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	<title>Topf &#38; Löffel &#187; Magazine</title>
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	<description>Gerührtes aus der Küche</description>
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		<title>BEEF! &#8211; Die Emma f&#252;r kochende M&#228;nner. Oder so.</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 10:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Magazine]]></category>

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		<description><![CDATA[Extra f&#252;r Euch habe ich die 9,80 Euro f&#252;r das neue BEEF!-Magazin investiert und mich durch das Magazin gearbeitet. Zielgruppe laut Heftuntertitel: &#8220;M&#228;nner mit Geschmack&#8221;. Aber auch Frauen sollten  den folgenden Bericht lesen, das spart bei der M&#228;nnersuche viel Zeit: Vergesst die intimen und emotionalen Gespr&#228;che, es gen&#252;gt die Frage &#8220;Bist Du BEEF!-Leser?&#8221;, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Extra f&#252;r Euch habe ich die 9,80 Euro f&#252;r das neue BEEF!-Magazin investiert und mich durch das Magazin gearbeitet. Zielgruppe laut Heftuntertitel: &#8220;M&#228;nner mit Geschmack&#8221;. Aber auch Frauen sollten  den folgenden Bericht lesen, das spart bei der M&#228;nnersuche viel Zeit: Vergesst die intimen und emotionalen Gespr&#228;che, es gen&#252;gt die Frage &#8220;Bist Du BEEF!-Leser?&#8221;, um zu wissen aus welchem Holz ein Mann (besser nicht) geschnitzt ist.</p>
<h3>Preis und Verarbeitung</h3>
<p>Den Preis von fast 10 Euro finde ich schon ganz sch&#246;n happig. Da kriegt schon die ein oder andere Kochbuchperle im Angebot f&#252;r. Daf&#252;r ist die Verarbeitung hochwertig. Dickes Cover, gutes Papier. Erstklassige Fotos. Der Clou steckt in der Heftmitte: Das 4-G&#228;nge-Men&#252; zum Nachkochen ist auf einer Zeitleiste, die man ausklappen kann. So hat man immer im Blick, was man wann machen muss. An der Qualit&#228;t gibt es nichts zu r&#252;tteln, ein wahrer Hingucker.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="flickr-image aligncenter" title="BEEF!" href="http://www.flickr.com/photos/becre8tive/4019142744/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2551/4019142744_22cde6301f.jpg" alt="BEEF!" /></a></p>
<h3>Die Inhalte</h3>
<p>BEEF! definiert sich als &#8220;ein Magazin f&#252;r M&#228;nner&#8221;. Immer wieder f&#228;llt in dem Magazin dieser Satz. Aber was soll das hei&#223;en? Im Fall von BEEF!: Extremste Stereotypen. Der Mann, das &#252;berlegene Wesen. Der Mann, der blutr&#252;nstige J&#228;ger. Der Mann, der keine Kompromisse eingeht. Der Mann, der Ern&#228;hrer der Familie. Der Mann, in dessen Leben Geld keine Rolle mehr spielt.</p>
<p>Unweigerlich muss also die Frage beantwortet werden: &#8220;Kann man eine Frau ins Bett kochen?&#8221;. Und nat&#252;rlich wird  der Mann auf der Titelseite schon angelockt:</p>
<blockquote><p>1. Nat&#252;rlich kann man<br />
2. Das richtige Rezept<br />
3. Die gr&#246;&#223;ten Patzer</p></blockquote>
<p>Das passende Interview mit dem Gastranomie-Historiker Alain Drouad bildet mit seinen 2 1/2 Seiten auch fast den l&#228;ngsten zusammenh&#228;ngenden Textteil des Magazins. Und darin sagt er:</p>
