Pizza
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Pizzateig: 1 Grundrezept, 3 Variationen

Immer wenn ich etwas über Pizzateig schreibe, entwickeln sich hier rege Diskussionen. Find‘ ich gut. Denn ich habe dadurch viel gelernt und bewege mich Teigtechnisch mittlerweile auf einem ganz anderen Level als zu Beginn. Da habe ich mich nämlich selbst als Teig-Analphabeten gesehen und immer einen großen Bogen um die eigene Herstellung eines Teiges gemacht. Zum Glück ist das mittlerweile ganz anders und ihr habt dazu beigetragen. Vielen Dank :)

Bei meinem schnellen Pizzateig hat Thally empört kommentiert und in seinem Blog einen sehr ausführlichen Weg beschrieben, wie ein wirklich sehr guter Pizzateig gelingt – absolut empfehlenswert! Ich bewundere ja generell, wie Thally sich sehr ausführlich mit einem Thema beschäftigt, Hintergründe und Fakten erforscht und zusammenträgt. An dieser Stelle also auch noch einmal eine Leseempfehlung dieses wunderbaren Blogs „Kochen mit Liebe“, auch wenn Thally ihn mittlerweile an einen Nachfolger übergeben hat.

Die 3 Varianten: Pizzateig mit Farina 00 Mehl, Pizzateig mit Hartweizengrieß und der Mischling

Das Grundrezept und das Vorgehen stammen also von Thally, ich habe letztendlich nur noch etwas im Netz gestöbert und zwei Abwandlungen entwickelt, die ich Euch hier vorstelle. Der große Unterschied ist dabei die Hauptzutat: Das verwendete Mehl. Schon vor einiger Zeit las ich irgendwo, dass Hartweizengrieß im Pizzateig erst den richtigen Kick geben soll. Das der Hartweizen richtig Power liefert, sieht man schon alleine ander Farbe, ein deutlicher Gelbstich gegenüber dem weißlichen 00-Mehl:

Mehl vs Hartweizen

Als Test haben wir die zwei Extremvarianten gegeneinander direkt antreten lassen: Die 100%ige 00-Mehl-Pizza gegen die 100%ige Hartweizen-Pizza. Und tatsächlich: Die Hartweizenvariante ist zwar strukturell kompakter und nicht ganz so fluffig, aber das ist nicht wirklich tragisch. Geschmacklich ist sie der eindeutige Gewinner, bei unserem Testessen viel das Urteil eindeutig aus: Vier zu Null für die Hartweizen-Variante. Auf dieser Grundlage ist dann auch die dritte Variation entstanden: 50% Mehl und 50% Hartweizen. Damit wird der Teig fluffig und würzig zugleich – die perfekte Mischung!

Der Fluffige

600g Farina 00-Mehl

360ml lauwarmes Wasser

6g frische Hefe

eine Prise Salz

eine Prise Zucker

1 EL Olivenöl

Der Würzige

600g Semola Hartweizen

380ml lauwarmes Wasser

6g frische Hefe

eine Prise Salz

eine Prise Zucker

1 EL Olivenöl

Die Perfekte

300g Semola Hartweizen

300g Farina 00-Mehl

400ml lauwarmes Wasser

6g frische Hefe

eine Prise Salz

eine Prise Zucker

1 EL Olivenöl

Die Herstellung

  • Vorbereitung: Hefe in etwas lauwarmen (nicht heißer als 38°C) Wasser auflösen und kurz ruhen lassen, bis sich erste Blasen entwickeln
  • Kneten: Alle Zutaten vermischen und Teig wirklich gründlich mit der Hand durchkneten. 10 Minuten sind hier Pflicht!
  • Stockgarre: Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort (25°C) 45 bis 60 Minuten gehen lassen.
  • Stückgarre: Den Teig in 6 bis 8 Stücke teilen und zu Kugeln formen. Mit etwas Mehl einreiben und einzeln abgedeckt im Kühlschrank mindestens 24 bis 48 Stunden gehen lassen. Der Teig kann aber locker eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Anwärmen: Lange genug (mindestens 30 Minuten) bevor ihr eure Pizza in den Ofen schieben wollt, den Teig aus dem Kühlschrank holen und Raumtemperatur bekommen lassen.
  • Rollen: Teig dünn ausrollen (vorsichtig mit dem Nudelholz oder direkt mit der Hand), aber am Rand etwas „andicken“ bzw. sehr eng umschlagen – damit ihr einen lecker Rand bekommt.
  • Backen: Bei mir kommt die Pizza natürlich in den Alfredo-Pizzaofen auf voller Stufe. Da dauert der Spaß nicht länger als 4 Minuten.

Das Resultat ist wirklich fantastisch – ich liebe diese Pizza, nur in Ausnahmefällen kommt einem besserer Teig unter die Finger. Aber trotzdem: Noch bin ich nicht am Ende meiner Reise, die nächste – komplett andere – Teigzubereitungsart habe ich schon auf der ToDo-Liste. Seid gespannt – ich bin es auch :)

Kategorie: Pizza

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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