Alle Artikel in: Fleisch

Cooler Thanksgiving Truthahn

Heute ist es soweit. Thanksgiving! Kein Fest, das man ins alte Europa importieren müsste, aber kulinarisch nicht zwingend uninteressant. Und was gehört auf jeden Fall zu einem gelungenen herbstlichen oder weihnachtlichen Festmahl dazu? Richtig, ein ordentlich zubereiteter Vogel. Knusprig, würzig aus dem Ofen. Einige Menschen, vor Allem der Fleischer meines Vertrauens, dass zu viele Menschen solch einen Vogel gerne mal versemmeln, und das Fleisch anschließend so trocken wie das derzeitige Rheinbett sei! Das galt es also unbedingt zu vermeiden. Also habe ich mich für eine schonende und Geschmack und Saftigkeit erhaltende Gar-Methode entschieden. Der Truthahn sollte also bei niedriger Temperatur lange garen. Das war gar nicht so einfach, schließlich hatte ich bei Thönes in Wachtendonk einen wunderschönen 8,5 Kg Truhtahn in bester Bio-Qualität bekommen. Aber fangen wir erstmal mit der Basisarbeit an. Der Truthahn sollte Zimmertemperatur haben, wenn man ihn in den Ofen schiebt. Also habe ich ihn ca. eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen (In diesem Fall mein Balkon, der aber über Nacht absolut kühl genug war). Vorbereiten sollte man vor Allem die …

Hühnerfilet im Teigmantel

Leider ohne Bilder, dafür probierenswert: Trotz Dioxin-Skandal esse ich gerne Huhn. Dat Ganze muss dann bei mir aber Bio sein, auch wegen der Haltungsbedingungen in konventionellen Betrieben. Dazu aber jetzt nicht so viel. Begeben wir uns lieber ans Huhn: Bevor wir dem Huhn einen Teigmantel verpassen, gibt es die besondere Note. Das Filet wird ordentlich mariniert und mehrere Stunden in der Marinade gelassen. Die Marinade besteht aus Olivenöl, ordentlich Paprikapulver (edelsüß), Pfeffer, Salz, Zitrone, einer Prise Zucker, Knoblauch, Schnittlauch. Das ganze ordentlich vermengen, die Filets darin wenden und für mehrere Stunden in einer Schüssel oder Plastikdose in den Kühlschrank stellen, bis die Marinate auf allen Seiten des dünn geschnittenen Filets eingezogen ist. Nun kommt der Teigmantel: Drei Eier verquirlen, dann so viel Mehl unter ständigem rühren hinzu geben, bis eine leicht teigige Masse entsteht, die allerdings noch recht dünnflüssig bleibt. Jetzt noch ein wenig Olivenöl, Paniermehl, Balsamico, Salz und Pfeffer unterrühren. Die Marinierten Hühnchen in dem Teig wenden, und anschließend in reichlich Öl braten. Lecker. Dazu passen Nudeln mit einer leicht nussig-fruchtigen Soße…die aber nächstes …

Frikadellen

Jetzt denkt ihr Euch wahrscheinlich: Was will der Kerl denn? Ein Frikadellen-Rezept?! Aber ich wette, ich schaffe es Euch zu überraschen. Gute Frikadellen sind was Feines. Und glaubt mir, wenn man ne Party schmeißt dürfen ein paar Dinge nicht fehlen: Kühles Bier, Nachos mit Käsesauce und selbstgemachte Frikadellen. Das „selbstgemacht“ schmeckt man auch – diese fertigen Restefleischdinger haben so einen komisch-aggresiven Geschmack, von dem man noch drei Tage später aufstoßen muss. Ihr wisst schon… Aber zurück zum Thema. Der gute Can hatte seinen Ehrentag und da habe ich mich mal nicht lumpen lassen und drei Kilo Partyfrikadellen zubereitet. Es soll ja keiner Hunger leiden. Als Partyfrikadelle definiere ich übrigens einfach kleine Frikos, nicht so große Wuchtbrummen, die es Mittags an der LKW-Raststätte gibt. Wir wollen ja nicht zu Abendessen, sondern neben der Hopfenkaltschorle mal einen fleischigen Snack zu uns nehmen. Das Geheimnis guter Frikadellen liegt in den Zutaten, wo auch sonst. Die wichtigste Rolle spielt natürlich das Fleisch, damit steht und fällt die Qualität. Das schön günstige Hack aus dem Discounter verliert Wasser wie Hulle …

