Alle Artikel in: Restaurants

Sommer für Hipster: Yomaro Frozen Yogurt

Das ist garantiert nichts für Leute, die weiße Tennissocken in ihren Sandalen tragen und sich den guten alten Herrenbecher mit doppelt Sahne und einem Mariacron zum Nachspülen bestellen. Eiscreme ist nämlich out, das Neuste aus der Hipster-Hochburg Düsseldorf ist: Frozen Yogurt. Die Homebase der eiskalten Hippsterette heißt Yomaro und liegt – natürlisch – in der Lorettostraße. Und was ist jetzt der Unterschied zwischen unserem lecker Langnese und dem gefrorenen Yogurt? Kalt ist beides, letzterer dafür fast fettfrei: Nicht, dass uns auf der Kö noch die Gucci-Jeans platzt! Deshalb wird der eiskalte Traum im Pappbecher serviert (keine Waffel zum Knabbern) und damit wir trotzdem ganz einen auf individuell machen können gibt es unzählige Toppings zur Auswahl. Und wer den Wal hat: Die Latte reicht von Früchten (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, etc.) zu unvermeidlichen Schoko- und Zickerkrams (von Schokosplittern, bis zu bunten Streuseln) bis zu Bekanntem aus dem Tante-Emma-Laden (Gummibärchen, Colakracher und Konsorten). Und obendrauf gibt’s noch ein lecker Sößchen, Schoko oder Frucht.  Man kann also trotzdem einen auf ziemlich ungesund machen, eher die fruchtig-frische Vitaminvariante nehmen oder einfach mal mit …

Dr. Thompson’s – Fleisch aus der Seifenfabrik

Der neuste Düsseldorfer Geheimtipp liegt in den alten Schwanenhöfen: Dr. Thompon’s. Hier kocht aber nicht der Doktor, der Name erinnert vielmehr an die Historie des Geländes: Bis 2005 saß hier noch Henkel, die 1933 die Fabrik „Dr. Thompson’s Seifenpulver“ übernommen hatten. Das ehemaligen Kraftwerk der Thompson-Siegel Werke beherbergt nun das Restaurant: 600 m² mit 15 Metern Deckenhöhe – Restaurant, Bar und Club in einem Raum. Der Restaurantbereich bietet Platz für ca. 150 Gäste – zu Messezeiten dürfen es auch 200 sein. Das ist mal ne Zahl! Eine beeindruckende Location ist es auf jeden Fall. Ich liebe ja diesen Vintage-Maschinen-Flair, total hipp und angesagt. Und das will das Dr. Thompson’s natürlich auch sein. Die Kellner erinnern dann auch etwas an Abercrombie & Fitch – Models mit Tabletts, die die Bestellungen in ihre Touchpad-Blöcke tippern. Das man hier in Düsseldorf ist, merkt man einfach sofort. Und das scheint sich rumgesprochen zu haben: Auch wenn die Eröffnung erst im Dezember 2011 war – reservieren solltet ihr vorher auf jeden Fall. Trotz der Größe ist der Laden bestens besucht. Ob das unbedingt …

Esst mehr Kreuter! – Das Kreuter’s in Köln-Ehrenfeld

Wenige Tage nach der mittelschweren Katastrophe in Mario’s Trattoria stand schon der nächste Restaurant-Besuch an. Seitdem mein Trauzeuge in Köln-Ehrenfeld wohnt, hatten wir das Kreuter’s auf der Agenda. Als wir den Laden betreten fragen wir uns allerdings: Warum nur? Es ist kaum besucht und das Motto „Kneipe. Bar. Restaurant.“ gepaart mit einer ambitioniert klingenden mediterranen Speisekarte lassen das Allerschlimmste erahnen. Das Ergebnis nehme ich Vorweg: Selten lag ich mit einer Vorahnung weiter entfernt von der Wirklichkeit als hier. Das Essen war absolut fabelhaft, einen sympathischeren Service habe ich selten erlebt und die Kombination aus Bar & Restaurant hat uns noch einen feucht-fröhlichen Abend beschert. Aber der Reihe nach. Prolog Vielleicht ist es meine persönliche Unzulänglichkeit, aber von einer Kneipen-Restaurant-Kombination erwarte ich keine kulinarischen Höhenflüge. Metthapen, Flöns zum Bier, für den großen Hunger ein ordentlichen Hacksteak oder gebratener Leberkäse – damit bin ich glücklich. Hier am Gangelsplatz in Düsseldorf-Oberbilk musste das Wirtshaus Gangelshof so eine Erfahrung machen, das nach einer Wiedereröffnung statt mit 40+ Schnitzelsorten auf einmal mit Pasta, Rumpsteak & Co aufwartete. Lange hielt sich die Speisekarte nicht. Das …

