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Bremer Butterkuchen

Was ist der Vorteil, wenn man in eine Familie heiratet, die Bremer Bäcker waren? Richtig. Ein richtig gutes Rezept für Butterkuchen. Ja, man hört immer wieder, dass einige verwirrte Seelen Butterkuchen mit Mürbeteig oder gar mit Ei im Teig zubereiten und das ja so super schnell ginge. Lasst Euch davon nicht beirren. In einen Butterkuchen gehört Butter und Hefe und Mandeln und Butter. Und Butter. Und Zeit.

Das Ganze ist natürlich nichts, wenn man Pfunde loswerden muss, aber dafür schmeckt’s. Um dem aber gerecht zu werden, musste das Rezept aus der Familie meiner Schwiegereltern dann doch noch ein wenig abgewandelt werden – Natürlich in familiärer Gemeinschaftsarbeit mit Frau und Schwiegermutter. Schließlich geht es beim Butterkuchen quasi um eine heilige Kuh der norddeutschen Backstube. Im Familienrezept wurde traditionell mit Margarine gebacken und die Butter nur mit den Mandeln auf dem Teig verteilt. Das musste sich ändern. Also haben wir die Butter in Milch aufgelöst und siehe an: Es schmeckt nicht mehr so fettig und ging wunderbar auf. Außerdem hat es ein paar Versuche gebraucht, um festzustellen, wie stark der Teig geknetet werden muss. Die aktuelle Lösung bringt genug Luft in den Teil und sorgt dafür, dass der Kuchen fluffig genug wird.

Natürlich lässt sich nur bedingt alleine feststellen, dass das Rezept besser geworden ist. Deswegen haben wir es einer Geburtstags-Test-Zielgruppe vorgesetzt und sie blind beide Varianten verkosten lassen. Gewonnen hat die Version mit Butter statt Margarine. Mich hat es nicht gewundert, aber es musste schließlich fair zugehen einer solch heiklen Abwandlung. Für mich das perfekte Butterkuchen-Rezept, wenn man beim Zucker auf dem Kuchen nicht zu zaghaft ist.

Genießt das Nachbacken und vor allem das Aufessen!

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Bremer Butterkuchen


Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 25 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde 35 Minuten
Portionen 1 Blech

Zutaten

  • 500 Gramm Mehl Type 405
  • 30 Gramm Hefe
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 Gramm Mandeln gehobelt und gestiftet
  • 300 Gramm Butter
  • 250 ml Milch Mind. 3,5% Fett
  • 1 Messerspitze Vanillemark

Anleitungen

  1. 100 ml der Milch lauwarm erhitzen. Darin die Hefe, einen Esslöffel des Mehls und einen Teelöffel des Zuckers verrühren. 20 Minuten gehen lassen.

  2. In der restlichen lauwarmen Milch 100 Gramm Butter auflösen.

  3. Anschließend das restliche Mehl, 60 Gramm Zucker, Salz, Vanille und das Milch-Butter-Gemisch in die Küchenmaschine. 3 Minuten auf erster und 3 Minuten auf zweiter Stufe rühren. Teig anschließend mindestens 20 Min auf doppelte Größe gehen lassen.

  4. Backblech ordentlich fetten, den Teig darauf flach und gleichmäßig verteilen und mit einer Gabel in 2 cm Abstand Löcher piksen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen.

  5. Anschließend alle drei cm mit den Fingern Löcher in den Teig drücken. In die Löcher die restlichen 200 Gramm Butter in Flocken verteilen. Danach die Mandeln über den Kuchen streuen und zum Schluss den restlichen Zucker drüber. Hiermit nicht zaghaft sein. 

  6. Das Blech in den ordentlich vorgeheizten Ofen (220 Grad Ober-/Unterhitze) packen und 12 Minuten backen. 

Zack fertig. Butterkuchen.

Kategorie: Backen

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Jahrgang 1982, geborener Düsseldorfer, pendelt zwischen Düsseldorf, Köln und Gütersloh. Er macht was mit Politik und Social Media und Videos. Can liebt das Backen und entspannt beim sich-beinahe-in-Trance-kneten. Von Mutters Klassikern bis zu einfachen, schnellen Gerichten: Wenn Zeit da ist, wird beim Kochen entspannt. An einem freien Tag gibt es nichts besseres, als stundenlang Soßen einzukochen.

4 Kommentare

  1. Mega, das einzige was ich verrückt finde ist die Hefe Menge… 30g für 500g Mehl ist irre viel…??
    Wird in Brüssel aber unbedingt ausprobiert :-)

    • In Bremer Butterkuchen gehört viel Hefe. Für die kurzen Geh-Zeiten ist das nicht zu viel Hefe. Im Originalrezept sind es mindestens 25 Gramm frische Hefe auf 500 Gramm Mehl. Der Teig geht besser, wenn Margarine genutzt wird. Deswegen habe ich ein bisschen rum probiert. Mit Butter im Teig sind die 30 Gramm optimal. Wenn Du in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen backst, könnte auch weniger Hefe reichen. Probier es mal aus.

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