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Cubar – Lustlose Beliebigkeit

Die Cubar in Duisburg – eine gleichgültige Beliebigkeit von Cocktailbar mit integriertem Restaurant.
Die Einrichtung ist gemütlich, die Lage direkt im Duisburger Innenhafen exzellent und auf den ersten Blick scheint es ein Konzept zu geben. Das Thema „Kuba“ zieht sich stilvoll durch die Einrichtung, die Website wird „Rebellenplattform“ (o.Ä.) genannt

Quelle: Wikipedia.de

Doch hinter dem Marketingkonzept steckt: Nichts.
Die Cocktails sind alle 08/15 und bekannt. Caipi, Mojito & Co. Kreative Alternativen sind nicht vorhanden. Geschmacklich sind die Cocktails in Ordnung, recht süffig, fehlender Alkohol wird durch die doppelte Menge Crushed Ice ersetzt. Kreativ ist einzig und allein die Preisgestaltung. 6,47 Euro, 7,89 Euro und so weiter. Was das soll bleibt im Unklaren.

Die Speisen können den Anspruch „Restaurant“ nicht annährerend erfüllen, sind eher unteres Imbiss-Niveau. Tiefkühl-Wegdes, Convenience-Dips, Wiener-Schnitzel (!!) und ein Erlebnis-Buffet, dessen Konzept und Idee vom nicht weit entfernten Mongos geklaut wurde. Dessen Umsetzung reicht nichtmal annäherend an das Vorbild. Knoblauch? Granulat. Ananas? Aus der Dose. Rosmarin? Getrocknet. Fisch? Tiefgekühlter Mix aus dem Beutel. Das Fleisch? Zäh und trocken.
Die Zubereitungszeit ist kaum mehr akzeptabel, teilweise kommen die Speisen am gleichen Tisch fast 30 Minuten zeitversetzt an. Saubere Schüsseln sind mehr als Mangelware, genau wie Nachschub an „frischen“ Zutaten am Buffet.
Geschmacklich kann hier auch kaum Großes erwartet werden, dies lassen schon die Zutaten nicht zu. Deutlich schmeckt man, dass alles wohl auf einer Grillplatte zubereitet wird, die den ganzen Abend über wohl nicht gereinigt wird – das „Verbrannte“ schmeckt immer mit.

Allerdings muss die Küche einem auch Leid tun – scheinbar ist eine „Köchin“ (so wirklich kann man im Cubar davon nicht reden) für das gesamte Buffet zuständig. Von der Zubereitung, die Organisation sämtlicher Zutaten am Buffet selbst und teilweise sogar für das Geschirr. Letzteres hat deutliche Gebrauchsspuren, nahezu keine Schüssel ist noch vollständig in Ordnung. Macken, Sprünge, Risse. Angesichts der Preise – unglaublich.

Der Service ist katastrophal – Kellner sind scheinbar für bestimmte Tische eingeteilt, kommen aber vorne und hinten nicht zurecht. So sind fünf oder mehr Servicekräfte an einem Abend keine Seltenheit, Höflichkeit darf ebensowenig erwartet werden, wie zügige oder vollständige Bearbeitungen der Bestellungen. Die Rechnung wird mit dem Privathandy auseinander dividiert, weil es scheinbar keinen Firmen-Taschenrechner gibt.

Nach einem völlig verkorksten Abend im Cubar bleibt eigentlich nur eine Frage wirklich unbeantwortet: Warum sind hier Gäste? Erwünscht sind sie scheinbar nicht.

Kategorie: Restaurants

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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