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Was in Fast-Food-Küchen so passiert…

Was sich in der Küche der Fast-Food-Pizza-Kette „Dominos“ in Amerika abgespielt hat ist echt ekelhaft. Das Ganze ist zwar schon aus dem April, macht es aber nicht wirklich besser. Zwei Mitarbeiter haben sich gegenseitig gefilmt, mit welchen speziellen Zutaten und Techniken man die Pizzen „verfeinert“:

Klar, die Angestellten haben bewusst gehandelt und sich einen Spaß daraus gemacht, das Essen zu verseuchen. Aber  immer wieder liest und hört man auch hier von hygienischen Katastrophen. Man darf nicht alle Fast-Food-Filialen, Imbisse (und auch Restaurants) über einen Kamm scheren und sollte auch bloß nicht die angeblichen „Doku-Soaps“ im TV für sonderlich repräsentativ halten.

Trotzdem: Ich habe den (subjektiven) Eindruck, dass mit der Einhaltung von Hygiene-Standards viel zu sorglos umgegangen wird (nicht nur von der Betreiber-Seite, auch von den Kunden). Das fängt bei so simplen Dingen wie Händewaschen an und hört bei der Lagerung und dem Einkauf von Lebensmitteln auf. Grund ist meines Erachtens oft ein gnadenloser Preiskampf: Hygiene kostet Geld. Sowohl direkt (funktionierende Kühlgeräte, etc.) als auch indirekt (Personalkosten für Reinigung, Weiterverwendung vergammelter Lebensmittel). Wenn man sich die Preise mancher Produkte vor Augen hält (am Worringer Platz gab es mal den billigsten Döner für 79 Cent!) muss und sollte man sich zwangsläufig fragen, wie solche Preise zu stande kommen können – das geht nicht nur über billigste Zutaten, sondern auch über mangelnde Hygiene.

Natürlich, billig ist nicht automatisch gleich unsauber und teuer gleich hygienisch einwandfrei. Aber ich wähne dahinter eine gewisse Korrelation. Aber alles fabulieren hilft da nichts, solange es in NRW keine vergleichbare Hygiene-Kennzeichnung wie in Berlin gibt. Das einzige was hilft, ist sich aufmerksam in dem Laden umzuschauen: Wie werden die Lebensmittel gelagert (sofern man das sehen kann)? Wie sauber ist der Gesamteindruck – klebt der Boden,  Spinnweben in den Ecken, tote fliegen auf der Fensterbank? Und wie sauber ist das Personal (Handschuhe,  Kochmütze, etc.)?

Nicht zuletzt sollte man Mängel öffentlich machen – Bewertungsportale wie Qype & Co. sind dafür ideal und helfen vielleicht anderen möglichen Besuchern und setzen die Betreiber einen gewissen Druck aus. Selten konnte man sich so schnell und so genau über ein Lokal informieren wie heute. Zumindest ich nutze diese Möglichkeiten permanent, gebe aber reumütig zu, dass ich noch einige Bewertungen in der Pipeline habe und nicht immer konsquent darüber schreibe.

Wie sieht’s bei Euch aus? Nutzt ihr Services wie Qype (gibt es da eigentlich noch eine Alternative zu?)? Berichtet ihr auch selbst über eure Besuche? Und wie seht ihr die ganze Geschichte mit der Hygiene?

(Hinweis: Auf das Video von Dominos wurde ich über Basic-Thinking aufmerksam)

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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  1. Schönes Beispiel McDonalds: Die Läden sind in den meisten Fällen sauberer als jede Dönerbude und andere Imbissbude. Die Herstellkosten eines BigMacs liegen aber dennoch bei ca. 50 Cent – ohne Scheiß. Nur ist das die Sache mit dem Preis. Was nichts kostet, ist auch nichts – so der Volksmund. Also wird das Ding für 3 Euro verkloppt.

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