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Der mixende Zombie: Cocktail-Workshop bei 11cl

Damals, genauer seinerzeit ™, in der Oberstufe meines Gymnasiums musste ich für irgendeine Party Bier kaufen. Man kaufte zu dieser Zeit noch Dosenbier und da die Party eh nicht in meinem Mini-Dorf war, sondern in der großen Stadt meiner Schule und Freunde, kaufte ich das Bier während der großen Pause. In der dritten Stunde saß ich also mit zwei Paletten Dosenbier im Philosophie-Unterricht, der uns damals bedeutungsschwanger angepreist worden war und statt über solch sinnhafte Frage wie „Was war zuerst da? Die Dose oder das Bier?“ zu diskutieren, mussten wir uns durch Jahrhunderte alte Papyrusrollen quälen. Wie gerne hätte ich eine dieser Dose geöffnet und das ganze Leid beendet. Aber Alkohol gehört sich nicht in der Schule. Zum Glück hat sich das jetzt im Alter geändert. Während man lernt, darf man sich Zuschütten – ganz offiziell. Cocktail-Kursen sei Dank! Die Krux: Bezahlen muss man dafür. Aber irgendwas ist ja immer. Von Vorne: Marleen schenkte ihrer sparsameren Hälfte Marco McSafe (Name von der Redaktion geändert) einen Gutschein für einen Cocktailkurs und wir (meine Frau und ich) mussten mit. Die …

Heinz Erste Ernte – Der Ketchup-Test

Jetzt melde ich mich auch mal zurück – und das als frisch gebackener Diplom-Sozialwissenschaftler. Das verfassen dieses Meisterwerkes benötigte doch einiges an Zeit, so dass dann nach der Fertigstellung auch viele ToDos aufgelaufen waren. Der Stress hat sich gelohnt, immerhin ist das Diplom mit „1,3“ bestanden. Jetzt ist mein Diplomzeugnis auf dem Weg zu mir, sämtliche Projekte in den Schienen und ich habe wieder Zeit für Euch. Deshalb wird es in der nächsten Zeit auch einige Artikel geben, die ich schon länger in der Pipeline habe. Heinz Erste Ernte Den Anfang macht unser Ketchup-Test. Die Marketing-Agentur von Heinz hatte mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht gerne eine tolle Überraschung bekommen würde. Da sag ich nicht nein, zumal mal keine Ansprüche daran gestellt hat, ob oder was wir bloggen. Die Spannung hielt sich aber halbwegs in Grenzen – denn irgendwie war ja klar, dass da eine neue Sauce den Weg zu mir finden würde. Als der Postmann dann zweimal klingelte kam dann erstmal das Aha-Erlebnis. Denn Heinz hat sich viel Mühe bei der Präsentation gegeben. Eine …

Dioxin-Eier mit dem iPhone erkennen

Vor fast genau einem Jahr haben wir auf Topf & Löffel die iPhone-App „Barcoo“ vorgestellt, eure mobile Lebensmittelampel. Gerade erfährt die App wieder eine breitere Aufmerksamkeit, weil ihr damit herausfinden könnt, ob Eier mit Dioxin belastet sind oder nicht. Dafür müsst ihr in das Suchfeld einfach den Code vom Ei abtippen (das Scannen funktioniert nicht) und ihr bekommt sofort ein Resultat. Nähere Hintergrundinformationen dazu auch im Blog von Barcoo. Die Daten stammen alle von der Verbraucherzentrale Hamburg und werden laut Entwickler täglich aktualisiert. Kurz noch ein paar kurze Worte zum aktuellen Skandal: Wirklich wundern kann man sich darüber nicht. In den letzten Jahren hat sich eine Mentalität auch bei Lebensmitteln entwickelt, die nicht gut ist. Immer nur billiger, billiger, billiger kann nicht die Maxime sein. Wenn der Preis niedrig sein soll, muss irgendwo gespart werden. Und das nicht nur bei Sicherheits- und Gesundheitsstandards, sondern auch oft auf dem Rücken der Tiere und/oder Erzeuger. Deshalb kaufen wir schon lange nur noch Bio-Eier. Das Bewusstsein für die Herkunft und Produkte sollte wieder stärker in den Fokus rücken. …