Mario’s Trattoria in Düsseldorf

Seit fast sieben Jahre wohne ich in Düsseldorf – und fast genau so lange kenne ich Mario’s Trattoria auf der Friedrichstraße in Düsseldorf. Ein sehr freundlich eingerichtetes Ladenlokal mit im einem für den Sommer idealen Grünen Innenhof, alles mittlerweile in der unmittelbaren Nähe der Düsseldorfer (Bilker) Arcarden in Friedrichstadt. Geführt von einer sehr freundlichen italienischen Familie – Mario’s Vater baut in Italien noch den Rotwein an, die Mutter macht die Pasta. Die Spezialität auf der Karte sind deshalb auch die Orrechiette aus dem (riesigen) Parmesanlaib – muss man einmal bestellt haben! Ansonsten handelt es sich natürlich um eine richtige Trattoria: Antipasti, Carne, Pesce, Pasta, Dolci. Kurz vor Weihnachten reservierten wir im Freundeskreis dort zum ausgelassenen „Weihnachtswichteln“ – die vielen Eindrücke sind guter Anlass einmal über das Mario’s zu schreiben. Das wir seit Jahren regelmäßige Besucher von Mario’s Trattoria sind, liegt nicht nur am dem sehr herzlichen Service. Mario’s hat bei uns viel Kredit, weil wir dort anfangs wirklich fantastisch gegessen haben. Seit einiger Zeit merken wir aber, dass die Leistung der Küche deutlich nachgelassen hat. Seit mindestens …

Lecker Numa in Bielefeld

Samstag Abend habe ich mir mal in aller Ruhe das Numa in Bielefeld angeguckt und angetestet. Es liegt sehr laufkundschaftsgünstig mitten in der Bielefelder Altstadt. Und allein der großzügige Gastraum macht Spaß. Ein großer Kamin, viele Sofas und kleinere Tische laden auf jeden Fall schonmal zum verweilen ein. Zum großen Raum gehören noch eine gut sortierte Bar und eine offene Küche. Im hinteren Bereich befindet sich tagsüber ein Teppichlager, welches aber am Wochenende und für Abendveranstaltungen zu einem weiteren Gastraum umfunktioniert wird. Dat wirkt wirklich gemütlich, stylisch und groß mit den Wandteppichen. Aber beurteile niemals ein Buch nach dem Cover….also hinsetzen und bestellen. Die Küche im Numa ist im guten Sinne international, mit asiatischem Touch. Aber es gibt auch viel Mediterranes. Alle Nudeln sind übrigens hausgemacht! Wir sind zu zweit und bekommen erstmal einen gemischten Vorspeisenteller: Rote Beete mit einem selbsthergestellten Weichkäse, Tintenfisch-Carpaccio mit Salzkartoffeln, Brot mit Leberpastete, einer kleinen Suppe und dazu gab’s noch einen kleinen Thai-Salat. Die Qualität von Fleisch und Fisch waren sehr gut, außerdem war alles ordentlich gewürzt, ohne aufdringlich zu sein. Ähnlich war es beim …

Pegasos in Bilk

Also, hier sei vorab gesagt, dass ich kein Gourmet-Essen gesucht habe, sondern gutes, handfestes griechisches Essen. Und das kann ich ohne zu übertreiben sagen: Das kriegt man im Pegasos geliefert. Erst war ich geschockt. Der Grieche, der sich im eigenen Internetauftritt als erster Grieche Düsseldorfs bezeichnet, muss mehr als 100 Plätze bedienen, und wirklich leer war es auch nicht. Aber bereits die Fischtheke mache einen guten Eindruck. Frischer Mittelmeerfisch, den man direkt aussuchen kann. Sobald man am Tisch sitzt, gibt es frisches Brot und die typisch Griechische Freundlichkeit. So wird gegen die eigenen Betriebsinteressen empfohlen, zu fünft doch lieber einen Vorspeisenteller für zwei zu bestellen, ansonsten ginge keine Hauptspeise mehr rein. Der Vorspeisenteller ist nichts exotisches, sondern gutes, gegrilltes Gemüse und einige Dips. Viel Knoblauch, ein bisschen Auswahl und lecker. Das Ganze für 16 Euro, Preis ist also in Ordnung Auf der Karte finden sich viele griechische Klassiker und gewohnt viel gegrilltes. Die Fischauswahl ist groß und sieht auch gut aus. An unserem Tisch hieß es dann auch zweimal Mousaka (11,50 €), ein Mal gegrillter Schweinerücken (11,40 …

