke von der Bio-Theke geholt, kann man …

Topf & Praktikum – #1 Numa, Bielefeld

„Mann Mann Mann! Da gehört der Ziegenkäse drauf. Änder das!“ war der einzige Satz, der am letzten Wochenende in einer Bielefelder Küche ein bisschen schroffer wurde. Im Grunde erwartet man anderes und heftigeres, wenn man Stories aus den Küchen der Welt hört. Das gepflegte Anmotzen höher gestellter Köche gehört doch eigentlich zum Alltag eines Kochs. Hinzu kommen unmenschliche Arbeitszeiten und ein beschissener Lohn. Wir von Topf&Löffel wollten es genauer wissen. Wir nehmen die Herausforderung an und machen Praktika in Profi-Küchen.  Den Anfang machte ich, Kombüsen-Lehrling Can, also am ersten Adventswochenende im „Numa“ in Bielefeld. Gegessen habe ich hier ja schon und das Praktikum war schon seit längerem geplant. Daher wusste ich, zumindest kulinarisch, was auf mich zukam. Und so viel kann ich sagen: Lecker war es! Aber auch ne gute Dosis Arbeit. Samstag morgen, es ist kühl und früh. Aus Gütersloh mache ich mich auf den Weg in die Stadt, die es nicht gibt. Kochjacke, Hose und rutschfeste Schuhe sind neben Kamera und Laptop alles, was ich bei mir habe. Um 9:30 Uhr hole ich …

Der mixende Zombie: Cocktail-Workshop bei 11cl

Damals, genauer seinerzeit ™, in der Oberstufe meines Gymnasiums musste ich für irgendeine Party Bier kaufen. Man kaufte zu dieser Zeit noch Dosenbier und da die Party eh nicht in meinem Mini-Dorf war, sondern in der großen Stadt meiner Schule und Freunde, kaufte ich das Bier während der großen Pause. In der dritten Stunde saß ich also mit zwei Paletten Dosenbier im Philosophie-Unterricht, der uns damals bedeutungsschwanger angepreist worden war und statt über solch sinnhafte Frage wie „Was war zuerst da? Die Dose oder das Bier?“ zu diskutieren, mussten wir uns durch Jahrhunderte alte Papyrusrollen quälen. Wie gerne hätte ich eine dieser Dose geöffnet und das ganze Leid beendet. Aber Alkohol gehört sich nicht in der Schule. Zum Glück hat sich das jetzt im Alter geändert. Während man lernt, darf man sich Zuschütten – ganz offiziell. Cocktail-Kursen sei Dank! Die Krux: Bezahlen muss man dafür. Aber irgendwas ist ja immer. Von Vorne: Marleen schenkte ihrer sparsameren Hälfte Marco McSafe (Name von der Redaktion geändert) einen Gutschein für einen Cocktailkurs und wir (meine Frau und ich) mussten mit. Die …

Schatz, die Düsseldorfer kommen – hol das Tafelsilber raus!

Früher standen die Reichen & Schönen dadrauf, sich bei mittelprächtigem Essen in einem 08/15-Ladenlokal vom Service miserabel behandeln zu lassen (denn das Servicepersonal ist ja eigentlich der Star…) – Hauptsache Gülcan und Ralf Möller schauen ab und zu mal vorbei. Das Basil’s ist der Prototyp dieses Schickimicki-Molochs. Aber nicht erst seitdem Gülcan ihr Mann lieber bei Berti Wollersheim abhängt halte ich dieses Konzept für absolut überholt. Der neuste Trend in der Düsseldorfer Gastronomie-Szene sind Läden in alten Fabrikhallen, die wirklich beeindruckend aussehen und mit Platz nicht gerade geizen. Die Service-Hipster sind mehr als zuvorkommend,  finden immer die freundliche Worte und auf der Speisekarte gibt es bestimmt Pizza. So ist es zum Beispiel im Dr. Thompon’s, an dass mich das Tafelsilber in Flingern-Nord doch sehr erinnert. Die Location ist zwar kleiner und nicht ganz so beeindruckend, dafür nicht weniger stylisch. Ich mag diese Kombination aus Industrie und geradliniger Eleganz. Der Außenbereich mit Strandkörben ist trotz der zentralen Lage sehr ruhig gelegen und bei Sonnenschein absolut zu empfehlen. Die Gartentische aus Alu-Lamellen passen zwar wunderbar ins Ambiente, sind für …