<blockquote><p>F&#252;r sich genommen ist der Versuch, eine Frau &#8220;ins Bett zu kochen&#8221;, also genauso dumm wie der, eine Frau &#8220;ins Bett zu schwatzen&#8221;.</p></blockquote>
<p>Das war&#8217;s. Kein Rezept. Keine Patzer. Und dazu die Aussage, dass es eigentlich nicht geht. Aber stand da nicht irgendwas auf dem Cover? Egal. Haben wir M&#228;nner eh schon vergessen, bei den scharfen Nacktfotos, die das Interview einrahmen und zerst&#252;ckeln.</p>
<p>Nachdem diese wichtige Frage also gekl&#228;rt ist, der Sabber abgewischt,  geht es weiter mit knallharten M&#228;nnerthemen: So entpelzt und zerlegt man ein Kaninchen richtig. Sch&#246;n mit vielen Fotos. Und bevor ihr fragt, BEEF! gibt die Antwort selbst:</p>
<blockquote><p>Kein Trick! F&#252;r diese Bilder musste wirklich ein Tier sterben.</p></blockquote>
<p>Dazu gibt es am Heftende auch die &#228;quivalente Sushi-Reportage. Und in der Mitte den Bericht &#8220;Tatort K&#252;che&#8221;, in dem die passenden Werkzeuge f&#252;r den Metzel-Wahn des Mannes gezeigt werden. Der richtige Mann nimmt halt gerne richtig blutig auseinander.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="flickr-image aligncenter" title="BEEF!" href="http://www.flickr.com/photos/becre8tive/4018379405/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2701/4018379405_2d7d166fec.jpg" alt="BEEF!" /></a></p>
<p>Sehen wir einmal von den ganzen mit Testosteron getr&#228;nkten Erg&#252;ssen ab, f&#228;llt vor allem nach dem Lesen auf: Wow, das ging schnell. Denn scheinbar liest ein Mann auch nicht gerne. Eigentlich ist BEEF! mehr ein Fotomagazin, mit ein wenig Text. Die wenig l&#228;ngeren Texte &#8211; wobei &#8220;lang&#8221; maximal 3 Seiten bedeutet &#8211; werden auch permanent von ganzseitigen Fotos unterbrochen. Der Mann muss halt Fotos gucken.</p>
<h3>Die Rezepte</h3>
<p>Ohne Rezepte kommt ein Kochmagazin nat&#252;rlich nicht aus. Oder doch? BEEF! bietet f&#252;nf Rezeptbl&#246;cke, mit insgesamt 21 Rezepten. H&#246;rt sich nach viel an, ist es aber nicht. Acht davon sind Saucenrezepte (mit solchen exklusiven Rezepten wie  Tomatenso&#223;e oder Hollandaise), sieben sind &#8220;Pflichtrezepte die jeder Mann ohne Rezept kochen k&#246;nnen muss&#8221; (gemeint sind Frikadellen, Milchreis und Bratkartoffeln), dazu gesellen sich ein K&#252;hlschrank-Reste-Rezept und die Anleitung, wie man Mozzarella selbst herstellt. Die Rezepte entt&#228;uschen auf ganzer Linie: Von eklig (Reste-Rampen-Rezept) bis v&#246;llig banal (Tomatenso&#223;e, Frikadellen) ist alles dabei. Bei den Bratkartoffeln wird daneben angegeben, zuerst Zwiebeln und Speck anzubraten und dann die Kartoffeln dazu zugeben. Na dann, guten Hunger bei leicht angebratenen Kartoffeln mit Verbranntem.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="flickr-image aligncenter" title="BEEF!" href="http://www.flickr.com/photos/becre8tive/4019141526/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2533/4019141526_150d754189.jpg" alt="BEEF!" /></a></p>
<p>V&#246;llig im Kontrast dazu steht das, bereits erw&#228;hnte, &#8220;4 G&#228;nge, 5 Stunden, 6 Freunde&#8221;-Men&#252;, dass von einem &#8220;M&#228;nner-Kochclub-Reglement&#8221; begleitet wird. Die Idee und auch die Pr&#228;sentation der Rezepte gefallen mir, ignoriert man mal wieder die animalischen Auslassungen. Im Regelwerk des Kochclubs steht etwa (nur Ausz&#252;ge):</p>
