Alle Artikel in: Rezepte

Cooler Thanksgiving Truthahn

Heute ist es soweit. Thanksgiving! Kein Fest, das man ins alte Europa importieren müsste, aber kulinarisch nicht zwingend uninteressant. Und was gehört auf jeden Fall zu einem gelungenen herbstlichen oder weihnachtlichen Festmahl dazu? Richtig, ein ordentlich zubereiteter Vogel. Knusprig, würzig aus dem Ofen. Einige Menschen, vor Allem der Fleischer meines Vertrauens, dass zu viele Menschen solch einen Vogel gerne mal versemmeln, und das Fleisch anschließend so trocken wie das derzeitige Rheinbett sei! Das galt es also unbedingt zu vermeiden. Also habe ich mich für eine schonende und Geschmack und Saftigkeit erhaltende Gar-Methode entschieden. Der Truthahn sollte also bei niedriger Temperatur lange garen. Das war gar nicht so einfach, schließlich hatte ich bei Thönes in Wachtendonk einen wunderschönen 8,5 Kg Truhtahn in bester Bio-Qualität bekommen. Aber fangen wir erstmal mit der Basisarbeit an. Der Truthahn sollte Zimmertemperatur haben, wenn man ihn in den Ofen schiebt. Also habe ich ihn ca. eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen (In diesem Fall mein Balkon, der aber über Nacht absolut kühl genug war). Vorbereiten sollte man vor Allem die …

Canolitos Herbstgratin

Ende November beginnt in den USA immer die Saison der großen Völlereien. Man sagt, Thanksgiving bereite den Magen für das große Fressen zu Weihnachten. Neben dem Truthahn gehören auch Süßkartoffeln und Cranberries zum Standard Repertoir! Klassisch gibt es einen Süßkartoffelauflauf oder Süßkartoffelbrei. Ich habe das Ganze ein wenig varriiert und hier ist mein Süßkartoffelgratin: Zuerst werden ungefähr 5-6 Süßkartoffeln geschält und in ca. 2-4 mm dicke Scheiben geschnitten. Das ist bei Süßkartoffeln gar nicht so einfach. Die Dinger sind ziemlich hartnäckig. Wenn das erledigt ist, einfach 200 ml Sahne, 500 ml Joghurt, 150 ml Milch, zwei gezupfte Zweige Thymian, eine ordentliche Handvoll Petersilie (gehackt natürlich), ein paar Prisen Salz und Pfeffer und ein wenig Abrieb von der Muskatnuss verquirlen. So, die Süßkartoffel-Schnibbel kommen jetzt in eine gefettete Form, wenn man Zeit hat, kann man die Kartoffeln ordentlich hintereinander anordnen, muss aber nicht sein. So kompliziert ist es nicht, denn jetzt wird einfach Käse über das Ganze gerieben, bis die Süßkartoffeln bedeckt sind, dann kommt das Sahne-Joghurt-Gemisch drüber. Danach einfach das Gratin in den auf 220° …

Süße Sommerknödel

Wenn dieses Wetter nicht mal kräftig rockt?! Passend dazu hab ich mal eine kleine Leckerei zusammengetragen: Pflaumenknödel! Also, ran an den Speck, respektive die Kartoffeln! Denn als Hauptzutat brauchen wir ein gutes Kilo geschälte, mehligkochende Kartoffeln. Diese würfeln und in einen Topf mit Salzwasser geben (Energiespartipp: Man braucht überhaupt nicht viel Wasser um Kartoffeln zu garen. Sie müssen nicht einmal ganz im Wasser stehen. Aber Achtung: zu wenig Wasser lässt die Kartoffeln irgendwann anbacken!). Wenn die Kartoffeln gekocht sind, werden sie ordentlich klein gestampft und mit einem großen Ei vermengt. Das Ganze klebt jetzt ordentlich und muss etwas fester werden. Also so viel Mehl dazu geben (es kann auch Kartoffelmehl in das Weizenmehl gemischt werden, allerdings haben die Kartoffeln meist schon ausreichend Stärke um ordentlich zusammenzuhalten) bis der Teig eine festere Konsistenz hat, aber dennoch leicht zu formen ist und nicht auseinander fällt. Noch ein kleiner Hinweis: Wenn nach dem Hinzugeben des Eis der Teig noch zu bröckelig ist, kann noch ein kleines Ei hinzugegeben werden. Aber Vorsicht, wenn man zu viel Mehl dazugeben muss, um …

