Autor: Ben

Trattoria Via Appia – Italien in Oberbilk

Es gibt so ein paar Lieblingsplätze in der Stadt, die jeder von uns hat. Plätze zum Wohlfühlen, in denen man gerne einkehrt und sich fast wie zu Hause fühlt. Die Trattoria via Appia ist so ein Ort für mich. Seit 2008 kehren wir regelmäßig in der Flügelstraße in Oberbilk ein – auch, weil es nur 5 Minuten zu Fuß entfernt ist. Aber auch, weil das Essen einfach lecker und unkompliziert ist, der Service immer freundlich und familiär. Italien in Oberbilk Inhaber Andrea Appio hat ein wirklich herzliches und kompetentes Team um sich geschart. Und mal ganz ehrlich: Gibt es ein besseres Zeichen wenn man eine italienische Trattoria betritt und das Team sich untereinander auf italienisch unterhält? In diesem kleinen Restaurant steckt also viel Leidenschaft und Herzblut. Das merkt man auch an der permanenten Weiterentwicklung: Anfang 2014 wurde der Gastraum gehörig renoviert und aufgemotzt, im April 2015 folgte die Terrasse. Auch die Karte (bzw. Tafel) entwickelt sich stetig weiter, besteht aus einem Grundstock von wenigen festen Pizza- und Pasta-Variationen und einer Palette regelmäßig wechselnder Gerichten. Gekocht wird nach Saison oder wenn …

Kurztrip nach den Haag: Restaurants, Hotels und Tipps.

Die Holländer sind ein lustiges Völkchen. Orange ist ihre Nationalfarbe, sie tragen viel zu große Schuhe aus Holz (Klompjes), frittieren gefühlt alles was sie essen, die Sprache verbreitet gute Laune und sie haben den Regierungssitz nicht in ihrer Hauptstadt. Letztere (Amsterdam) ist allen wohl bestens bekannt und eines der Top-Reiseziele. Den Haag hingegen kennt man nur von irgendwelchen Nachrichten, weil da ein gewisser Gerichtshof residiert und durch die Gegend urteilt. Dabei ist die Stadt an der Nordsee durchaus einen Kurztrip wert. Wenn man Glück hat, sieht man sogar den König in seinem City-Schloß arbeiten. Hier nun meine kulinarischen Tips für ein Wochenende in Den Haag. Restaurant-Tipps für den Haag Es gibt unheimlich viele Restaurants in den Haag. Und auch unheimlich viele gute. Das liegt – laut Reiseführer – an den sogenannten „Experts“, den Ausländern bzw. Nicht-Den-Haagern, die am Gerichtshof, bei einer NGO oder der Regierung arbeiten. Aber – und hier folgt direkt der brandheiße Tipp Nummero 1 – ich habe noch nie so viele ausgebuchte Restaurants gesehen! Selbst ein paar Tage im Voraus waren die meisten …

Buchtipp: Veggie Küche von Stevan Paul

Der Name Stevan Paul ist den Nerds unter Euch natürlich ein Begriff. Nicht nur wegen seines sehr lesenswerten Blogs“Nutri Culinary“, seiner Arbeit als Foodstylist und Rezept-Entwickler u.A. für die Effilee oder Tim Mälzer, sondern auch weil er sich als Kochbuch-Autor bereits einen Namen gemacht hat. Vor allem seine vegetarischen Kochbücher, wie z.B. „Deutschland vegetarisch“ dürfen eigentlich in keinem Kochbuch-Regal fehlen.   Und in dieser Reihe gibt’s Nachwuchs von ihm: „Die am liebsten jeden Tag einfach lecker Veggie Küche“ heißt das neuste Stück. Der Name ist vielleicht etwas umständlich, dafür sind es die Rezepte nicht – und darauf kommt es ja schließlich an. Die Einteilung des Buches in Stil-Richtungen, wie „Der coole Norden“ (Kohlrouladen, Rotkohl-Borschtsch, Linseneintopf, geschmorte Linsen mit Kürbis), „Der relaxte Süden“ (Gemüsespieße mit Bohnenmus, Polentaschnitten, Ofen-Ratatouille mit roter Quinoa, Risotto & Pasta), „das heiße Asien“ (Sushi, Nudelsuppen, Summer-Rolls, Seitan-Saté) oder „der würzige Orient“ (Bulgur, Linseneintopf, Seitan-Döner, Falafeln, Chili sin Carne) gefällt schon mal richtig gut und mir auch viel besser als die ewig gleiche Einteilung in „Vorspeise, Pasta, Dessert“. Sie lässt einen auch etwas über den Tellerrand …

