Fleisch
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Cooler Thanksgiving Truthahn

Heute ist es soweit. Thanksgiving! Kein Fest, das man ins alte Europa importieren müsste, aber kulinarisch nicht zwingend uninteressant. Und was gehört auf jeden Fall zu einem gelungenen herbstlichen oder weihnachtlichen Festmahl dazu? Richtig, ein ordentlich zubereiteter Vogel. Knusprig, würzig aus dem Ofen. Einige Menschen, vor Allem der Fleischer meines Vertrauens, dass zu viele Menschen solch einen Vogel gerne mal versemmeln, und das Fleisch anschließend so trocken wie das derzeitige Rheinbett sei! Das galt es also unbedingt zu vermeiden.

Also habe ich mich für eine schonende und Geschmack und Saftigkeit erhaltende Gar-Methode entschieden. Der Truthahn sollte also bei niedriger Temperatur lange garen. Das war gar nicht so einfach, schließlich hatte ich bei Thönes in Wachtendonk einen wunderschönen 8,5 Kg Truhtahn in bester Bio-Qualität bekommen. Aber fangen wir erstmal mit der Basisarbeit an. Der Truthahn sollte Zimmertemperatur haben, wenn man ihn in den Ofen schiebt. Also habe ich ihn ca. eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen (In diesem Fall mein Balkon, der aber über Nacht absolut kühl genug war).

Vorbereiten sollte man vor Allem die Füllung, wenn man denn eine haben möchte. Als schnelle Empfehlung: Einfach gekochte und geschälte Maronen, Cranberries und einen gewürfelten Apfel mit gewürfeltem Weißbrot (vom Vortag) vermengen. Jetzt 100 Gramm Butter in der Pfanne erhitzen, eine klein gewürfelte Zwiebel dazu, die Maronen-Masse dazu, Saft und Schale einer Orange drauf geben, etwas Zimt dazu und dann die Pfanne von der Flamme nehmen.

Wenn die Füllung kühl genug ist, wird der Truthahn damit gefüllt und anschließend zugenäht. Jetzt den Vogel in den auf 190° vorgeheizten Ofen packen und mit der Brustseite nach unten für ne gute Dreiviertelstunde anbraten. Bei bedarf muss der Vogel gewendet werden. Danach geht die Temperatur runter, auf 110°. Der Vogel wird in Alu Folie eingewickelt und kommt, versehen mit einem Fleischthermometer für gute 8 Stunden (Ich gehe jetzt von meinem Vogel aus, bei höherem oder niedrigerem Gewicht muss angepasst werden) in dem Ofen. Wenn die Kerntemperatur ca. 70-75° beträgt kommt der Vogel aus seiner Aluminium-Hülle, der Ofen wird wieder auf 200° geheizt, auf Umluft umgestellt (damit er überall schön braun wird), und das Ganze kommt vom Blech aufs Rost (lasst bloss das Blech zum abtropfen unter dem Vieh).

Jetzt wird der Vogel mit einer Glasur bestrichen. Meine Glasur bestand aus Rapsöl, Kirschgelee, Honig, Balsamico, Salz, Pfeffer, Thymian.

Jetzt muss der Vogel nur noch golbraun gebraten werden und schon kann er serviert werden! Viel Spaß damit.

 

Kategorie: Fleisch

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Jahrgang 1982, geborener Düsseldorfer, Video- und politischer Mensch und Netzwerker. Can liebt das Backen und entspannt beim sich beinahe-in-Trance-kneten. Auch bei ihm ist das alleine kochen seit diesem Jahr Geschichte.

2 Kommentare

  1. Hey Can, ich Danke so sehr für dein Rezept. Du hast mir mein Weihnachten gerettet. Dieses Jahr kommen nämlich meine Eltern und Großeltern zu mir und ich habe noch nie vorher einen Truthahn zubereitet. Ich hoffe, dass alles glatt läuft. Deine Anleitung ist jedenfalls sehr hilfreich. Vielen Dank nochmal! Lg Anette

    • Hallo Anette!
      Dann hoffe ich, der Vogel gelingt gut. Misch doch unter die Glasur noch ein wenig Senf. Das kommt ziemlich gut. Außerdem passt dazu eine schöne Presselbeer- oder Cranberry-Soße. Ist ganz einfach: Ordentlich Cranberries (aus dem Glas) Zucker, Orangensaft und -Schale, ein wenig Portwein und Zimt aufkochen lassen, et voila! Und berichte uns doch kurz von Deinem köstlichen Piepmatz!

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