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Wieviel Marketing muss eigentlich sein?

Rund um das Kochen ist ja wirklich eine riesige Marketingmaschine entstanden. TV-Shows, nach TV-Shows: Rach, Jamie Oliver, Gordon Ramsay, Küchenchefs, Küchenschlacht, Lafer, Lichter, Lecker, Lanz kocht, Die Chefkochs, Tim Mälzer,… Jeder bringt noch seine Bücher auf den Markt und hält das Gesicht für Pfannen, Zangen, Fonds, Gewürzmischungen oder Maggi-Tüten hin. In ihren Restaurants trifft man die Promi-Köche schon lange nicht mehr, dazu gibt es viel zu viele Termine im TV.

Aber ist das nur ein Problem der Promi-Köche? Nein, auch ganze Restaurant-Ketten gehen diesen Weg mit. Damit meine ich jetzt nicht McDonalds mit ihrem Ketchup, sondern z.B. das Blockhouse. Rund um das beliebte Steakhouse ist eine ganze Produktreihe entstanden. Von Fleisch-Erzeugnissen wie Carpaccio, Steaks, Burger gibt es aber noch viel mehr. Knoblauchbrot, Saucen, Dressings, Pfeffer. Auch das Mongo’s bietet mittlerweile die Marinaden zum Kauf an.

Noch stärker als bei den TV-Köchen frage ich mich hier: Was soll das? Untergräbt man damit nicht das eigene Geschäftsmodell? Das Carpaccio im Blockhouse sieht nämlich echt so aus, als würden sie ihre eigenen TK-Produkte verwenden. Also, statt einfach in das Restaurant zu gehen, bleibe ich eben zu Hause – fast jede Zutat gibt es ja offiziell gelabelt zu kaufen. Dafür muss ich zwar spülen, aber spare beiden Getränkepreisen, über die Restaurants ja auch ordentlich Umsatz machen.

Ich bin mir nicht sicher wo die Entwicklung hingehen wird, betrachte sie aber mit einer Gewissen Skepsis. Wie seht ihr die Sache? Kennt ihr noch weitere Beispiele?

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von

Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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