Teriyaki-Spieße aus der Steakhüfte mit crunchigem Tomaten-Sambal

Sodele. Jetzt folgt auch endlich ein Rezept vom #Angrillen – von diesen Spießen ward ihr ja alle restlos begeistert, deshalb darf es natürlich nicht fehlen. Wichtig: Plant wirklich den Tag Marinier-Zeit ein, erst so ziehen die Spieße so richtig schön durch. Die Marinade Zwei Knoblauchzehen fein würfeln oder pressen, ein daumengroßes Stück Ingwer und eine kleinere Chili fein hacken. 3EL Fenchel- und 1EL Koriandersamen im Mörser zermahlen. Mit 150ml Sojasauce, 60ml weißem Essig, 60ml Sake oder trockener Sherry und 2EL Honig vermischen und in eine große Gefriertüte geben. Ca. 400g Hüftsteak in ca 2cm hohe und 2cm breite Streifen schneiden und auf Holzspießen aufziehen. Die Spieße ebenfalls in die Tüte legen, gut verschließen, die Marinade einmassieren und einen Tag einziehen lassen. Crunchiges Tomaten-Sambal 70g Erdnussbutter mit 60ml Limettensaft, 60ml Sojasauce, 2 EL Sambal Oelek und 3TL Korianderpulver zu einer homogenen Masse verrühren. Zwei große Tomaten entkernen und hacken,  zwei Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Beides unterheben und abschließend salzen. Auf dem Grill nachher blitzgescheit aufpassen – die dünnen Spieße sind im Handumdrehen fertig, wir mögen sie …

Streetfood Festival Düsseldorf

Streetfood ist ja so ein bisschen das Jay-Z der Foodgenres: Schnell aber doch harmonisch, qualitativ hochwertig und hat man eine Platte, will man alle anderen auch… Am Wochenende fand nun das Streetfood Festival in den Boui Boui Hallen zu Düsseldorf statt. Wer sich von der 100m langen Schlange nicht abschrecken hat lassen (es ging dann doch überraschend schnell) wurde auf jeden Fall belohnt. Auf Facebook hatten über 5.000 Peepz und Heads ihr Kommen angesagt. Aber wer traut schon Facebook? In diesem Fall wäre es wohl mal besser gewesen, denn das Boui Boui platzte wirklich aus allen Nähten – wie die meisten Besucher am Abend. In den meisten Vorratsschränken der Stände herrschte dagegen schon vor dem offiziellen Schluss um 22:00 Uhr gähnende Leere. Einige hatten wohl nicht mit dem Andrang gerechnet oder waren schlicht und einfach zu gut… Ist Streetfood eigentlich Fastfood? Jup. Ist das schlimm? Nope. Man darf nur nicht den Fehler begehen, Fastfood mit Junkfood zu verwechseln. Das was auf dem Streetfood Festival angeboten wurde war kein McDonalds-Crap oder dergleichen. In der Zubereitung ist …

I’m a Butch!

Als ich hörte, dass mit Butch Becker noch ein neuer Burger-Laden in Düsseldorf eröffnet, war der erste Gedanke: „Really?!“. Sind wir mal ehrlich: Das wirkt so, als wäre jemand viel zu spät auf den Trend aufgesprungen. Immerhin gibt es in Düsseldorf bereits eine erquickliche Anzahl an Burgerretten, die ersten haben sogar schon wieder zu. Nun also Butch Becker. Und wieder der (Zitat) „Traum vom perfekten Burger“. Seit 1. Juli ist das gute Stück offen, gestern gab’s die große Einweihungsparty. Topf&Löffel hat sich unter die Partymeute gemischt und erste Eindrücke gesammelt. Der Laden Einrichtung: Trés chic. Gefällt. Blau dominiert, dazu Holz, etwas Industriecharme, hier mal Gold. Stylisch wie das What’s Beef aber nicht so kalt, dafür gemütlich wie Stier Royal, aber größer. Positiv auch: Es riecht innen nicht wie bei What’s Beef nach Frittierbude. Die Theke am Eingangsbereich gibt dem ganzen Laden etwas Struktur und macht daraus nicht nur einen großen Speisesaal. Man kann loungen, sitzen, stehhockersitzen oder auch ganz stehen. Abwechslung, auch bei er Platzwahl. Die Küche ist natürlich offen und man kann der Küchen-Crew mit …