Balsamico „Tradizioni Reggiane“

Es gibt ja immer wieder lustige Menschen, die einige Gesöffe bzw. „Marken-Produkte“ als guten Balsamico zu bezeichnen, da gibt es jedoch feine Unterschiede. Ein guter Essig kann wie ein guter Wein viele Geschmacksnoten haben, im Abgang weicher oder saurer sein. Es gibt zu diesem Zweck auch etliche Fachmänner und Frauen, die sich diesem Produkt verschrieben haben. Mit einem guten Balsamico kann man nicht nur Salate verfeinern oder Soßen leicht säuern. Einen wirklich guten Essig kann man sich auch einfach auf ein Stück Weißbrot träufeln, dann noch etwas Salz und Pfeffer dazu und gut is! Ein Salat braucht auch nicht unbedingt eine raffinierte Soße, da reicht auch manchmal ein Schuss Balsamico. Einen wirklich guten Balsamico habe ich im letzten Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen und habe da meine Liebe zum fälschlicher Weise als „schlechten Wein“ bezeichneten Gebräu entdeckt. Der Tradizioni Reggiane ist mindestens 12 Jahre alt und liegt im mittleren Preissegment. 100 ml kriegt man für ca. 16 Euro und wird nicht enttäuscht. Natürlich darf man ihn nicht inflationär und Literweise benutzen, aber man genießt ihn …

Barcoo – Lebensmittelampel auf dem iPhone

Die Diskussion über eine Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel ist ja schon älter und ruht leider aktuell. Ich bin durchaus ein Freund dieses Systems, dass ähnlich wie in Großbritannien einen schnellen Überblick darüber gibt, was denn nun in den Lebensmitteln drin steckt und dies zusätzlich über Ampel-Farben kategorisiert. Viele Food-Konzerne sehen das natürlich anders und haben scheinbar genügend Druck auf die (damals noch regiergende) große Koalition aufgebaut. Dumm für den Verbraucher, für den natürlich auch noch andere Informationen interessant sind. Natürlich gibt es darüber zahlreiche Informationen im Netz, wie z.B. das bereits oben verlinkte Foodwatch. Doch beim Einkauf nutzt das meistens wenig, die ganzen Tricks und betroffenen Prdoukte kann man unmöglich im Kopf haben. Abhilfe gibt es jetzt fürs iPhone – mit der kostenlosen App „Barcoo“. Mit der kann man ganz einfach die Barcodes eines Lebensmittels scannen und erhält danach die passenden Informationen. Neben der Lebensmittel-Ampel gibt es auch Informationen darüber, ob man z.B. einem Produktplagiat (z.B. Analogkäse) aufgesessen ist. Interessant ist sind sicherlich auch die Informationen für Vegetarier oder Veganer. Die am häufgisten genutzte Funktion wird …

Alfredo – Der rote Pizzaofen

Nachdem ich meinen Unmut über die Düsseldorfer Pizza-Taxen und gleichzeitig meine Fertig-Teig-Version kund tat, habe ich ja ordentlich Dresche in den Kommentaren bezogen. Gar nicht zu unrecht, wie ich mittlerweile festgestellt habe. Auf der angekündigten Suche nach einem Stein für den Backofen bin ich relativ schnell auf diverse Foren gestoßen, in denen die gleiche Frage schon gestellt worden ist. Die Meinung war in den meisten Fällen, dass sich ein Stein für einen Backofen (wie ihn auch scheinbar einige Hersteller wie AEG selbst produzieren) nicht lohnt: Ein normaler Backofen wird erstens nicht heiß genug und braucht zweitens viel zu lange zum Vorheizen – pure Zeit und Stromverschwendung. Desöfteren wurden Pizzöfen empfohlen, oft der rote „Alfredo“. Ich war skeptisch. Nach einem Abend in der dazugehörigen Chefkoch.de-Gruppe (und vielen positiven Berichten) entschloss ich mich, den roten Ofen eine Chance zu geben. Die große Skepsis… Die Entscheidung fiel einige Wochen vor meinem Geburtstag (der ist Anfang Dezember) und ich entschied mich schweren Herzens zu der Option: „Wünschen statt selbst kaufen“.  Der kleine Haken: Auch mein gesamtes Umfeld war dem …

Martelli – Die vielleicht beste Pasta der Welt

Durch Zufall stieß ich auf Pasta der Familie Martelli. Richtig gelesen: Familie. Da ist noch ein Familienbetrieb in der Toskana am Werk, die im Jahr soviel Pasta herstellen wie Barilla in einer Stunde. In Handarbeit und mit viel Liebe wird die Pasta hergestellt, die durch Bronze walzen gepresst und danach vom Wind der Maremma getrocknet wird. Allein die Packung offenbart schon die Qualität. Kilopackungen aus gelbem, dicken Papier, verschlossen mit Nieten. Das Öffnen wird fast zur Zeremonie. Und danach? Ist man erstmal Baff. Die Spaghetti sind so viel dicker als die bekannte Massenware. Sofort erkennt man die grobkörnige Textur. Aber das allerschärfste: Die Pasta ist oben noch gebogen, dort wo sie über der Leine zum Trocknen gehangen hat. Ich habe permanent ein Bild eines nicht allzugroßen toskanischen Hauses vor mir, in dem die Familienmitgliedern ihre Arbeit verrichten. Und was soll man sagen? Im Gegensatz zu den Nudeln (man beachte die Wortwahl) von Jamie Oliver, ist das wirkliche Pasta. Den Unterschied schmeckt man, beißt man. Fantastisch.Was man allerdings tunlichst nicht machen sollte ist, die Pasta mit …

