Restaurants in Düsseldorf
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Brüder im Fleische: Beef Brothers

„There’s no bizz like Imbiss“ tönen die fleischigen Brüder, die den Sprung von Köln nach Düsseldorf gewagt haben. Und dann auch noch ausgerechnet in die Altstadt. Wie schlägt sich also der Burger, der zwischen Lupo, Oberbayern und Junggesellenabschieden für sich wirbt? Wir waren natürlich da und haben den vorletzten Anwärter auf den offiziellen Titel des Düsseldorfer „Burgermeisters“ getestet…

Mit „Imbiss“ ist auf jeden Fall schon mal die Richtung klar, denn wie die Wikipedia weiß, bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch als „Imbiss“ häufig auch ein Verkaufsstand oder kleiner Laden (Imbissbude), an dem einfache, schnell zubereitete Speisen verkauft werden, die stehend oder gehend verzehrt werden können. Einfach und schnell. Daran richtet sich auch der Gastraum aus, der sich über zwei Etagen erstreckt. Unten gibt’s Stehplätze, oben kann man sich dann setzen. Zwar alles ganz cool, aber fernab jeder Gemütlichkeit. Aber wir wollen’s ja einfach und schnell.

Und wie schnell dann das Essen an den Tisch kommt, zeigen die vom Vapiano bekannten „Buzzer“ an. Nach der Bestellung an der Theke erhält jeder Gast so ein Dingen, dass dann anfängt abzuzappeln, sobald der Burger bereit ist. Abgeholt werden kann der Burger stilgerecht in kleinen, mit Papier ausgelegten Körbchen.

Die Auswahl ist relativ überschaubar, die Preise auch. 4,80€ für einen Veggie-Burger ist eine Ansage, da sind wir bislang ganz andere Dimensionen gewöhnt, der Cheeseburger für 6,50€ ist auch ziemlich günstig. Was dann auch sofort auffällt: Die Buns, also die Bürgerbrötchen, sind industrielle Massenware, wie man sie aus dem Supermarkt kennt. Mega-Gähn. Das Fleisch wird dafür Standardmäßig Medium gegrillt und ist halbwegs saftig. Dazu kommen zu jedem Burger Salat,zwei Sorten Gurke, Tomate und rote Zwiebel. Das liest sich reichlich unspektakulär, ist es auch.

Auch bei den Beilagen setzt man auf Altbewährtes: Pommes. Keine Süßkartoffel-Pommes, keine frischen Kartoffeln, keine Gewürze, schlicht und einfach: Pommes. Die sind dann wenigstens ganz kross von außen und soft von innen. Auch bei den Soßen darf man nicht allzuviel verlangen – ganz okay.

Aber so schlecht soll sich das ganze nicht anhören: Ja, Beef Brothers sind ein gutes Stück entfernt von dem Anspruch den andere Läden vertreten. Da werden die Buns selbst geknetet, da wird an Kompositionen geschraubt, da wird zum Verweilen eingeladen. Das hier ist Imbiss. Und dafür ein recht guter, der auch deutlich unter den Preisen der Konkurrenten liegt. Und – um einen Vergleich schon mal vorwegzunehmen – wesentlich besser als die alteingesessene und in direkte Nähe befindliche Konkurrenz von Spaceburger, die ja eine mittlere Katastrophe ist. Deshalb: Wenn ihr schon in der Altstadt seid und Hunger auf einen schnellen Burger verspürt: Beef Brothers ist dafür eine gute Adresse.

Kategorie: Restaurants in Düsseldorf

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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  1. Absolutely amazing Fotografie – ich wirklich, wirklich alle bunten Bilder, die Sie von der lecker aussehenden Essen und das Restaurant nahm mögen – es sieht aus wie es ist sicherlich mehr als einen Besuch wert ist!

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