Brüder im Fleische: Beef Brothers

„There’s no bizz like Imbiss“ tönen die fleischigen Brüder, die den Sprung von Köln nach Düsseldorf gewagt haben. Und dann auch noch ausgerechnet in die Altstadt. Wie schlägt sich also der Burger, der zwischen Lupo, Oberbayern und Junggesellenabschieden für sich wirbt? Wir waren natürlich da und haben den vorletzten Anwärter auf den offiziellen Titel des Düsseldorfer „Burgermeisters“ getestet… Mit „Imbiss“ ist auf jeden Fall schon mal die Richtung klar, denn wie die Wikipedia weiß, bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch als „Imbiss“ häufig auch ein Verkaufsstand oder kleiner Laden (Imbissbude), an dem einfache, schnell zubereitete Speisen verkauft werden, die stehend oder gehend verzehrt werden können. Einfach und schnell. Daran richtet sich auch der Gastraum aus, der sich über zwei Etagen erstreckt. Unten gibt’s Stehplätze, oben kann man sich dann setzen. Zwar alles ganz cool, aber fernab jeder Gemütlichkeit. Aber wir wollen’s ja einfach und schnell. Und wie schnell dann das Essen an den Tisch kommt, zeigen die vom Vapiano bekannten „Buzzer“ an. Nach der Bestellung an der Theke erhält jeder Gast so ein Dingen, dass dann …

Vegetarischer Caesar Salad mit Knusper-Tofu

Ein Klassiker, dieser Salat. Mag ich sehr gerne, geht hervorragend als vollwertige Mahlzeit oder in kleinerer Portion zu einem Burger. Oft wird der Salat mit gebratenem Hühnchen serviert. Das ist als Beilage zu einem Burger vielleicht nicht ganz passend, außerdem ist Hühnchen ja so eine Sache. Ich kaufe nur gutes Bio-Huhn, alles andere ist Tierquälerei. Aber statt 3,99 Euro für das Kilo, zahlt man dann schon mal 8, 9 oder mehr. Das macht den Salat dann schon zu einer teureren Angelegenheit. Außerdem: Muss es immer Fleisch sein? Nope. Tofu als Ersatz ist wohlbekannt und gerne genommen. Schmeckt nach nix und kann man alles mit machen. Aber: Es ist auch irgendein wabbeliges Zeug. Richtig knusprig geht das nicht, aber dass gibt gerade bei solch einem Salat den Kick. Der Trick: Wir panieren den Tofu im Grunde wie ein Schnitzel und schon haben wir unseren Knusper-Tofu. Ein Hinweis dazu: Den Dreh dafür habe ich erst später raus gehabt. Auf den Fotos selbst seht ihr den Salat mit ganz normal angebratenem Tofu – war zwar okay, aber kann …

Schießt man besser auf den Mond: Spaceburger

Spaceburger: Über Jahre der einzige Herausforderer großer Fast-Food-Ketten, lange bevor die neuen Hipster-Burgeretten Düsseldorf überschwemmten. Man kann also positiv formulieren: Hier hat man schon vor Jahren den Trend erkannt. Das einzige Problem: Man hat es nie geschafft, ihn auch wirklich umzusetzen. Da wird der Wookie in der Pfanne verrückt Ich weiß gar nicht, seit wann es den Laden in der Altstadt gibt. Wenn man sich den Zustand des Interieurs anschaut, ungefähr seit 1750. Also lange vor dem Auslaufen der USS Enterprise NCC-1701. Eine groteske Mischung aus China-Restaurant, Eckkneipe und 70er Jahre (das Restaurant, nicht das Raumschiff). Ein goldgerahmter Chewbacca soll wahrscheinlich vom hohen Abnutzungsgrad ablenken, so richtig will das aber nicht gelingen. Ich weiß nicht, ob sich hier irgendjemand Gedanken um die Einrichtung gemacht hat, wirklich Gedanken über einen guten Burger auf jeden Fall nicht – der Blick auf den Speisefaltplan beweist es (optional auch als Bildband in Roboter-der-Sterne-Optik erhältlich). Rund 30 oder gar 40 verschiedene Variationen – hauptsächlich Rind, einige Veggie und auch Geflügel – finden da ihren Platz. Im Grunde basiert alles auf dem Hamburger oder …