Pizzateig: 1 Grundrezept, 3 Variationen

Immer wenn ich etwas über Pizzateig schreibe, entwickeln sich hier rege Diskussionen. Find‘ ich gut. Denn ich habe dadurch viel gelernt und bewege mich Teigtechnisch mittlerweile auf einem ganz anderen Level als zu Beginn. Da habe ich mich nämlich selbst als Teig-Analphabeten gesehen und immer einen großen Bogen um die eigene Herstellung eines Teiges gemacht. Zum Glück ist das mittlerweile ganz anders und ihr habt dazu beigetragen. Vielen Dank :) Bei meinem schnellen Pizzateig hat Thally empört kommentiert und in seinem Blog einen sehr ausführlichen Weg beschrieben, wie ein wirklich sehr guter Pizzateig gelingt – absolut empfehlenswert! Ich bewundere ja generell, wie Thally sich sehr ausführlich mit einem Thema beschäftigt, Hintergründe und Fakten erforscht und zusammenträgt. An dieser Stelle also auch noch einmal eine Leseempfehlung dieses wunderbaren Blogs „Kochen mit Liebe“, auch wenn Thally ihn mittlerweile an einen Nachfolger übergeben hat. Die Varianten Das Grundrezept und das Vorgehen stammen also von Thally, ich habe letztendlich nur noch etwas im Netz gestöbert und zwei Abwandlungen entwickelt, die ich Euch hier vorstelle. Der große Unterschied ist dabei …

Leichter Garnelen-Sommersalat

Auf die Schnelle hier ein kleiner, unkomplizierter Salat für zwischendurch. Für den Salat einfach einen Kopfsalat waschen, zerkleinern und ab in die Schüssel. Dann noch Gurken und Paprika hinterher, oder was man noch so im Kühlschrank hat. Alles keine Schwierigkeit, hat ja jeder schon das ein oder andere Mal gemacht.  Der Clou sind das Dressing und die Garnelen. Also für das Dressing: Einen ordentlichen Schuss Himbeeressig, für die spritzig-fruchtige Note, in einen Messbecher füllen. Dann zwei Teelöffel süßen Senf hinterher. Dazu eine gute Handvoll Petersilie und das Grün von einer großen Frühlingszwiebel kleingehackt oben drauf. Dazu kommen jetzt noch zwei, drei verschiedene Öle. Ich habe bei meinem Salat ordentlich Oliven-, etwas Kürbiskern- und einen dicken Schuss natives Rapsöl verwendet. Lecker ist dann noch ein Schuss feinster Balsamico und als i-Tüpfelchen jetzt noch einen großzügigen Teelöffel Honig hinterher. Der Zucker im Honig tut der Säure gut. Das Ganze nun mit einem Zauberstab richtig kleinkriegen….et voila! Die Garnelen sind kein Zauberstück schmecken aber wunderbar zu dem Dressing. Also die ganzen, ungeschälten Garnelen abtrocknen und ordentlich Butter in …

Die 30-Sekunden Tortilla-Pizza

Eva betreibt einen wunderbaren Blog, der Name ist quasi Programm: Hurra! Besonders die Videos ♥ In der letzten Ausgabe „Geschmacksgeschichten“ (Video unten eingebunden) besucht sie unter anderem Stevan Paul in der Effilee-Redaktion. Dort erdenkt er sich Tag für Tag neue Rezepte, diesmal: Die Tortilla-Pizza. Das Rezept ist sehr simpel: Tortilla-Fladen mit irgendwas bestreichen, irgendwas drauflegen und für bei voller Lotte für 2-4 Minuten in den Backofen. Fertig ist die Express-Pizza. Als Pizza-Liebhaber und permanenter Teigkneter muss ich das natürlich probieren (so nebenbei: ein Pizzateigrezept steht noch aus, kommt bald!). Bei mir ist weniger mehr und ich konzentriere mich auf die Güte der Zutaten. Nur weil ein Gericht schnell zuzubereiten ist, muss es ja nicht unlecker sein. Als soßige Grundlage nehme ich deshalb einen fettarmen Hüttenkäse, den ich mit etwas grob gemahlenen Meersalz, frischen Piffkes (Schnittlauch, für die Nicht-Niederrheiner) und bestem Olivenöl vermische. Als Belag wähle ich rote Zwiebeln, (natürlich!) Kapern und etwas ganz feines: „I Giacomini“ – In Prosecco und Marsala mariniertes und geräuchertes Schweinefilet von Salumi de Stefani. Da konnte ich bei meinem letzten Lettini-Abstecher einfach …

Erdbeer-Gurken-Salat mit Basilikum

Moin ihr Eierhasen, hoffe ihr habt Ostern alle gut entspannt. Bei uns war einen Tag die Familie zu Gast und ich deshalb im Backwahn – Rezepte folgen. Das eigentliche Oster-Highlight waren aber weder Hase, noch Kuchen – sondern dieser Erdbeer-Gurken-Salat. Da ich ja eher weniger der Süße bin, hatte ich ihn eigentlich für mich als Kuchen-Ersatz eingeplant. Hat aber alle vom Hocker gehauen und ich habe diverse Rezeptanfragen, denen ich hiermit nachkomme. An das eigentliche Originalrezept bin ich über Zorra gekommen, aber auch bei mir gab es einige zutatentechnische Abweichungen. Erdbeeren Selbe Menge Gurke Frisches Basilikum Weiße Balsamico-Creme Limetten-Olivenöl Honig Gemahlener Pfeffer Die Zubereitung ist denkbar einfach: Erdbeeren und Gurken zu in etwa gleichen Teilen in mundgerechte Stücke schneiden. Ich habe die Gurke vorher geschält, muss aber nicht. Eine große handvoll gehacktes Basilikum mischen wir unter. Das Dressing besteht aus (alles nach Gefühl gemacht, deshalb keine genauen Angaben) einem Teil weißer Balsamico-Creme, zwei Teilen Limetten-Olivenöl, einem Schuss Honig, einer Prise Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Noch kurz zum Öl: Ich nehme hier das Citrus-Olivenöl von …

