Restaurants in Düsseldorf
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I’m a Butch!

Als ich hörte, dass mit Butch Becker noch ein neuer Burger-Laden in Düsseldorf eröffnet, war der erste Gedanke: „Really?!“. Sind wir mal ehrlich: Das wirkt so, als wäre jemand viel zu spät auf den Trend aufgesprungen. Immerhin gibt es in Düsseldorf bereits eine erquickliche Anzahl an Burgerretten, die ersten haben sogar schon wieder zu. Nun also Butch Becker. Und wieder der (Zitat) „Traum vom perfekten Burger“.

Seit 1. Juli ist das gute Stück offen, gestern gab’s die große Einweihungsparty. Topf&Löffel hat sich unter die Partymeute gemischt und erste Eindrücke gesammelt.

Der Laden

Einrichtung: Trés chic. Gefällt. Blau dominiert, dazu Holz, etwas Industriecharme, hier mal Gold. Stylisch wie das What’s Beef aber nicht so kalt, dafür gemütlich wie Stier Royal, aber größer. Positiv auch: Es riecht innen nicht wie bei What’s Beef nach Frittierbude. Die Theke am Eingangsbereich gibt dem ganzen Laden etwas Struktur und macht daraus nicht nur einen großen Speisesaal.

Man kann loungen, sitzen, stehhockersitzen oder auch ganz stehen. Abwechslung, auch bei er Platzwahl. Die Küche ist natürlich offen und man kann der Küchen-Crew mit ihren „I’m a Butch“-Outfits schön zugucken. Läuft.

Das Bestellkonzept mit der digitalen Anzeige welche Bestellung gerade abgeholt werden kann erinnert dann doch stark an What’s Beef (die wahrscheinlich auch nicht die Ersten waren?). Aber irgendwie so, als wäre es einem selbst peinlich. Während bei What’s Beef noch zwei große Monitore zentral über der Theke hängen und unübersehbar ansagen, wer jetzt seine Bestellung abholen kann, hängt der Butch Becker-Monitor verlegen am Rande der Theke.

Update: Wie den Kommentaren zu entnehmen, ist die Anzeige nur für Take-Away! Alle anderen bekommen ihr Essen am Platz.

Die Karte

Womit Butch Becker auf den ersten Blick überzeugt sind erstmal nicht die Burger, sondern die Abwechslung: Es gibt Salate, Würstchen, Flank Steaks, Fisch, Sweets und – wir sind schließlich in Düsseldorf – Hummer. Man muss also nicht unbedingt burgern. Überraschung bei den Beilagen: Keine Süsskartoffelpommes, dafür aber Maiskolben, Spinat oder Champignons.

Die Getränke sind ebenfalls sorgsam ausgewählt. Selbstgemachte Limonaden und Eistees, Weine und verschiedene Biere. Über die müssen wir aber sprechen: Es gibt das mittlerweile unvermeidbare Büble (hallo Stier Royal!) und Peters Kölsch – der Düsseldorfer ist ja tolerant. Auf Alt muss man hier verzichten, dafür gibt’s Craft Biere, z.B. von Braufactum. Definitiv ein Alleinstellungsmerkmal.

Aber zurück zu den eigentlichen Stars, den Burgern. Neben den Klassikern stehen auch eine pulled Pork Variante auf dem Programm, ein Lamm-Burger, ein Surf&Turf-Exemplar oder diverse Fisch-Variationen. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Besonders positiv finde ich: Es gibt zwei vegetarische Variationen, die aber auf irgendwelche trockenen Kichererbsen-Patties verzichten. Stattdessen gibt’s Riesenchampignon oder Haloumi.

Das Fleisch wird im Haus gewolft, ist aus regionaler Haltung. Sowieso ist man hier mit Liebe am Werk: Überall prangt das Signet „100%  Fresh Handmade“, selbst der Ketchup wird hier produziert (und ist auch käuflich zu erwerben).

Quick-Check: So schmeckt’s

Keine Einweihungsparty ohne Häppchen zum Probieren. Da hier sehr viele keine Portionen sehr oft raus müssen – dafür übrigens ein riesigen Respekt an die Küchen-Crew – schauen wir mal nicht zu genau hin und kommen für einen ausführlichen Geschmacks-Check nochmal wieder. Aber was wir probiert haben ist schon mal nicht so schlecht. Persönliches Highlight waren die Sweet-Lemon-Würstchen mit eingelegtem Ingwer. Geile Kombi, der eingelegte Ingwer ersetzt sehr schön den Senf, ist fruchtig und saftig.

Die Burger-Buns sind goldig, schön fluffig. Die Patties – Rind oder Lachs – an dem Abend leider etwas über dem Garpunkt, aber hey: Einweihung mit riesigem Stress. Alles cool.

Erstes Fazit

Kinder, ich war ja skeptisch. Braucht Düsseldorf noch einen Burger-Laden? Wer weiß das schon. Butch Becker scheint aber erstmal alle positiven Eigenschaften der anderen Läden in einem zu vereinen. Der Laden ist stylisch und gemütlich, die Karte verspricht Abwechslung, Qualität wird groß geschrieben, man ist mit Liebe bei der Sache dabei. Auf Düsseldorfer Schi-Schi wie den Hummer könnte ich zwar verzichten, aber was soll’s. Butch Becker könnte den eigentlich ausgewerteten Burger-Test nochmal ordentlich durcheinander wirbeln.

Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Besuch und dann mit detailliertem Essens-Check.

Kategorie: Restaurants in Düsseldorf

von

Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

2 Kommentare

  1. Hallo,

    erst mal herzlichen Dank für den tollen Bericht. Im Rummel der Eröffnung ist unser Bestellsystem nicht richtig sngekommen: Die Bildschirme sind NUR für die TO-GO-Bestellungen relevant. Die aufgezeigten Nummern sind zur Abholung bereitstehende Gerichte. Alle Gäste, die im Restaurant essen bekommen die Speisen am Tisch serviert. Ich sag dann mal Tschüss, bis bald und weiter so.
    Grüße Eldad

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