Frikadellen

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Jetzt denkt ihr Euch wahrscheinlich: Was will der Kerl denn? Ein Frikadellen-Rezept?! Aber ich wette, ich schaffe es Euch zu überraschen.

Gute Frikadellen sind was Feines. Und glaubt mir, wenn man ne Party schmeißt dürfen ein paar Dinge nicht fehlen: Kühles Bier, Nachos mit Käsesauce und selbstgemachte Frikadellen. Das “selbstgemacht” schmeckt man auch – diese fertigen Restefleischdinger haben so einen komisch-aggresiven Geschmack, von dem man noch drei Tage später aufstoßen muss. Ihr wisst schon…

Aber zurück zum Thema. Der gute Can hatte seinen Ehrentag und da habe ich mich mal nicht lumpen lassen und drei Kilo Partyfrikadellen zubereitet. Es soll ja keiner Hunger leiden. Als Partyfrikadelle definiere ich übrigens einfach kleine Frikos, nicht so große Wuchtbrummen, die es Mittags an der LKW-Raststätte gibt. Wir wollen ja nicht zu Abendessen, sondern neben der Hopfenkaltschorle mal einen fleischigen Snack zu uns nehmen.

Das Geheimnis guter Frikadellen liegt in den Zutaten, wo auch sonst. Die wichtigste Rolle spielt natürlich das Fleisch, damit steht und fällt die Qualität. Das schön günstige Hack aus dem Discounter verliert Wasser wie Hulle und nach 1 Minute Braten kochen eure Bällchen nur noch, statt zu braten. Achtet also auf die Qualität.Aber auch die übrigen Zutaten sind nicht nur einfache Begleiter, sondern bestimmen Maßgeblich ob unsere Frikadelle nur lecker oder ein echter Klopper wird. Das folgende Rezept stammt im Groben von Jamie Oliver und ist mittlerweile Frikadellen-Contest, Ehefrauen und Party erprobt. Damit kommt ihr immer gut an.

Zutaten

Die folgenden Mengen ergeben vier normale Frikadellen, zur oben genannte Party habe ich die dreifache Menge verballert und statt großer eben viele kleine Frikadellchen geformt.

  • 400g Biohack vom Rind
  • 1 Ei
  • 1 gehäufter Teelöfel Colman’s Mustard
  • 10 Tuc-Cracker
  • Handvoll gehackter frischer Rosmarin
  • 1 Teelöfel geräuchtes Paprikapulver
  • Grobes Meersalz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe

Wer mag, kann auch noch Zwiebeln hinzufügen. Schmeckt nicht schlechter, allerdings etwas gröber. Ich mag es lieber ohne Zwiebeln, weil die Masse dann etwas geschmeidiger, feiner ist und der Geschmack irgendwie kompakter.

Optional:

  • 1 Mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • Ein zusätzliches Eigelb (damit die Masse auch die Zwiebel hält)

Ihr seht schon, bei den Zutaten gehe ich etwas andere Weg – die Finessen im Detail:

  1. Colman’s Mustard rockt richtig, wer diesen Senf nicht kennt, kennt Senf nicht. Richtig schön Gelb, geile Konsistenz und es zieht einem die Schuhe aus. Gibt es in diversen Online-Shops oder beim Brit-/American-Shop eurer Wahl (in Düsseldorf z.B. auf der Corneliusstr.).
  2. Statt ollen Semmelbröseln oder alten Knifften kommen Tuc-Cracker wesentlich besser. Würziger und auch salziger – deshalb reduziert etwas die Salzmenge.
  3. Frischer (!) Rosmarin gibt den Frikadellen den richtigen, würzigen Kick.
  4. Wichtig ist geräuchteres Paprikapulver. Ja, das ist das teure aus der Metalldose. Wenn ihr das nicht habt, nehmt lieber keins. Es muss dieser rauchige Flavor sein, oder nix.
  5. Wer Zwiebeln nimmt, hackt mit der Hand. Maschinen sind zwar toll und gut, aber die ungleichmäßige Größe der Zwiebelstücke macht den Reiz aus. Mal etwas größer, mal feiner.

Die Zutaten - fertig zum Vermengen

Zubereitung

Die Tuc-Cracker mit der Maschine zu feinem Mehl verarbeiten. Danach alle Zutaten in einer großen Schüssel gründlich vermengen und die Frikadellen formen. Mit Klarsichtfolie abgedeckt nochmal 30 – 45 Minuten im Kühlschrank lagern. Dadurch zieht sich die Masse etwas besser zusammen und zerfällt nicht beim Braten.

Lasst den Frikadellen Platz in der Pfanne - ich brate auch ohne Fett

Die Pfanne heitze ich bei Stufe 7 von 9 (Induktion) vor und brate die Frikadellen ohne Fett – mit einer guten Pfanne auch kein Problem. Lasst den Frikadellen dabei Platz zum Atmen, bratet lieber in mehreren Etappen, statt alles mit einem mal in die Pfanne zu quetschen. Die Frikadellen werden es Euch danken.

Eine Pyramide an Partyfrikadellen

Ein Kommentar

  1. Geilomat – coole Sache mit den Tuc-Keksen. Ich habe bisher gerne Haferflocken genommen, aber wahrscheinlich steht da jetzt eine Rezept-Umstellung an ;-) Ich würde sie wohl in einen Gefrierbeutel packen und mit dem Nudelholz zu Mehl verarbeiten. Eigentlich liebe ich ja die Arbeit mit Küchenmaschinen, aber diese Putzerei… Viele Grüße!

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