Pasta
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Simple Lasagne

Ich habe ja schon kund getan, dass ich Pasta liebe. Dazu gehört aber eigentlich nicht Lasagne, habe ich auswärts noch nie bestellt und koche sie auch eher selten.

Zuletzt habe ich eine Variante von Jamie Oliver abgewandelt probiert – und war schwer angetan. Das Grundrezept stammt ursprünglich aus „Jamies Kochschule„, ein Buch dass – wie ich finde – völlig falsch eingeschätzt wird. Zwar richtet es sich an Kochmuffeln und Anfänger, es ist aber innerhalb kürzester Zeit zu meinem Lieblingskochbuch avanciert. Die Rezepte sind vor allem eins: Simpel. Kein Schnick, tagelanges Suchen der Zutaten und vor allem eine Reduktion aufs Wesentliche. Kein unnötiger Pimp. Da ich sowieso zu der Spezies gehöre, die sich ein Rezept einmal durchliest und danach nach eigenem Gusto kocht, sehe ich dass auch alles als nicht zu tragisch an.

Grundlage in dem Rezept ist wieder mal eine gute Tomatensoße, im Grunde wie im Rezept zur klassischen Bolognese. Diesmal aber tatsächlich mit Hackfleisch (Bio-Qualität, wenn man schon Hack nimmt). Direkt nachdem die Zwiebeln glasig und der Knoblauch kurz angebraten ist, gebe ich das Hack hinzu. Die scheinbar britische Variante, die Jamie oft verwendet, dass Hackfleisch in die fertige Soße zu packen und dann gar kocheln zu lassen, ist überhaupt nicht mein Fall. Dadurch zerfließt das Fleisch geradezu und es gibt eine ganz eklige Konsistenz.

Hat man die Tomatensoße fertig, ist die halbe Miete geschafft. Bechamel-Soße muss man nämlich nicht anrühren, stattdessen wird Creme Fraiche genommen. Ich salze und pfeffere die Creme Fraiche (500g), mische etwas Joghurt und den Abrieb einer Zitrone unter – das macht alles etwas frischer. Danach wird geschichtet: Bolognese – Pasta – Creme Fraiche – Bolognese – Pasta – Creme Fraiche – Bolognese – Pasta – Creme Fraiche. Zum Schluss noch Tomatenscheiben, Basilkumblätter und Parmesan auflegen. Wer es käsig mag, nimmt noch etwas Mozarella – aber vorsichtig: Nicht zu viel, und schön zerpflücken. Sonst gibt’s nachher Mozarella-Pfützen und das braucht keiner. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Alufolie bedeckt 20 Minuten in den Ofen (Ober-Unterhitze bei 180 Grad). Danach die Folie abnehmen und ca. 30 Minuten nochmal backen, bis es eine schöne braune Kruste gibt.

Kategorie: Pasta

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

1 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Klingt seeeehr lecker!
    Obwohl ich mich strikt weigere Hackfleisch zu essen, werd ich das wohl mal probieren und hier mal dem Prinzip untreu sein :)

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