Autor: Can

Scheisse, was gewinne ich heute?

Die Netz-Überraschung in Sachen Kochen, www.scheissewaskocheichheute.de hat im Herbst eine kleine Rezeptesammlung auf den Deutschen Buchmarkt geschmissen. 55 aus den verschiedensten Food-Blogs gesammelte Rezepte bieten dem gewillten Hobbykoch in schlichtem Design die Möglichkeit, schnell mal ein kleines Mahl für sich und seine/ihre Gäste zu zaubern. Vor Allem, wenn man nicht weiß, was man zaubern will. Für die Auswahl des richtigen Rezepts gibt es bei diesem etwas anderen Kochbuch, ähnlich wie auf der Homepage, einen ausgeklügelten Zufalls-Algorythmus. Zwei Würfel helfen dabei, immer die richtige Auswahl zu treffen. Wer das Buch zu Weihnachten verschenken, oder sich selbst einfach neue Ideen gönnen will, kann das Ding natürlich kaufen. Wer lieber in der Küche steht oder am Rechner sitzt, wer das Geld lieber für eine Flasche guten Olivenöls ausgeben will, der kann exklusiv auf „Topf & Löffel“ ein Exemplar gewinnen. Wie Ihr natürlich alle mitbekommen habt, ist „Topf & Löffel“ mit der versnobten Pasta verteten, weswegen wir ein paar Exemplare zugeschickt bekommen haben. Unserem Ego schulden wir, dass wir jeweils ein Büchlein in unser Kochbuchregal stellen, aber eine Rezeptesammlung ist …

Lecker Numa in Bielefeld

Samstag Abend habe ich mir mal in aller Ruhe das Numa in Bielefeld angeguckt und angetestet. Es liegt sehr laufkundschaftsgünstig mitten in der Bielefelder Altstadt. Und allein der großzügige Gastraum macht Spaß. Ein großer Kamin, viele Sofas und kleinere Tische laden auf jeden Fall schonmal zum verweilen ein. Zum großen Raum gehören noch eine gut sortierte Bar und eine offene Küche. Im hinteren Bereich befindet sich tagsüber ein Teppichlager, welches aber am Wochenende und für Abendveranstaltungen zu einem weiteren Gastraum umfunktioniert wird. Dat wirkt wirklich gemütlich, stylisch und groß mit den Wandteppichen. Aber beurteile niemals ein Buch nach dem Cover….also hinsetzen und bestellen. Die Küche im Numa ist im guten Sinne international, mit asiatischem Touch. Aber es gibt auch viel Mediterranes. Alle Nudeln sind übrigens hausgemacht! Wir sind zu zweit und bekommen erstmal einen gemischten Vorspeisenteller: Rote Beete mit einem selbsthergestellten Weichkäse, Tintenfisch-Carpaccio mit Salzkartoffeln, Brot mit Leberpastete, einer kleinen Suppe und dazu gab’s noch einen kleinen Thai-Salat. Die Qualität von Fleisch und Fisch waren sehr gut, außerdem war alles ordentlich gewürzt, ohne aufdringlich zu sein. Ähnlich war es beim …

Cooler Thanksgiving Truthahn

Heute ist es soweit. Thanksgiving! Kein Fest, das man ins alte Europa importieren müsste, aber kulinarisch nicht zwingend uninteressant. Und was gehört auf jeden Fall zu einem gelungenen herbstlichen oder weihnachtlichen Festmahl dazu? Richtig, ein ordentlich zubereiteter Vogel. Knusprig, würzig aus dem Ofen. Einige Menschen, vor Allem der Fleischer meines Vertrauens, dass zu viele Menschen solch einen Vogel gerne mal versemmeln, und das Fleisch anschließend so trocken wie das derzeitige Rheinbett sei! Das galt es also unbedingt zu vermeiden. Also habe ich mich für eine schonende und Geschmack und Saftigkeit erhaltende Gar-Methode entschieden. Der Truthahn sollte also bei niedriger Temperatur lange garen. Das war gar nicht so einfach, schließlich hatte ich bei Thönes in Wachtendonk einen wunderschönen 8,5 Kg Truhtahn in bester Bio-Qualität bekommen. Aber fangen wir erstmal mit der Basisarbeit an. Der Truthahn sollte Zimmertemperatur haben, wenn man ihn in den Ofen schiebt. Also habe ich ihn ca. eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen (In diesem Fall mein Balkon, der aber über Nacht absolut kühl genug war). Vorbereiten sollte man vor Allem die …