<blockquote><p><strong>§ 2 Urzeitliche H&#228;rte</strong><br />
M&#228;nner kochen nicht mit Schnellkochtopf und P&#252;rierstab, sondern mit riesigen Beilen, scharfen Messern und am offenen Feuer.</p>
<p><strong>§ 8 Zuatatenverordnung</strong><br />
Sie d&#252;rfen jede Kreatur, die nicht auf der Liste der bedrohten Tierarten steht, an einem Nasenring in ihre K&#252;che zerren. [...] Nat&#252;rlich d&#252;rfen Sie sich dabei von ethischen und moralphilosophischen Empfindungen leiten lassen. Aber erstens entgehen Ihnen dann ein paar der leckersten Leckereien, die dieser Planet zu bieten hat. Und zweitens haben Sie dann keinen M&#228;nnerkochclub mehr, sondern eine Filiale vom Word Wide Fund For Nature von von Amnesty for Animals.</p></blockquote>
<p>Was w&#252;rde man nach diesen S&#228;tzen also f&#252;r ein Men&#252; erwarten? Na? K&#228;nguruhsteaks, Krokodilfilets oder zumindest eine ordentliche Hochrippe? Nicht ganz. BEEF! schl&#228;gt Rehterrine mit Hagebuttensauce, schwarze Linsensuppe mit Hummer, weissen Heilbutt mit Orangen und Topfbrot und als Dessert Creme vom Munster-K&#228;se mit Salat aus wei&#223;en Trauben und Minze vor.Das h&#228;tte man so nicht erwartet. Praktischerweise kann man die Men&#252;zutaten auch auf der Website bestellen. F&#252;r 300 (Basispaket) oder 650 (All-Inclusive-Paket) Euro. Sowieso: Die Shop-Verweise ziehen sich wie ein roter Faden durch das Heft. Egal ob Wein, Zubeh&#246;r, Zutaten. Kaufen, kaufen, kaufen.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="flickr-image aligncenter" title="BEEF!" href="http://www.flickr.com/photos/becre8tive/4018383611/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2590/4018383611_bce68d1d7e.jpg" alt="BEEF!" /></a></p>
<h3>BEEF! &#8211; F&#252;r wen eigentlich?</h3>
<p>Ich wei&#223; nicht, was dieses Magazin soll. F&#252;r wen soll es gut sein?</p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, muss ich mich einfach selbst einordnen. Seitdem ich vor f&#252;nf Jahren den heimischen und elterlichen Hafen verlassen habe, besch&#228;ftige ich mich intensiv mit dem Kochen.  Aber ich bin jung, muss noch viel lernen und noch mehr Dinge &#252;berhaupt probieren und kennenlernen. Der Hype, der durch Jamie Oliver irgendwann entstanden ist, hat auch mich nicht ganz unber&#252;hrt gelassen. Mich interessiert dieser junge, urbane Style. Ich will weder Schicki-Micki, noch habe ich Platz (und oft auch nicht das Geld) mir allen m&#246;glichen Ger&#252;mpel in die K&#252;che einer Mietwohnung im Zentrum von D&#252;sseldorf zu stellen. Und einen Garten in dem ich &#196;pfel und H&#252;hner z&#252;chte habe ich schon gar nicht. Daf&#252;r bin ich durchaus bereit, bei Zutaten und Rezepten zu experimentieren. Und nat&#252;rlich von Zeit zu Zeit die ein oder andere teurere, lebenslange Anschaffung zu t&#228;tigen &#8211; egal ob T&#246;pfe, Messer oder Pfannen.</p>
