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Rustikale Bolognese

Zu jedem Gericht gibt es eine Geschichte, die man irgendwo aufgeschnappt hat. Mein weiß nicht ob es stimmt, hört sich zumeist aber plausibel oder sogar witzig an und eine gute Geschichte zum Essen kann auch nicht schaden. So sollen z.B. Maultaschen im Ländle ja „Herrgotts Bescheisserle“ genannt werden, weil man in der Fastenzeit unbemerkt Fleisch genießen konnte. Ich liebe ja Pasta. Sie ist so vielseitig und ich könnte tagelang verschiedene Nudelgerichte essen, ohne dass mir langweilig beim Essen würde. Deshalb ist auch meine Lieblingsgeschichte die der klassischen Bolognese. Bolognese war ursprünglich ein Gericht der armen Leute und wurde auch dementsprechend zubereitet – mit einfachen Zutaten. Hackfleisch, dass durch sterile Fleischwölfe gedreht wird gibt es auch noch nicht solange wie die ursprüngliche Bolognese. Das Original wurde also ohne Hackfleisch hergestellt, stattdessen hat man einfach übrig gebliebene Fleischstücke, die man nicht gut verarbeiten konnte, in einen großen Topf geschmissen und solange gekocht, bis das Fleisch zart war und vom Knochen abgefallen ist. Mehr also eine Art Ragout. Das Rezept Grundlage ist immer eine kräftige Tomatensoße. Zwiebeln (2), …