Canolitos Herbstgratin

Ende November beginnt in den USA immer die Saison der großen Völlereien. Man sagt, Thanksgiving bereite den Magen für das große Fressen zu Weihnachten. Neben dem Truthahn gehören auch Süßkartoffeln und Cranberries zum Standard Repertoir! Klassisch gibt es einen Süßkartoffelauflauf oder Süßkartoffelbrei. Ich habe das Ganze ein wenig varriiert und hier ist mein Süßkartoffelgratin: Zuerst werden ungefähr 5-6 Süßkartoffeln geschält und in ca. 2-4 mm dicke Scheiben geschnitten. Das ist bei Süßkartoffeln gar nicht so einfach. Die Dinger sind ziemlich hartnäckig. Wenn das erledigt ist, einfach 200 ml Sahne, 500 ml Joghurt, 150 ml Milch, zwei gezupfte Zweige Thymian, eine ordentliche Handvoll Petersilie (gehackt natürlich), ein paar Prisen Salz und Pfeffer und ein wenig Abrieb von der Muskatnuss verquirlen. So, die Süßkartoffel-Schnibbel kommen jetzt in eine gefettete Form, wenn man Zeit hat, kann man die Kartoffeln ordentlich hintereinander anordnen, muss aber nicht sein. So kompliziert ist es nicht, denn jetzt wird einfach Käse über das Ganze gerieben, bis die Süßkartoffeln bedeckt sind, dann kommt das Sahne-Joghurt-Gemisch drüber. Danach einfach das Gratin in den auf 220° …

Pegasos in Bilk

Also, hier sei vorab gesagt, dass ich kein Gourmet-Essen gesucht habe, sondern gutes, handfestes griechisches Essen. Und das kann ich ohne zu übertreiben sagen: Das kriegt man im Pegasos geliefert. Erst war ich geschockt. Der Grieche, der sich im eigenen Internetauftritt als erster Grieche Düsseldorfs bezeichnet, muss mehr als 100 Plätze bedienen, und wirklich leer war es auch nicht. Aber bereits die Fischtheke mache einen guten Eindruck. Frischer Mittelmeerfisch, den man direkt aussuchen kann. Sobald man am Tisch sitzt, gibt es frisches Brot und die typisch Griechische Freundlichkeit. So wird gegen die eigenen Betriebsinteressen empfohlen, zu fünft doch lieber einen Vorspeisenteller für zwei zu bestellen, ansonsten ginge keine Hauptspeise mehr rein. Der Vorspeisenteller ist nichts exotisches, sondern gutes, gegrilltes Gemüse und einige Dips. Viel Knoblauch, ein bisschen Auswahl und lecker. Das Ganze für 16 Euro, Preis ist also in Ordnung Auf der Karte finden sich viele griechische Klassiker und gewohnt viel gegrilltes. Die Fischauswahl ist groß und sieht auch gut aus. An unserem Tisch hieß es dann auch zweimal Mousaka (11,50 €), ein Mal gegrillter Schweinerücken (11,40 …

Süße Sommerknödel

Wenn dieses Wetter nicht mal kräftig rockt?! Passend dazu hab ich mal eine kleine Leckerei zusammengetragen: Pflaumenknödel! Also, ran an den Speck, respektive die Kartoffeln! Denn als Hauptzutat brauchen wir ein gutes Kilo geschälte, mehligkochende Kartoffeln. Diese würfeln und in einen Topf mit Salzwasser geben (Energiespartipp: Man braucht überhaupt nicht viel Wasser um Kartoffeln zu garen. Sie müssen nicht einmal ganz im Wasser stehen. Aber Achtung: zu wenig Wasser lässt die Kartoffeln irgendwann anbacken!). Wenn die Kartoffeln gekocht sind, werden sie ordentlich klein gestampft und mit einem großen Ei vermengt. Das Ganze klebt jetzt ordentlich und muss etwas fester werden. Also so viel Mehl dazu geben (es kann auch Kartoffelmehl in das Weizenmehl gemischt werden, allerdings haben die Kartoffeln meist schon ausreichend Stärke um ordentlich zusammenzuhalten) bis der Teig eine festere Konsistenz hat, aber dennoch leicht zu formen ist und nicht auseinander fällt. Noch ein kleiner Hinweis: Wenn nach dem Hinzugeben des Eis der Teig noch zu bröckelig ist, kann noch ein kleines Ei hinzugegeben werden. Aber Vorsicht, wenn man zu viel Mehl dazugeben muss, um …

Leichter Garnelen-Sommersalat

Auf die Schnelle hier ein kleiner, unkomplizierter Salat für zwischendurch. Für den Salat einfach einen Kopfsalat waschen, zerkleinern und ab in die Schüssel. Dann noch Gurken und Paprika hinterher, oder was man noch so im Kühlschrank hat. Alles keine Schwierigkeit, hat ja jeder schon das ein oder andere Mal gemacht.  Der Clou sind das Dressing und die Garnelen. Also für das Dressing: Einen ordentlichen Schuss Himbeeressig, für die spritzig-fruchtige Note, in einen Messbecher füllen. Dann zwei Teelöffel süßen Senf hinterher. Dazu eine gute Handvoll Petersilie und das Grün von einer großen Frühlingszwiebel kleingehackt oben drauf. Dazu kommen jetzt noch zwei, drei verschiedene Öle. Ich habe bei meinem Salat ordentlich Oliven-, etwas Kürbiskern- und einen dicken Schuss natives Rapsöl verwendet. Lecker ist dann noch ein Schuss feinster Balsamico und als i-Tüpfelchen jetzt noch einen großzügigen Teelöffel Honig hinterher. Der Zucker im Honig tut der Säure gut. Das Ganze nun mit einem Zauberstab richtig kleinkriegen….et voila! Die Garnelen sind kein Zauberstück schmecken aber wunderbar zu dem Dressing. Also die ganzen, ungeschälten Garnelen abtrocknen und ordentlich Butter in …

