Alle Artikel in: Restaurants in Düsseldorf

Bistro Erminig – Die Bretagne in der Altstadt

Essen in der Altstadt? Na ja. Fettige Pizza, wenn man ein wenig etwas über den Durst getrunken hat, oder wenn man den Lockrufen der Bolker-Restaurants als Tourist in die Falle geht. Das geht aber tatsächlich auch anders. Zwischen Carlsplatz und Ratinger gibt es immer mal wieder kleine Schätze zu entdecken. Ein solches Schätzchen ist das Bistro Erminig. Ja, zugegeben. So richtig Fancy ist es hier nicht, aber das will das Erminig überhaupt nicht. Es will einfach nur gute französische Bistro-Kultur bieten. Und das tut es. Die Karte ist nicht überladen, das Personal ist schnell und freundlich, man sitzt ordentlich und das wichtigste: Es schmeckt! Wer schonmal an der französischen Atlantik-Küste war, wird sich sicherlich in die bretonische Küche verliebt haben. Sie ist bodenständig, würzig und lecker. Und es gibt eine Sache, über die hier viel zu wenig gesprochen wird: Galettes! Das sind herzhafte Crêpes aus Buchweizen. Hauchdünner Teig, belegt mit verschiedensten Leckereien. Vom Spiegelei über Salat bis zu kandierten Zwiebeln oder Ziegenkäse. Lecker, lecker, lecker. Das füllt nicht bis zum Umfallen und wenn man es …

Trattoria Via Appia – Italien in Oberbilk

Es gibt so ein paar Lieblingsplätze in der Stadt, die jeder von uns hat. Plätze zum Wohlfühlen, in denen man gerne einkehrt und sich fast wie zu Hause fühlt. Die Trattoria via Appia ist so ein Ort für mich. Seit 2008 kehren wir regelmäßig in der Flügelstraße in Oberbilk ein – auch, weil es nur 5 Minuten zu Fuß entfernt ist. Aber auch, weil das Essen einfach lecker und unkompliziert ist, der Service immer freundlich und familiär. Italien in Oberbilk Inhaber Andrea Appio hat ein wirklich herzliches und kompetentes Team um sich geschart. Und mal ganz ehrlich: Gibt es ein besseres Zeichen wenn man eine italienische Trattoria betritt und das Team sich untereinander auf italienisch unterhält? In diesem kleinen Restaurant steckt also viel Leidenschaft und Herzblut. Das merkt man auch an der permanenten Weiterentwicklung: Anfang 2014 wurde der Gastraum gehörig renoviert und aufgemotzt, im April 2015 folgte die Terrasse. Auch die Karte (bzw. Tafel) entwickelt sich stetig weiter, besteht aus einem Grundstock von wenigen festen Pizza- und Pasta-Variationen und einer Palette regelmäßig wechselnder Gerichten. Gekocht wird nach Saison oder wenn …

I’m a Butch!

Als ich hörte, dass mit Butch Becker noch ein neuer Burger-Laden in Düsseldorf eröffnet, war der erste Gedanke: „Really?!“. Sind wir mal ehrlich: Das wirkt so, als wäre jemand viel zu spät auf den Trend aufgesprungen. Immerhin gibt es in Düsseldorf bereits eine erquickliche Anzahl an Burgerretten, die ersten haben sogar schon wieder zu. Nun also Butch Becker. Und wieder der (Zitat) „Traum vom perfekten Burger“. Seit 1. Juli ist das gute Stück offen, gestern gab’s die große Einweihungsparty. Topf&Löffel hat sich unter die Partymeute gemischt und erste Eindrücke gesammelt. Der Laden Einrichtung: Trés chic. Gefällt. Blau dominiert, dazu Holz, etwas Industriecharme, hier mal Gold. Stylisch wie das What’s Beef aber nicht so kalt, dafür gemütlich wie Stier Royal, aber größer. Positiv auch: Es riecht innen nicht wie bei What’s Beef nach Frittierbude. Die Theke am Eingangsbereich gibt dem ganzen Laden etwas Struktur und macht daraus nicht nur einen großen Speisesaal. Man kann loungen, sitzen, stehhockersitzen oder auch ganz stehen. Abwechslung, auch bei er Platzwahl. Die Küche ist natürlich offen und man kann der Küchen-Crew mit …