Mal was klassisches: Königsberger Klopse

Ich dachte mir, ich trau mich mal an Mutters Rezeptbuch. Also durchstöbern und was leckeres raussuchen. Et voilá, da hab ich doch glatt die klassischen Klopse mit heller Soße rausjepickt und losgekocht. Mengenangaben findet Ihr am Ende der Beschreibung. Fangen wir mit den Klopsen selbst an. Hierzu nehmen wir das Hackfleisch, ich nehm ja gern Rind, halb/halb geht aber auch. Das ganze vermischt man gekonnt mit 2 mehr oder weniger alten Semmeln, die man vorher in Wasser aufgeweicht hat. Dazu einfach das Ei, ein wenig Senf, Salz und Pfeffer und schon haben wir unsere Grundmasse. Daraus formt man dann je nach Lust größere oder kleinere Klöpse. Jetzt einfach Salzwasser aufsetzen, oder für ein bisschen mehr Geschmack packt man die Klopse in kochende Brühe. Jetzt einfach durchziehen lassen und sich der Soße zuwenden: Hierfür die Butter im Topf verflüssigen und anschliessend das Mehl dazugeben. Ordentlich mit einem Schneebesen verrühren und nach und nach die Brühe hinzugeben, damit keine klumpen entstehen. Jetzt noch einen Schuss Weißwein hinzu geben, je nach Geschmack. Kapern, ein wenig Kapernsaft, Sahne und …

Carpaccio vom Blockhouse

In diversen Supermarkt Tiefkühltruhen stößt man auf das Fleisch der Steakhouse-Kette Blockhouse. Unter anderem gibt es auch ein Paket mit zwei Portionen Carpaccio, das mit knapp 5 Euro nicht ganz billig ist. Dafür ist man aber vom Blockhouse auch Qualität gewohnt und wird nicht enttäuscht. Das Fleisch ist wirklich gut und auch dünn aufgeschnitten. Einziger Nachteil: Es ist so dünn, dass sich nicht eine Portion einzeln entnehmen lässt, weil beide an der Trennfolie fest gefroren sind. Mit Gewalt kommt man auch nicht weiter, sonst bricht das dünne Fleisch-Eis. Bleibt also wirklich nur, beide Portionen zu verarbeiten – das kriegen wir aber hin, oder? ;) Auch die Auftauzeit von der angegebenen Stunde haut nicht so ganz hin. Zwei Stunden außerhalb des Kühlschranks sollten es schon mindestens sein. Danach hat man aber wirklich wunderbares Fleisch, dass man aber nochmal anständig auf dem Teller drapieren sollte. Bei der weiteren Zubereitung steht für mich definitiv das Fleisch im Vordergrund – es hat die nötige Qualität und war auch entsprechend teuer. Wieso also den Geschmack überdecken? Was man damit macht, …

Putenstreifen auf Rotwein-Tomatensoße

Hier eine recht schnelle aber köstliche Mahlzeit. Ich wollte was leckeres mit Reis zaubern und habe mal Kühlschrank und Vorratsraum durchstöbert.  Da habe ich ein paar Sachen gefunden, mit denen man was gutes zaubern kann. Hier das Ergebnis zum nachkochen: Erstmal eine ordentliche Portion Putenbrust in Streifen schneiden und marinieren (Soja-Soße, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Senf). Wärend das ganze jetzt schön einzieht, einfach Pilze, Möhren und Gurke in Streifen bzw. Stücke schneiden. Jetzt sollten auch ein paar Tomaten in kleine Stücke geschnitten werden. Jetzt geht es an den Herd. In einer Pfanne die Tomaten mit eigenem Saft und einem Schuss Olivenöl braten. Jetzt saften die Tomaten ordentlich und köcheln vor sich hin, also packt man ordentlich Zucker, Salz und Pfeffer dran gibt etwas Senf dazu und lässt es weiter, auf niedriger Stufe, vor sich hin reduzieren. in der zweiten Pfanne braten wir nun die Putenbrust zusammen mit ein wenig Tomatenmark an. Hierzu sollte die ganze Marinade mit in die Pfanne. wenn die Marinade quasi weg gebraten ist und das Fleisch so eben gar, einfach das Gemüse …

