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Streetfood Festival Düsseldorf

Streetfood ist ja so ein bisschen das Jay-Z der Foodgenres: Schnell aber doch harmonisch, qualitativ hochwertig und hat man eine Platte, will man alle anderen auch… Am Wochenende fand nun das Streetfood Festival in den Boui Boui Hallen zu Düsseldorf statt. Wer sich von der 100m langen Schlange nicht abschrecken hat lassen (es ging dann doch überraschend schnell) wurde auf jeden Fall belohnt.

Volles Haus im Boui Boui Bilk

Auf Facebook hatten über 5.000 Peepz und Heads ihr Kommen angesagt. Aber wer traut schon Facebook? In diesem Fall wäre es wohl mal besser gewesen, denn das Boui Boui platzte wirklich aus allen Nähten – wie die meisten Besucher am Abend.

In den meisten Vorratsschränken der Stände herrschte dagegen schon vor dem offiziellen Schluss um 22:00 Uhr gähnende Leere. Einige hatten wohl nicht mit dem Andrang gerechnet oder waren schlicht und einfach zu gut…

Ist Streetfood eigentlich Fastfood?

Jup. Ist das schlimm? Nope. Man darf nur nicht den Fehler begehen, Fastfood mit Junkfood zu verwechseln. Das was auf dem Streetfood Festival angeboten wurde war kein McDonalds-Crap oder dergleichen. In der Zubereitung ist Streetfood oft dem Slowfood näher als dem Fastfood. Wenn ein Steak 24 Stunden in Cidre mariniert wird, danach 12 Stunden behutsam gegart und ganz zum schloss kross angegrillt wird ist das für den Kunden ganz fast, in der Vorbereitung aber sehr slow. Der 1stündigen Schlange an dem Stand auf jeden Fall nach: Ziemlich lecker.

Highlight: Ramenburger von Fräulein Kimchi

Ramen-Burger, Vegan-Döner, Gemüse-Ragout und frittierte Piroggi

Kulinarisch war fast alles vertreten, was man sich so wünscht: Asiatisch, Afrikanisch, Italienisch, Indisch, Türkisch, Burger, Fleisch, Vegan, Vegetarisch, regional, bio, herzhaft, süß… Das einzige Problem: Man kann wirklich nicht so viel Essen, wie man gerne wollte. Viel zu viel geiler Scheiss! Dabei absolut abwechslungsreich und vielfältig. Ich hab mich immerhin redlich bemüht und an gut 12 Ständen mal probiert – ohne hungrige Mitesser ist man bei so einer Mission aber völlig auf verlorenem Posten.

Heimspiel für den MagicGardenSupperClub

Die Highlights:

  • Der Ramenburger von Fräulein Kimchi. Verdammte Axt, war der geil! Buns aus frittierten Nudeln, das Fleisch slowcooked, dazu würziges Kimchi. Einziges Problem: Kommt aus Berlin. Bitte pronto Filiale in Düsseldorf eröffnen!
  • Heimspiel für den MagicGardenSupperClub. Geile Komposition, regional und vegetarisch. Immer wieder ein Genuss und ein Beweis: Vegetarisch geht richtig aufregend.
  • Apropos vegetarisch: Auch als Nicht-Vegetarier finde ich den Trend zu mehr fleischlosem Essen absolut begrüßenswert. Und davon gab es hier eine ganze Menge – tiptop!
  • Und wenn es mal Fleisch gab: Top Qualität. Bio. So soll es sein. Wenn man Fleisch isst, dann bitte vernünftiges.

Das war nicht so pralle:

  • Bisschen lange Schlange am Eingang –  aber hey: Hat man auch in 20 Minuten hinter sich gelassen und wurde absolut belohnt.
  • Double-Pech: Erst stehen wir 30 Minuten beim Cidre-Steak an, sind nur noch knapp 1,5 Meter vom Hochgenuss entfernt: Ausverkauft! Und das um halb Acht. Gut, ab zum Frittierte-Oreos-Stand. Wieder Schlange bis nach Meppen. Nur noch 2 Meter. Ratet: Ausverkauft! Genau wie schon um 18 Uhr das Pulled Pork Sandwich und etwas später der MagicGardenSupperClub. Machste nix, beweist aber: Während McDonalds Umsatzrückgang hat, kommt man hier nicht mit dem Essen hinterher. Absolut starke Entwicklung, deshalb immer wieder.

Was bleibt? Ne volle Wampe, viele starke Eindrücke und der Wunsch: Hoffentlich bald wieder. Besten Dank, over&out.

Kategorie: Events

von

Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

2 Kommentare

  1. Ich finde das Aufkommen dieses Foodtrucks ja wirklich klasse. Ich hoffe, dieser Trend etabliert sich und setzt sich durch. Wäre ein echter Gewinn für die deutsche Essenskultur.

  2. Tolle Bilder, habe das Fest in Düsseldorf leider verpasst und hoffe, das bald das nächste Folgt. Auch bei den regelmäßigen Nacht-Trödelmärkten im Boui Boui gibt es einige Foodtrucks, von denen ich schon begeistert war!

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