Brüder im Fleische: Beef Brothers

„There’s no bizz like Imbiss“ tönen die fleischigen Brüder, die den Sprung von Köln nach Düsseldorf gewagt haben. Und dann auch noch ausgerechnet in die Altstadt. Wie schlägt sich also der Burger, der zwischen Lupo, Oberbayern und Junggesellenabschieden für sich wirbt? Wir waren natürlich da und haben den vorletzten Anwärter auf den offiziellen Titel des Düsseldorfer „Burgermeisters“ getestet… Mit „Imbiss“ ist auf jeden Fall schon mal die Richtung klar, denn wie die Wikipedia weiß, bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch als „Imbiss“ häufig auch ein Verkaufsstand oder kleiner Laden (Imbissbude), an dem einfache, schnell zubereitete Speisen verkauft werden, die stehend oder gehend verzehrt werden können. Einfach und schnell. Daran richtet sich auch der Gastraum aus, der sich über zwei Etagen erstreckt. Unten gibt’s Stehplätze, oben kann man sich dann setzen. Zwar alles ganz cool, aber fernab jeder Gemütlichkeit. Aber wir wollen’s ja einfach und schnell. Und wie schnell dann das Essen an den Tisch kommt, zeigen die vom Vapiano bekannten „Buzzer“ an. Nach der Bestellung an der Theke erhält jeder Gast so ein Dingen, dass dann …

Schießt man besser auf den Mond: Spaceburger

Spaceburger: Über Jahre der einzige Herausforderer großer Fast-Food-Ketten, lange bevor die neuen Hipster-Burgeretten Düsseldorf überschwemmten. Man kann also positiv formulieren: Hier hat man schon vor Jahren den Trend erkannt. Das einzige Problem: Man hat es nie geschafft, ihn auch wirklich umzusetzen. Da wird der Wookie in der Pfanne verrückt Ich weiß gar nicht, seit wann es den Laden in der Altstadt gibt. Wenn man sich den Zustand des Interieurs anschaut, ungefähr seit 1750. Also lange vor dem Auslaufen der USS Enterprise NCC-1701. Eine groteske Mischung aus China-Restaurant, Eckkneipe und 70er Jahre (das Restaurant, nicht das Raumschiff). Ein goldgerahmter Chewbacca soll wahrscheinlich vom hohen Abnutzungsgrad ablenken, so richtig will das aber nicht gelingen. Ich weiß nicht, ob sich hier irgendjemand Gedanken um die Einrichtung gemacht hat, wirklich Gedanken über einen guten Burger auf jeden Fall nicht – der Blick auf den Speisefaltplan beweist es (optional auch als Bildband in Roboter-der-Sterne-Optik erhältlich). Rund 30 oder gar 40 verschiedene Variationen – hauptsächlich Rind, einige Veggie und auch Geflügel – finden da ihren Platz. Im Grunde basiert alles auf dem Hamburger oder …

Der Burger vom Laufsteg: What’s Beef

Was wäre Düsseldorf, die Stadt der Reichen und Schönen, in der die Nubsies und Jetsetter im Pelz über die Kö flanieren ohne den passenden Gossip?  Und was What’s Beef uns da schönes geliefert hat! Gute Burger – Schlechte Burger: Die neue Seifenoper aus Düsseldorf Fast wäre alles ganz normal gewesen: Man feiert eine große Eröffnungsparty, alle sind begeistert und das Geschäft kann starten. Nicht aber so bei What’s Beef, das aus Gründen, die man selber auch nicht wirklich offen auf der Facebook-Seite kommunuziert hat, kurz nach der Eröffnung wieder schließen musste. Es fehlte halt etwas, Konzession, tralala – diverse Gerüchte machten die Runde. Und währenddessen dachte sich jemand anders: Geil, mach ich doch einen Burgerladen auf! Das Ding heißt dann statt „What’s Beef“ einfach „Beefy Burger“, die Corporate-Color wird ebenfalls ein schönes Rot und ein rundes Logo mit schräg gestellter Schrift gefiel mir schon immer gut – fertig war das Gegenkonzept mit ein paar offensichtlichen Überschneidungen. Nur die eigene Domain vergaß man wohl sich zu registrieren, also reservierten Fluchs die Jungs & Mädels von What’s …

Willkommen im Wilden Westen: Richie’n Rose

Unter den Herausforderern der seit Jahren etablierten Spaceburger, ist das Richie’n Rose – Burger No. 1 fast schon ein alter Hase – seit April 2013 werden hier Bürger mit Burgern versorgt. Die Lage ist dabei ein Glücksgriff: Ganz in der Nähe des Friedensplätzchens und der Lorettostraße – zentral und doch irgendwie idyllisch und ohne großen Straßenlärm. Über dem Eingang weist ein großes Geweih schon mal direkt den Weg: Willkommen im Wilden Westen, willkommen im Beef-Country. Selbst ist der Gast Das Auffälligste am Konzept: Selbstbedienung. Man stellt sich an der Kasse an, ordert seinen Burger nebst Beilagen, nimmt sich das kühle Nass aus dem Kühlschrank und lässt direkt die Dollarscheine am Tresen. Dazu gibt man – die Starbucks-Jünger unter Euch werden das kennen – seinen Namen an, der dann später ausgerufen wird. Statt Iced-Caffe-Soja-Venti-Double-Karamell-Latte gibt’s dann aber den Italian Buffalo, Big Brother oder natürlich klassische Varianten wie den Cheeseburger. Neben zwei fleischfreien Varianten – darunter eine ganz vegane Option –  stehen zudem der California-Spring-Roll, ein Wurst- und ein Düsseldorfer Burger gerade auf der Tafel. Da ist …