Lammkeule mit Paprika und Orangen

Wenn Familienbesuch ansteht, darf es ja schon mal was sein. Was leckeres. Wie zum Beispiel eine Lammkeule, die nicht ganz so viel Arbeit macht. Der wichtigste Part beginnt aber schon beim Einkauf: Die Auswahl der richtigen Lammkeule. Lamm ist nicht gleich Lamm. Schlechte Qualität riecht und schmeckt man, das ist der penetrante lammige Geschmack. Bah. Lamm ist das Fleisch der Extreme: Entweder richtig lecker oder verdammt ekelhaft. Deshalb gilt: Keine halben Sache. Bei Lammfleich wird nicht gespart. Top Qualität kaufen oder gar nix. Aus Profikreisen wurde mir zudem angetragen, dass Neuseeländisches am Besten sein soll, von irischem sollte man die Finger lassen. Was wir brauchen ist also eine Keule, das geht auch preislich. Entscheidender ist vielmehr die Größe. Ich habe eine Keule von knappen 2 Kilo gehabt, wovon ich bestimmt nochmal 300-400g Fett und Sehnen entfernt habe. Das hat dann zwar für 4 Personen dicke gereicht, trotzdem waren manche Scheiben nicht so schön. Besser ist da schon eine größere Keule, sonst ist das Fleisch zu durchsetzt. Aus dem Rest kann man ja nachher Ragout machen …

Asiatisches Rinderfilet aus dem Wok

Besser nie als spät – Nutri Culinary sucht schon seit einiger Zeit nach den schnellsten Rezepten der Kochblogger-Welt und da hab ich doch auch noch was im Köcher. Natürlich, standardmäßig käme Pasta auf den Tisch – aber das ist irgendwie zu einfach und es sind schon zu viele schnelle Pastarezepte eingereicht. Also machen wir doch was mit kleinen Nudeln – Reis. Das Rezept stammt im Original aus dem dem gerade erst ergatterten Buch von Gordon Ramsay, allerdings habe ich einige Veränderungen vorgenommen da mir das Gericht weder soßig genug war, noch ich alle Zutaten dafür hatte. Den setzen wir auch als erstes direkt an. Ich habe einen Jasmin-Reis aus dem Chinaladen entdeckt, der schön aufgeht und wunderbar aromatisch schmeckt. Dabei verfahre ich nach der Tassen-Methode: Eine Tasse Reis auf zwei Tassen Wasser. Zum Schluss gebe ich noch immer eine Tasse für den Topf als Bonus dazu und bin damit immer gut gefahren. Etwas Salz und dann auf mittlerer Stufe bei geschlossenem Deckel köcheln. Bei besagtem Reis reichen auch übrigens locker zwei Tassen für drei bis …

Woknudeln mit Hühnchen

Das folgende würde ich so nicht nochmal kochen. Es war zwar nicht vermurkst, aber auch nicht etwas, was einem im Gedächtnis haften bleibt. Grund dafür, sind die sogenannten Woknudeln, die ich bei Real entdeckt habe. Brauchen angeblich nur 3-4 Minuten im Wok (pro 100g Nudeln 100ml Flüssigkeit) und können zum Gemüse gegeben werden. Nachdem ich also das Hühnchen in mundgerechte Stücke zerteilt, mit etwas Sojasoße, Sesamkörnern und Curcuma gewürzt, danach etwas mehliert und im Wok angebraten habe , ging das tote Tier bei 70 Grad in den Ofen zum Warmhalten. Im Wok habe ich erst Ingwer, danach allerlei Gemüse (dünne Möhrenscheiben, Paprika, Zwiebeln) etwas in Sojasoße weich geschmort. Danach kurz die Champions hinzugegeben und dann auch schon die Woknudeln mit der benötigten Flüssigkeit. Nun zum Problem: Die Woknudeln brauchen weit mehr Flüssigkeit als angegeben und es gestaltete sich als gar nicht so einfach, genügend Wasser hinzuzugeben, aber eben nicht so viel, dass es eine einzige Wasserpampe wird. Die werten Teiggenossen brauchten dann auch keine 4 Minuten, sondern gerne 9 Minuten. Und am Ende war alles …