Von Apulien bis Zabaione: So schmeckt der Salento

Moin ihr Pommespanzer. Oder um es auf italienisch zu sagen: Feliz Navidad! Wie lange wünschte ich mir endlich einmal in Italien Urlaub zu machen! Keine Ahnung warum wir es noch nie getan haben, aber wenn man als Foodfreak sich die ganze Zeit Pasta, Pizza und Pistazien reinpfeift, sollte man doch zumindest mal recherchieren, wie das denn vor Ort so ist. Also direkt in Italien. Und jetzt war es soweit, hinter mir liegen 12 Tage im Salento. Das ist der untere Teil vom Stiefel (Apulien) des Stiefels (Italien). Rechts das adriatische Meer, links das ionische Meer. Feine Sandstrände mit einem azurblauen Meer, wie man es in der Karibik erwarten würde. Temperaturen von 32 bis 47 Grad. Einfach nur traumhaft. Wir waren überwiegend in der Provinz Lecce unterwegs, mit Mietwagen erkundeten wir aus unserem Hotel (in der Stadt Lecce) die Region. Generelles zur Esskultur Bevor wir direkt zu den konkreten kulinarischen Erfahrungen kommen, ein paar generelle Eindrücke: Es ist da warm. Sehr warm. Heiß. Unglaublich heiß. Einmal waren es 47 Grad in der Sonne. Und dem hat man sich …

Hipness zwischen Brötchen: Freddy Schilling – Die Burgermanufaktur

Geht man durch die Kölner Südstadt, ergeht es einem manchmal wie in Berlin-Mitte. Die Leute wollen Hip sein, kleiden sich so und wollen anscheinend auch so essen. Nur 150 m vom Südbahnhof entfernt befindet sich in der Kyffhäuser Str. ein immer proppevoller Laden, nicht größer als ein mittelgroßer Kiosk mit offener Küche: Freddy Schilling – Die Burgermanufaktur. Schaut der versierte Hipster vor dem Besuch auf die Homepage entdeckt er eine kleine Geschichte über den angeblich ersten Hausmann der Republik, der von Amerika träumt und seine Kinder irgendwann mit Burgern überrascht. Er verfeinert seine Burger und erfreut so seine Liebsten. Ehrlich, einfach, hausgemacht – das soll die Botschaft dieser kleinen Story sein. In dieser Tradition sieht sich auch die Burgermanufaktur. Und wenn man in den Laden kommt, wird auch alles getan, damit man sich wie in einer großen Familie fühlt. Die Ansprache an der Bar ist direkt und bewusst freundlich, man duzt sich. Für mich kein Problem, ich mach das ja auch so. Für einige ist das eventuell etwas befremdlich, aber anscheinend nicht für die Kölner …

Sommer für Hipster: Yomaro Frozen Yogurt

Das ist garantiert nichts für Leute, die weiße Tennissocken in ihren Sandalen tragen und sich den guten alten Herrenbecher mit doppelt Sahne und einem Mariacron zum Nachspülen bestellen. Eiscreme ist nämlich out, das Neuste aus der Hipster-Hochburg Düsseldorf ist: Frozen Yogurt. Die Homebase der eiskalten Hippsterette heißt Yomaro und liegt – natürlisch – in der Lorettostraße. Und was ist jetzt der Unterschied zwischen unserem lecker Langnese und dem gefrorenen Yogurt? Kalt ist beides, letzterer dafür fast fettfrei: Nicht, dass uns auf der Kö noch die Gucci-Jeans platzt! Deshalb wird der eiskalte Traum im Pappbecher serviert (keine Waffel zum Knabbern) und damit wir trotzdem ganz einen auf individuell machen können gibt es unzählige Toppings zur Auswahl. Und wer den Wal hat: Die Latte reicht von Früchten (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, etc.) zu unvermeidlichen Schoko- und Zickerkrams (von Schokosplittern, bis zu bunten Streuseln) bis zu Bekanntem aus dem Tante-Emma-Laden (Gummibärchen, Colakracher und Konsorten). Und obendrauf gibt’s noch ein lecker Sößchen, Schoko oder Frucht.  Man kann also trotzdem einen auf ziemlich ungesund machen, eher die fruchtig-frische Vitaminvariante nehmen oder einfach mal mit …