Angetestet: Jamie startet mediterrane Produktreihe

Jamie Oliver ist echt ein Selbstvermarktungskünstler. Kochshows in den verschiedensten Formaten, Bücher über Bücher, Unmengen an Küchenzubehör und nicht zu wenig Lebensmittel. Ganz neu im Sortiment ist eine Mediterrane Produktreihe: Nudeln, Pesto, Saucen,Öl, Oliven, Balsamico. Ich muss zugeben, ein Jamie-Fan zu sein. Ich besitze fast jedes Buch, auch etwas Zubehör (die Pfannen sind echt top!) und finde den Kerl einfach sympathisch, nicht erst seitdem ich ihn auf Twitter entdeckt habe. Mein Ziel ist es ja auch, einmal in einem seiner Restaurants zu essen – aber leider komme ich selten nach London und zweitens sind die auf Monate ausgebucht. Kurzum: Die Latte hängt schon mal hoch, wenn Jamie jetzt mit Pesto und Pastasaucen um die Ecke kommt. Immerhin war er ja auch einige Zeit in Italien unterwegs und hat sich mehrfach als Fan der Italo-Küche geoutet. Drei Produkte im Test Für einen ersten Test habe ich mir die Italian Penne, die Rote Zwiebeln und Rosmarin Sauce und das Rucola-Zitronen-Pesto bestellt. Grundsätzliches zu den Produkten Die ganze Produktreihe wird in Italien, von lokalen Familienunternehmen produziert. Man findet …

Gordon Ramsay: Gesund schmeckt besser

Schon etwas länger bin ich um „Gesund schmeckt besser“ von Gordon Ramsay herumgeschlichen. Beim Einkauf der BEEF! habe ich dann aber aber endlich zugeschlagen und mir mein Exemplar gesichert. Natürlich geht es im Buch primär darum, gesund und lecker zu kochen. Das sich das nicht ausschließen muss, ist hoffentlich nicht erst durch dieses Buch bekannt.Mir gefällt, dass die Gerichte nicht in dieses übliche Fisch/Fleisch-Gebilde gepresst sind, sondern in Morgens/Mittags/Abends. Daneben gibt es aber auch gesunde „Festessen“, „Gesundes für Kinder“ und natürlich Desserts. Die Gerichte sind bis auf einige Ausnahmen mit weitestgehend herkömmlichen Zutaten zuzubereiten und nicht HalliGalli abgehoben. Auch die Zubereitungen lassen sich in der heimischen Küche bewältigen, Raketentechnologie wird ausnahmsweise nicht benötigt. Passend dazu werden am Ende des Buches auch noch einige Basics erläutert. Bis auf einige Ausnahmen (wer packt seinem Kind schon gedünstete Gambas und Räucherfischcreme zum Schulbrot?) sind die Rezepte geradlinig und stimmig. Der Kochaufwand hält sich oft in Grenzen, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Nerven schont. Andererseits habe ich auch noch kein Rezept entdeckt, das mich beim Durchlesen …

Lettinis – Italienische Feinkost

In unmittelbarer Nähe meiner Arbeitsstätte liegt das Lettinis. Genauer: Auf der Jahnstr. 36 in Düsseldorf, Friedrichstadt. Etwas unscheinbar in einem Hinterhof, aber der Weg dahin lohnt sich. Das Personal ist überaus freundlich und prompt hat man schon eine Tasse Espresso in der Hand. Nun kommt man entweder ans Plauschen über diverse Köstlichkeiten und läßt sich beraten oder schaut sich auf eigene Faust um. Weine, Öle, Gewürze, Sugos, Dosentomaten bester Qualität, Pestos, Spirituosen und vieles mehr. Die Auswahl ist reichhaltig, trotzig überschaubar, dafür aber hochwertig. Da ich ja immer noch inmitten meines Frosta-Experimentes stecke, interessierte mich auch das hausgemachte Sugo im Einmachglas. Ich entschied mich für das “Sugo con Prosciutto Crudo”, was ca. 3,50 € kostete. Die Menge reicht für eine große Portion Pasta für einen Erwachsenen. Das Problem: Es ist tatsächlich richtig lecker und man will sofort mehr. Auch das selbstgemachte “Confettura di Fragole con Prosecco” – Erdbeerkonfitüre mit Prosecco – ist unglaublich fruchtig und lecker. Zutaten: Erdbeeren, Gelierzucker, Prosecco. Sonst nichts. Weil ich zu Fuß unterwegs war, habe ich nur noch eine Flasche Limoncello …