Hühnerfilet im Teigmantel

Leider ohne Bilder, dafür probierenswert: Trotz Dioxin-Skandal esse ich gerne Huhn. Dat Ganze muss dann bei mir aber Bio sein, auch wegen der Haltungsbedingungen in konventionellen Betrieben. Dazu aber jetzt nicht so viel. Begeben wir uns lieber ans Huhn: Bevor wir dem Huhn einen Teigmantel verpassen, gibt es die besondere Note. Das Filet wird ordentlich mariniert und mehrere Stunden in der Marinade gelassen. Die Marinade besteht aus Olivenöl, ordentlich Paprikapulver (edelsüß), Pfeffer, Salz, Zitrone, einer Prise Zucker, Knoblauch, Schnittlauch. Das ganze ordentlich vermengen, die Filets darin wenden und für mehrere Stunden in einer Schüssel oder Plastikdose in den Kühlschrank stellen, bis die Marinate auf allen Seiten des dünn geschnittenen Filets eingezogen ist. Nun kommt der Teigmantel: Drei Eier verquirlen, dann so viel Mehl unter ständigem rühren hinzu geben, bis eine leicht teigige Masse entsteht, die allerdings noch recht dünnflüssig bleibt. Jetzt noch ein wenig Olivenöl, Paniermehl, Balsamico, Salz und Pfeffer unterrühren. Die Marinierten Hühnchen in dem Teig wenden, und anschließend in reichlich Öl braten. Lecker. Dazu passen Nudeln mit einer leicht nussig-fruchtigen Soße…die aber nächstes …

Frikadellen

Jetzt denkt ihr Euch wahrscheinlich: Was will der Kerl denn? Ein Frikadellen-Rezept?! Aber ich wette, ich schaffe es Euch zu überraschen. Gute Frikadellen sind was Feines. Und glaubt mir, wenn man ne Party schmeißt dürfen ein paar Dinge nicht fehlen: Kühles Bier, Nachos mit Käsesauce und selbstgemachte Frikadellen. Das „selbstgemacht“ schmeckt man auch – diese fertigen Restefleischdinger haben so einen komisch-aggresiven Geschmack, von dem man noch drei Tage später aufstoßen muss. Ihr wisst schon… Aber zurück zum Thema. Der gute Can hatte seinen Ehrentag und da habe ich mich mal nicht lumpen lassen und drei Kilo Partyfrikadellen zubereitet. Es soll ja keiner Hunger leiden. Als Partyfrikadelle definiere ich übrigens einfach kleine Frikos, nicht so große Wuchtbrummen, die es Mittags an der LKW-Raststätte gibt. Wir wollen ja nicht zu Abendessen, sondern neben der Hopfenkaltschorle mal einen fleischigen Snack zu uns nehmen. Das Geheimnis guter Frikadellen liegt in den Zutaten, wo auch sonst. Die wichtigste Rolle spielt natürlich das Fleisch, damit steht und fällt die Qualität. Das schön günstige Hack aus dem Discounter verliert Wasser wie Hulle …

Kürbis-Ingwer-Orangen Suppe

Der Herbst ist da, also heißt es: Kürbis kochen bis der Arzt komt. Einige mögen’s, andere nicht. Hier nun ein Rezept für eine kleine aber feine Kürbis Suppe mit einem Hauch Ingwer und Orange. Das ganze ist nicht kompliziert aber lecker. Das Rezept habe ich von dem Bruder meiner Freundin, werdender Koch im Noodles in Bielefeld, also der Dank geht an Malte. Also los gehts: Zwei mittelgroße Zwiebeln fein würfeln, und wenn wir schon dabei sind würfeln wir auch schonmal einen Hokkaido-Kürbis. Kerne und Innereien wegpacken, oberen und unteren Strunk abschneiden und ansonsten komplett verwenden. Das ist das schöne am Hokkaido Kürbis: Man kann alles essen. Jetzt gehts ab in nen großen Topf. Zwiebeln in ordentlich Öl anschwitzen, wirklich nur kurz, sonst werden die Zwiebeln schwarz. Jetzt die etwa Pflaumen-großen Würfel des Kürbis dazu geben. Etwas anbraten und schließlich mit nem ordentlichen Schuss Grand Marnier (ca. 5-6 EL) ablöschen. Den Grand Marnier lassen wir ein wenig einkochen. Jetzt Wasser hinterher (Die Kürbismasse muss nicht komplett abgedeckt sein). Nun folgt die einfachste Kiste. Das ganze muss …