Hühnerfilet im Teigmantel

Leider ohne Bilder, dafür probierenswert: Trotz Dioxin-Skandal esse ich gerne Huhn. Dat Ganze muss dann bei mir aber Bio sein, auch wegen der Haltungsbedingungen in konventionellen Betrieben. Dazu aber jetzt nicht so viel. Begeben wir uns lieber ans Huhn: Bevor wir dem Huhn einen Teigmantel verpassen, gibt es die besondere Note. Das Filet wird ordentlich mariniert und mehrere Stunden in der Marinade gelassen. Die Marinade besteht aus Olivenöl, ordentlich Paprikapulver (edelsüß), Pfeffer, Salz, Zitrone, einer Prise Zucker, Knoblauch, Schnittlauch. Das ganze ordentlich vermengen, die Filets darin wenden und für mehrere Stunden in einer Schüssel oder Plastikdose in den Kühlschrank stellen, bis die Marinate auf allen Seiten des dünn geschnittenen Filets eingezogen ist. Nun kommt der Teigmantel: Drei Eier verquirlen, dann so viel Mehl unter ständigem rühren hinzu geben, bis eine leicht teigige Masse entsteht, die allerdings noch recht dünnflüssig bleibt. Jetzt noch ein wenig Olivenöl, Paniermehl, Balsamico, Salz und Pfeffer unterrühren. Die Marinierten Hühnchen in dem Teig wenden, und anschließend in reichlich Öl braten. Lecker. Dazu passen Nudeln mit einer leicht nussig-fruchtigen Soße…die aber nächstes …

Kürbis-Ingwer-Orangen Suppe

Der Herbst ist da, also heißt es: Kürbis kochen bis der Arzt komt. Einige mögen’s, andere nicht. Hier nun ein Rezept für eine kleine aber feine Kürbis Suppe mit einem Hauch Ingwer und Orange. Das ganze ist nicht kompliziert aber lecker. Das Rezept habe ich von dem Bruder meiner Freundin, werdender Koch im Noodles in Bielefeld, also der Dank geht an Malte. Also los gehts: Zwei mittelgroße Zwiebeln fein würfeln, und wenn wir schon dabei sind würfeln wir auch schonmal einen Hokkaido-Kürbis. Kerne und Innereien wegpacken, oberen und unteren Strunk abschneiden und ansonsten komplett verwenden. Das ist das schöne am Hokkaido Kürbis: Man kann alles essen. Jetzt gehts ab in nen großen Topf. Zwiebeln in ordentlich Öl anschwitzen, wirklich nur kurz, sonst werden die Zwiebeln schwarz. Jetzt die etwa Pflaumen-großen Würfel des Kürbis dazu geben. Etwas anbraten und schließlich mit nem ordentlichen Schuss Grand Marnier (ca. 5-6 EL) ablöschen. Den Grand Marnier lassen wir ein wenig einkochen. Jetzt Wasser hinterher (Die Kürbismasse muss nicht komplett abgedeckt sein). Nun folgt die einfachste Kiste. Das ganze muss …

Jetzt wird’s englisch: Scones

Für die neue Seite gibt’s erstmal ein neues Gebäck. Wer mal auf der Insel oder in einem anderen Land des Commonwealth war wird eine reichlich fette, aber auch köstliche Kleinigkeit kennengelernt haben: Zum Tee gibt’s Scones. Kleine Törtchen mit Marmelade und Sahne. Hier ein schönes Rezept mit dem die Scones auch was werden. Dann wollen wir mal loslegen. 150 ml Milch, 175 ml Sahne und 1 Ei verrühren wir in einer Schüssel, in eine weitere geben wir 500 Gramm Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 EL Zucker (wer die Scones selber nicht ganz so süß mag, nimmt nur 2 Esslöffel). Das wird dann auch verührt. Danach verkneten wir das ganze, wer es etwas fruchtiger mag, packt noch geriebene Limonenschale dazu. Der Teig ist manchmal ein wenig klebrig, aber dadurch sind die Scones nachher auch nicht so trocken. Jetzt rollen, bzw. legen daraus einen etwa 2 cm dicken Teig und trennen daraus etwa 1/2-Handteller große Fladen und legen das ganze auf Backpapier. Wärend wir das ganze vorbereitet haben, ist der Ofen auf 200° C aufgeheizt (Umluft). Hier …