Lecker Numa in Bielefeld

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Samstag Abend habe ich mir mal in aller Ruhe das Numa in Bielefeld angeguckt und angetestet. Es liegt sehr laufkundschaftsgünstig mitten in der Bielefelder Altstadt. Und allein der großzügige Gastraum macht Spaß. Ein großer Kamin, viele Sofas und kleinere Tische laden auf jeden Fall schonmal zum verweilen ein. Zum großen Raum gehören noch eine gut sortierte Bar und eine offene Küche. Im hinteren Bereich befindet sich tagsüber ein Teppichlager, welches aber am Wochenende und für Abendveranstaltungen zu einem weiteren Gastraum umfunktioniert wird. Dat wirkt wirklich gemütlich, stylisch und groß mit den Wandteppichen.

Aber beurteile niemals ein Buch nach dem Cover….also hinsetzen und bestellen. Die Küche im Numa ist im guten Sinne international, mit asiatischem Touch. Aber es gibt auch viel Mediterranes. Alle Nudeln sind übrigens hausgemacht! Wir sind zu zweit und bekommen erstmal einen gemischten Vorspeisenteller: Rote Beete mit einem selbsthergestellten Weichkäse, Tintenfisch-Carpaccio mit Salzkartoffeln, Brot mit Leberpastete, einer kleinen Suppe und dazu gab’s noch einen kleinen Thai-Salat. Die Qualität von Fleisch und Fisch waren sehr gut, außerdem war alles ordentlich gewürzt, ohne aufdringlich zu sein. Ähnlich war es beim Hauptgang:

Zum Hauptgang bekamen wir ein klassisches Curry mit dem selbsterzeugten “Punjabi Panir” Käse. Das Curry war nicht zu scharf, eher für den europäischen Gaumen optimiert, aber würzig genug um nicht langweilig zu sein. Da Küchenchef Lars Reddemann “Topf & Löffel” nicht unbekannt ist, gab es immer wieder kleine highlights aus der Küche: Grünes Gemüse, kurz gegart im Garnelenfond dazu schön kurz angebratener Thunfisch, Tortellini in Rotweinsoße etc…köstlich. Kommen wir noch zum Nachtisch: Cheesecake, flambiert mit eingelegter Birne. Hmmm…eine süße Überraschung zum Schluss.

Das Essen ist erste Sahne. Keine großen Kunstwerke, dafür steht aber auch der Geschmack und die Qualität der Zutaten über der Gestaltung der Teller. Eine gute Prioritätensetzung, wie ich finde. Preislich im Mittelfeld mit ordentlichem Preis-Leistungs Verhältnis. Gutes Essen darf ja auch was kosten. Alles ist wunderbar unaufdringlich, nicht nur geschmacklich. Der Service kümmert sich, ohne zu nerven.

Getränkemäßig ist das Numa gut ausgestattet, und die Bar kann auch einiges zaubern. Die Weine kann man sich ruhig empfehlen lassen, der Service kennt sich aus und hat ne ordentliche Auswahl. Aber probiert doch einfach mal nen Moscow Mule. Ganz großes Kino mit lecker Gurke und ordentlich Wodka. Den hab ich hier entdeckt, und allein dafür werde ich wiederkommen, mal ganz abgesehen vom großartigen Essen.

Ach ja, am Abend als ich da war, wurde im unteren Teil des Restaurants eine Weihnachtsfeier gefeiert. Kann ich mir gut vorstellen. Das Ambiente stimmt, das Essen sowieso und die Bar kann auch einiges. Nur falls irgendwann ein Betrieb in dem ich arbeite daran denkt, irgendwo eine Weihnachtsfeier zu veranstalten: Bitte, bitte, bitte: Keine Spaß-Kellner mit Kochmütze und “Paul Excuse” auf der Schürze mit in ein so gutes Restaurant bringen und gescheiterte-Grand-Prix-Sängerinnen-Partybands müssen auch nicht zwingend sein. Aber dafür konnte das Numa nichts.

 

 

Weitere Restaurant-Facts

Unsere Bewertung: von ✭✭✭✭✭

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Über :

Jahrgang 1982, geborener Düsseldorfer, Video- und politischer Mensch und Netzwerker. Can liebt das Backen und entspannt beim sich beinahe-in-Trance-kneten. Auch bei ihm ist das alleine kochen seit diesem Jahr Geschichte.

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4 Kommentare

  1. Huj, da hab ich ja richtig Glück, dass bald ein Trip nach Bielefeld bei mir ansteht. Vielen Dank für den Tipp! :)

    • Hallo Eva,
      super! Dann berichte uns doch von Deinen Erfahrungen, wenn Du da warst. Wir würden dit dann tierisch abfeiern, wa?!

  2. Nicht schlecht ! Aber meine Variante ist leider etwas angebrannt, naja, macht nichts, die Schwiegermutter war zu Besuch !

    • Hallo Tina,
      Du meinst doch sicher deine Variante des Truthahns?! Oder ist deine Variante des Numa angebrannt? ;-)

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