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Mit Soße spitze? – Gammeldönerbuden sollen in NRW an den Pranger

540.000 Betriebe hat die Lebensmittelüberwachung 2008 unter die Lupe genommen. In ca. 130.000 Fällen wurden Verstöße festgestellt -fast jeder vierte Betrieb ist damit betroffen. Ganz übel sieht es bei dem Deutschen liebsten Fastfood, dem Döner aus:

In der Geflügelfleisch-Dönerspießproduktion sei von 875 Imbissbetrieben jeder zweite Betrieb beanstandet worden.

so die Rheinische Post. Ich weiß schon, warum ich selten bis nie Döner esse.

An den Pranger, ihr Sünder!

„Was tun“ sprach also Zeus, „die Götter sind besoffen und kotzen in den Olymp“. Die Grünen im Landtag NRW fordern: Die Gammelbuden müssen öffentlich gemacht werden um die Kunden zu warnen und haben deshalb einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht. Konkret fordert man ein „Smiley-System“, wie es z.B. bereits in Berlin-Pankow gibt. Dort werden gute hygienische Standards entsprechend belohnt:

Der Smiley wird an Betriebe und gastronomische Einrichtungen vergeben, die bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle eine überdurchschnittliche Qualität und Hygiene nachgewiesen haben. Diese im wahrsten Sinne des Wortes saubere Arbeit wird damit für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar, denn das Unternehmen bekommt eine Urkunde und einen Aufkleber mit einem Logo, die an prominenter Stelle für die gute Arbeit werben.

Ähnlich der ganzen Qype und Marcellino’s Aufkleber klebt dann eben noch ein Hygiene-Kleber an der Fensterscheibe:

Passend dazu werden alle Sünder in eine Negativliste gepackt – mit lecker Fotos und der Adresse.

Und wie finden wir das?

Der Verbraucher ist heutzutage (alleine das Wort schon!) stark gebeutelt. Von Analogkäse und Placeboschinken kriegt man oft nichts mit, genauso wenig wie von den katastrophalen Zuständen hinter den Verkaufstheken – es sei denn, man fängt sich was ein und einem bricht der Magen durch. Deshalb finde ich das Vorhaben absolut unterstützenswert, endlich für Transparenz zu sorgen und im Zweifel die Betriebe durch die Verbraucherströme zur notwendigen Sauberkeit zu zwingen. Und wer es nicht schafft über einen längeren Zeitraum die Sauberkeit herzustellen muss halt dicht machen, weil die Kunden ausbleiben. Das juckt mich da nicht.

Wie seht ihr das?

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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