Ein Burger für die Queen: Stier Royal

Was macht man, wenn man mit der Bronx Bar bereits einen hippen Hotspot in Düsseldorf betreibt? Richtig, macht eröffnet das nächste Restaurant. Stier Royal, Untertitel „Fleischfreunde Friedrichstadt“, hat seit ca. einer Woche die Pforten geöffnet und lockt mit leckeren Burger-Variationen. Frisch eröffnet – trotzdem schon rappelvoll Im Vorfeld wirbt man sowohl auf Facebook, als auch auf der provisorischen Speisekarte für Verständnis: Noch ist alles neu, man muss sich einspielen, tritratrulalala. Deshalb gibt es nur eine provisorische Speisekarte, von der zahlreiche Burger-Variationen grinsen. Später sollen Hot Dogs, Steaks, Sandwiches und mehr folgen. Die Erwartungen scheinen im Vorfeld erstmal groß zu sein: Noch bevor der erste Burger seinen Weg in den Schlund eines hungrigen Kunden gefunden hat, sammelt man auf Facebook für die eigene Fanpage weit über 1.000 „gefällt mir“-Angaben. Für ein noch nicht eröffnetes Restaurant ist das schon mal eine Hausnummer, das schaffen andere selbst nach Jahren erfolgreicher Etablierung am Markt nicht. Der gute Ruf der Bronx Bar macht sich schon im Vorfeld bezahlt. Und so sieht’s dann auch vor Ort aus: Trotz Tausend Grad Außentemperatur (wir besuchten …

Schatz, die Düsseldorfer kommen – hol das Tafelsilber raus!

Früher standen die Reichen & Schönen dadrauf, sich bei mittelprächtigem Essen in einem 08/15-Ladenlokal vom Service miserabel behandeln zu lassen (denn das Servicepersonal ist ja eigentlich der Star…) – Hauptsache Gülcan und Ralf Möller schauen ab und zu mal vorbei. Das Basil’s ist der Prototyp dieses Schickimicki-Molochs. Aber nicht erst seitdem Gülcan ihr Mann lieber bei Berti Wollersheim abhängt halte ich dieses Konzept für absolut überholt. Der neuste Trend in der Düsseldorfer Gastronomie-Szene sind Läden in alten Fabrikhallen, die wirklich beeindruckend aussehen und mit Platz nicht gerade geizen. Die Service-Hipster sind mehr als zuvorkommend,  finden immer die freundliche Worte und auf der Speisekarte gibt es bestimmt Pizza. So ist es zum Beispiel im Dr. Thompon’s, an dass mich das Tafelsilber in Flingern-Nord doch sehr erinnert. Die Location ist zwar kleiner und nicht ganz so beeindruckend, dafür nicht weniger stylisch. Ich mag diese Kombination aus Industrie und geradliniger Eleganz. Der Außenbereich mit Strandkörben ist trotz der zentralen Lage sehr ruhig gelegen und bei Sonnenschein absolut zu empfehlen. Die Gartentische aus Alu-Lamellen passen zwar wunderbar ins Ambiente, sind für …

Sommer für Hipster: Yomaro Frozen Yogurt

Das ist garantiert nichts für Leute, die weiße Tennissocken in ihren Sandalen tragen und sich den guten alten Herrenbecher mit doppelt Sahne und einem Mariacron zum Nachspülen bestellen. Eiscreme ist nämlich out, das Neuste aus der Hipster-Hochburg Düsseldorf ist: Frozen Yogurt. Die Homebase der eiskalten Hippsterette heißt Yomaro und liegt – natürlisch – in der Lorettostraße. Und was ist jetzt der Unterschied zwischen unserem lecker Langnese und dem gefrorenen Yogurt? Kalt ist beides, letzterer dafür fast fettfrei: Nicht, dass uns auf der Kö noch die Gucci-Jeans platzt! Deshalb wird der eiskalte Traum im Pappbecher serviert (keine Waffel zum Knabbern) und damit wir trotzdem ganz einen auf individuell machen können gibt es unzählige Toppings zur Auswahl. Und wer den Wal hat: Die Latte reicht von Früchten (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, etc.) zu unvermeidlichen Schoko- und Zickerkrams (von Schokosplittern, bis zu bunten Streuseln) bis zu Bekanntem aus dem Tante-Emma-Laden (Gummibärchen, Colakracher und Konsorten). Und obendrauf gibt’s noch ein lecker Sößchen, Schoko oder Frucht.  Man kann also trotzdem einen auf ziemlich ungesund machen, eher die fruchtig-frische Vitaminvariante nehmen oder einfach mal mit …