Wir sind Cool(ibri)

Stay cool but don’t freeze – kein Problem mit den Hot Guys von Topf & Löffel. Seit Mai nämlich in der Ausgabe des Coolibris – das super geile angesagte No.1 Hipster-Magazin oft the World – umsonst erhältlich. Zum Ausschneiden und an die Wand pinnen. Die werte Berit hat aber nicht nur uns ganz im Style von Karla Kolumna und Louis Lane interviewt, sondern auch noch zwei andere Düsseldorfer Foodblogs. Also ein absolut lesenswerter Artikel mit Hard Facts und Soft Food Porn. Und das allergeilste: Ihr könnt das ganze auch noch Online lesen. Wer also wissen möchte, was wir Berit aufgetischt haben und  mehr über Tomaten, Thesen, Temperamente erfahren möchte: Los geht’s!

Schnelle Pasta: Tagliatelle mit Pfifferlingen und Baby-Spinat

Ihr kennt das: Es ist Donnerstag-Abend, man kommt spät von der Maloche heim, die neue Folge Frauentausch läuft schon und jetzt muss man in der Werbepause was Anständiges auf’s Trapez zaubern. Tadaaaa! Euer Weisheitsblog Nummero Uno versorgt euch mit einem schnellen und einfachen Schmakofatz! 2 Schalotten 1 Knoblauchzehe Zwei Hände TK-Pfifferlinge Vier Hände Baby-Spinat Halbe Flasche Rama Cremfine zum kochen Gläschen Weisswein 300g Tagliatelle Kochwasser aufsetzen und etwas Butter in einer Pfanne auf mittlerer Stufe zerlassen Zwei Schalotten fein hacken und in die Pfanne geben Eine Knoblauchzehe ebenfalls fein hacken und zur Zwiebeln in die Pfanne Pfanne etwas hoch drehen. Die Pfifferlinge unaufgetaut (sonst werdense matschig und wässrig) direkt aus dem Sack ebenfalls in die Pfanne und das ganze ein paar Minütchen braten lassen. Babyspinat abbrausen und trocken schleudern. Wahrscheinlich jetzt Nudeln ins Wasser geben. Die Pilze mit dem Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Dann einen Schluck Rama Cremfine dazu. Salz und Pfeffer wollen die wilde Reise auch mitmachen! Soße auf kleine Stufe drehen, ordentliches Stück Butter dabei. Nudeln abgießen und zur Soße in die …

Dr. Thompson’s – Fleisch aus der Seifenfabrik

Der neuste Düsseldorfer Geheimtipp liegt in den alten Schwanenhöfen: Dr. Thompon’s. Hier kocht aber nicht der Doktor, der Name erinnert vielmehr an die Historie des Geländes: Bis 2005 saß hier noch Henkel, die 1933 die Fabrik „Dr. Thompson’s Seifenpulver“ übernommen hatten. Das ehemaligen Kraftwerk der Thompson-Siegel Werke beherbergt nun das Restaurant: 600 m² mit 15 Metern Deckenhöhe – Restaurant, Bar und Club in einem Raum. Der Restaurantbereich bietet Platz für ca. 150 Gäste – zu Messezeiten dürfen es auch 200 sein. Das ist mal ne Zahl! Eine beeindruckende Location ist es auf jeden Fall. Ich liebe ja diesen Vintage-Maschinen-Flair, total hipp und angesagt. Und das will das Dr. Thompson’s natürlich auch sein. Die Kellner erinnern dann auch etwas an Abercrombie & Fitch – Models mit Tabletts, die die Bestellungen in ihre Touchpad-Blöcke tippern. Das man hier in Düsseldorf ist, merkt man einfach sofort. Und das scheint sich rumgesprochen zu haben: Auch wenn die Eröffnung erst im Dezember 2011 war – reservieren solltet ihr vorher auf jeden Fall. Trotz der Größe ist der Laden bestens besucht. Ob das unbedingt …