Restaurants in Düsseldorf
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Schießt man besser auf den Mond: Spaceburger

Spaceburger: Über Jahre der einzige Herausforderer großer Fast-Food-Ketten, lange bevor die neuen Hipster-Burgeretten Düsseldorf überschwemmten. Man kann also positiv formulieren: Hier hat man schon vor Jahren den Trend erkannt. Das einzige Problem: Man hat es nie geschafft, ihn auch wirklich umzusetzen.

Da wird der Wookie in der Pfanne verrückt

Ich weiß gar nicht, seit wann es den Laden in der Altstadt gibt. Wenn man sich den Zustand des Interieurs anschaut, ungefähr seit 1750. Also lange vor dem Auslaufen der USS Enterprise NCC-1701. Eine groteske Mischung aus China-Restaurant, Eckkneipe und 70er Jahre (das Restaurant, nicht das Raumschiff). Ein goldgerahmter Chewbacca soll wahrscheinlich vom hohen Abnutzungsgrad ablenken, so richtig will das aber nicht gelingen.

Ich weiß nicht, ob sich hier irgendjemand Gedanken um die Einrichtung gemacht hat, wirklich Gedanken über einen guten Burger auf jeden Fall nicht – der Blick auf den Speisefaltplan beweist es (optional auch als Bildband in Roboter-der-Sterne-Optik erhältlich). Rund 30 oder gar 40 verschiedene Variationen – hauptsächlich Rind, einige Veggie und auch Geflügel – finden da ihren Platz. Im Grunde basiert alles auf dem Hamburger oder Cheeseburger und wird dann mit irgendeiner Kombination angereichert. Bacon und Spiegelei zum Beispiel. Oder Avocado und Gorgonzola (Veggie-Variante). Dazu gibt’s Beilagensalate, Pommes und Kartoffelecken.

Schpaceburger – der Planet auf dem es Ketschup gibt

Und auch hausgemachte Soßen gibt es. Glaube ich. Denn der Hinweis besagt, dass alles außer Ketschup (jaja ich weiß – alternative Schreibweise laut Duden. Aber bitte: Ketschup?! Wer schreibt das denn bitte?), BBQ und (ich glaube) Mayo, selbstgemacht ist. Also irgendwie nichts. So richtig war es mir auf jeden Fall nicht möglich herauszufinden, was denn nun im Haus hergestellt wurde.

Aber das ist auch ein bisschen egal. Wenn man erstmal die Tiefkühl-Fritten oder gar die TK-Wedges vor sich liegen hat, wünscht man sich sowieso, man wäre auf Alderaan gewesen, als der Todesstern den Planeten pulverisiert hat.

Noch schlimmer sind aber die Burger. Wirklich. Die Patties sind laut Karte selbstgemacht (und bestehen sogar zu 93% aus Fleisch). Genießbar ist das trotzdem nicht wirklich. Ich vermute stark, dass hier irgendeine Pattie-Form verwendet wird, so exakt rund wie die Teile sind. Und dann drückt man auch schön feste zu, denn nur ein absolut kompakter Pattie wird später auch super trocken, wenn man ihn totbrät. Und der Rest? Das kriegt man alles im Supermarkt – einschließlich der Fertig-Buns (No Go für ein Burger-Restaurant – in einer Trattoria serviert auch keiner Miracoli). Das muss man alles nicht haben.

Fazit: Da zuckt selbst ein Vulkanier

Ich bin wirklich froh, dass wir mit 8 Personen vor Ort waren und wir auch wirklich alle der gleichen Meinung waren. Sonst hätte ich wahrscheinlich selbst an mir gezweifelt, denn mir ist wirklich ein Rätsel, warum Leute diesen Laden besuchen. Selbst ein Vulkanier würde bei einem Bissen von diesen Burgern das Gesicht verziehen, denn es gibt wirklich keinen Grund eine Filiale von Spaceburger zu besuchen. Geht in einen Supermarkt, kauft Euch Fertig-Brötchen, Tiefkühl-Pommes, ne Tube Heinz, ein Glas Gurken und nehmt das Bio-hack mit. In 95% der Fälle wird das besser schmecken, als das was ihr hier bekommen würdet.

Kategorie: Restaurants in Düsseldorf

von

Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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