<p>Ist BEEF! also etwas f&#252;r mich? Definitiv: Nein. Obwohl ich gerne und auch gen&#252;gend Summen in Zutaten, Ausstattung, Literatur stecke &#8211; von 510 Euro St&#252;hlen, 11.000 Euro Backofen und 100.000 Dollar Wein bin ich noch weit entfernt. Auch dieses f&#252;r mich zwanghafte Gourmet-Men&#252;, in dem nat&#252;rlich Hummer nicht fehlen darf, ist nicht meine Welt. Andererseits: Alle anderen Rezepte sind einfach uninteressant, absolute Basics. F&#252;r ein &#8220;Meine ersten Schritte in der K&#252;che ohne Maggi und Knorrfix&#8221;-Magazin geeignet, f&#252;r jeden Koch mit etwas Grunderfahrung v&#246;llig belanglos. Und was soll dann erst der &#8220;richtige Mann&#8221;, der mit dem 11.000 Euro Backofen in seiner, eine ganze Etage einnehmenden K&#252;che, damit anfangen?</p>
<p>BEEF! geht in die Extreme: Barfu&#223; oder Balletschuh, Schicki-Micki oder Mensa. Das schlimmste ist aber: Eigentlich ist BEEF! vollkommen leer. Ohne Inhalt. &#8220;Ich Mann. Ugh ugh!&#8221; beschreibt BEEF! wohl am Besten. Ich brauche das in einem Food-Magazin f&#252;r 10 Euro nicht, da kann ich mir auch GQ, Gala Men oder sonst was kaufen. Und ob der besserverdiene Familienvater etwas mit diesem Pupert&#228;tsgeschreibsel (der Beitrag zum M&#228;nnerkochclub tr&#228;gt die &#220;berschrift &#8220;Kochen mit Eiern&#8221;) anfangen kann, wage ich auch zu bezweifeln.</p>
<p>F&#252;r wen ist also BEEF!? Diese Frage sollte die Redaktion oder besser der Verlag schnell beantworten. Denn bislang gibt es darauf keine Antwort.</p>
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		<title>MIEF! &#8211; &#196;hh, BEEF! Das Kochmagazin f&#252;r M&#228;nner</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 15:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Magazine]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Twitter &#38; Co. konnte man es schon seit einiger Zeit lesen: Gruner + Jahr bringen ein neues FoodKochmagazin raus: &#8220;BEEF! &#8211; Magazin f&#252;r M&#228;nner mit Geschmack&#8221;.

Ahja. Der Titel samt dazugeh&#246;riger Website lassen schon Schlimmes erahnen &#8211; da werden wieder s&#228;mtliche m&#228;nnlichen Klischees rausgeholt, &#252;berzogen und voll bedient:

Der Name: BEEF! Nicht nur alleine &#8220;Beef&#8221;, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Twitter &amp; Co. konnte man es schon seit einiger Zeit lesen: Gruner + Jahr bringen ein neues <span style="text-decoration: line-through;">Food</span>Kochmagazin raus: &#8220;BEEF! &#8211; Magazin f&#252;r M&#228;nner mit Geschmack&#8221;.</p>
<p><a href="http://topf-und-loeffel.de/wp-content/uploads/2009/10/beef.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-232" title="beef" src="http://topf-und-loeffel.de/wp-content/uploads/2009/10/beef-750x250.jpg" alt="beef" width="750" height="250" /></a></p>
<p>Ahja. Der Titel <a href="http://www.beef.de/">samt dazugeh&#246;riger Website</a> lassen schon Schlimmes erahnen &#8211; da werden wieder s&#228;mtliche m&#228;nnlichen Klischees rausgeholt, &#252;berzogen und voll bedient:</p>
<ul>
<li>Der Name: BEEF! Nicht nur alleine &#8220;Beef&#8221;, sondern gro&#223; und mit Ausrufezeichen.</li>
<li>Das Titelbild &#8211; nat&#252;rlich, ein riesiges Steak.</li>
<li>Die Storys: &#8220;Kann man eine Frau ins Bett kochen?&#8221;</li>
</ul>
<p>Schlechte Vorzeichen f&#252;r das Magazin &#8211; schon jetzt. Dabei erscheint das St&#252;ck doch erst morgen. Aber ich werde ihm einen (!) Versuch geben. Morgen schaue ich beim Zeitschriftendealer meines Vertrauens nach und werde Euch danach berichten.</p>
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