La Baracca – Italienisch per Touchpad

Mit Vapiano ist den Gründern wohl ein Glücksgriff gelungen: Ganz gutes Essen zu leicht erhöhten Preisen und den Kunden lässt man auch selbst arbeiten – das muss man erstmal schaffen. Eine wahre Goldgrube. Das soll jetzt auch La Baracca werden, die neue Kette von einem der Vapiano-Gründer. Die Idee dahinter: Man wird bedient, ordert sein Essen aber per Touchpad. Natürlich gibt’s wieder italienisch, aber diesmal etwas gehobener. Sowieso ist La Baracca nicht so sehr auf Fast-Food und Hektik ausgelegt wie Vapiano, sondern gleicht mehr einem normalen Restaurant. Die erste Filiale öffnete in München – die zweite vor kurzem in Düsseldorf. Beim Betreten werden unweigerlich Erinnerungen an’s Vapiano wach: Denn auch im La Baracca bekommt man eine Chipkarte, auf der die Speisen und Getränke gebucht werden. Danach hat es sich aber schon etwas mit der Ähnlichkeit, denn die Inneneinrichtung ist wirklich sehr gelungen. Am Eingangsbereich macht sich die lange Weinbar sehr gut, mitten im Raum steht eine kleine verglaste Antipasti-Küche mit tresen für ein paar Plätze. Das Ambiente ist wirklich edel, modern, mediterran und freundlich zugleich. …

dreiRaum Bistro in Oberbilk

Zuletzt habe ich das Meckenstock’s ja ziemlich zerrissen. Auf Facebook haben sich unheimlich viele Leute der Kritik angeschlossen, aber einmal wurde mir  Kleinlichkeit vorgeworfen. Ich nenne es mal lieber Genauigkeit und umso mehr können wir uns doch alle freuen, wenn ein es mal ene runderhum positive Kritik gibt. Denn die kommt nämlich jetzt… An der Oberbilker Allee in der Nähe zur Kruppstraße würde man nicht gerade ein schickes Bistro erwarten, in dem man auch noch bei Sonne gerne draußen sitzt. Außer der zentralen Lage verspricht der Standort keine besondere Attraktivität. Aber beim dreiRaum Bistro ist das anders: Eine sehr schicke Einrichtung, gutes Essen, freundliche Bedienung – ein rundherum liebevoll geführtes Bistro. Ein kurzer Rückblick – Die Schlicktown Vor rund einem halben Jahr sah das noch etwas anders aus. Das dreiRaum Bistro war damals noch die Schlicktown und stand unter anderer Führung. Die Inneneinrichtung war etwas kitschiger, aber trotzdem gemütlich. Auch damals gab es schon leckeres Bier, aber vor allem viel völlig belanglose Convenience-Speisen – die Bedienung war auch gleichzeitig der „Koch“ (zumindest immer Abends, denn Mittags …

Meckenstock’s – Kein Haus der Freude

Manes Meckenstock ist den Rheinländern und geneigten Zimmer Frei – Zuschauern sicherlich ein Begriff. Abseits der Mattscheibe betreibt er eigentlich ein Restaurant mit angegliedertem Theater in Düsseldorf. Auf der Speisekarte stehen vornehmlich regionale Spezialitäten und die lokalen Szene-Magazine  küren das selbsternannte „Haus der Freude“ auch regelmäßig zum Düsseldorfer Aushängeschild – eine Wertung die ich so ganz und gar nicht nachvollziehen kann. Drei Chancen von 2009 bis heute habe ich dem Meckenstock’s gegeben und jede wurde mit Pauken und Trompeten versemmelt. Schade, denn seit dem Umzug und der Neueröffnung 2010 im Volksgarten liegt es in meiner direkten Nachbarschaft und hätte ein Stammlokal werden können. Aber von Beginn an: 1. Versuch: Die Weihnachtsfeier Noch vor dem Umzug feiern wir im alten Meckenstock’s 2009 unsere Weihnachtsfeier mit rund 35 Leuten. Wir sitzen in einem länglichen Raum weiter hinten, in dem auch eine zweite Weihnachtsfeier selber Größe untergebracht ist. Dadurch wird der Raum sehr eng – und viel zu laut, was beide Gesellschaften gleichermaßen nervt. Die Essen kommen in einem Zeitfenster von rund 25 Minuten an den Tisch – …

„Pizzaria“ Step In

Die breite Masse der Düsseldorfer Pizzerien hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, positive Beispiele sind leider die Ausnahme. Wenn ein Pizza-Lieferservice dann schon mit dem groben Rechtschreibfehler „Pizzaria“ groß auf der Speisekarte wirbt, steigert das nicht gerade die Erwartungen. Zumal die Preise auch für einen Lieferdienst eher am unteren Mittel liegen. Eine Website wird leider auch nicht betrieben und als bei der Telefonbestellung der Satz fällt „Ach, da haben sie ja noch die alte Karte – egal, das kriegen wir schon hin“ ist man schon froh, wenn das Bestellte schon nur im Ansatz Ähnlichkeit mit dem Gelieferten hat. Umso größer fällt dann die Überraschung aus, wenn das gelieferte Essen doch zu überzeugen weiß. Der bestellte Salat mit Thunfisch, Schinken und Ei (5,50 Euro) kommt frisch daher, die Zutaten sind in ihrer Kombination ausgewogen. Das gibt es in manchen Restaurants auch schon mal schlechter. Lediglich das Balsamico-Dressing ist mehr eine Art Creme und muss etwas gestreckt werden. Auch die Gnocci mit Putenstreifen, frischem Spinat und frischen Tomaten (6,50 Euro) enttäuschen nicht. Die …