Alle Artikel in: Restaurants

„Pizzaria“ Step In

Die breite Masse der Düsseldorfer Pizzerien hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, positive Beispiele sind leider die Ausnahme. Wenn ein Pizza-Lieferservice dann schon mit dem groben Rechtschreibfehler „Pizzaria“ groß auf der Speisekarte wirbt, steigert das nicht gerade die Erwartungen. Zumal die Preise auch für einen Lieferdienst eher am unteren Mittel liegen. Eine Website wird leider auch nicht betrieben und als bei der Telefonbestellung der Satz fällt „Ach, da haben sie ja noch die alte Karte – egal, das kriegen wir schon hin“ ist man schon froh, wenn das Bestellte schon nur im Ansatz Ähnlichkeit mit dem Gelieferten hat. Umso größer fällt dann die Überraschung aus, wenn das gelieferte Essen doch zu überzeugen weiß. Der bestellte Salat mit Thunfisch, Schinken und Ei (5,50 Euro) kommt frisch daher, die Zutaten sind in ihrer Kombination ausgewogen. Das gibt es in manchen Restaurants auch schon mal schlechter. Lediglich das Balsamico-Dressing ist mehr eine Art Creme und muss etwas gestreckt werden. Auch die Gnocci mit Putenstreifen, frischem Spinat und frischen Tomaten (6,50 Euro) enttäuschen nicht. Die …

Das Medium in Gütersloh

Wenn ihr auch im ländlichen Raum lecker essen gehen wollt, hab ich einen großartigen Tipp für Euch. Das „Medium“ in der Bertelsmann-Stadt hat viel zu bieten. Der Sternekoch Bernhard Büdel bietet zu annehmbaren Preisen beste Küche. Büdel hat vorher auf Sylt, im Restaurant des Hotels Windrose gekocht und wurde dort mit einem Michelin Stern ausgezeichnet und bekam 16 von 20 Punkten im Gault Millau. Nach dem Aus des Restaurants auf Sylt ist er wieder nach Gütersloh zurückgekommen. Das Ambiente ist nett bis stylisch. Die Industrie-Atmosphäre kennt man ja aus dem Ruhrpott und anderen Szene-Lokalen. Alles wirkt einladend, es gibt nicht allzu viele Plätze, man hat das Gefühl, dass man sich um einen kümmert. Der Service ist auch gut, die Karte übersichtlich, wechselt regelmäßig und bietet saisonale Auswahl. Ich kann die verschiedenen Fisch-Angebote sehr empfehlen, und auch Fleisch kann der Mann zubereiten. Bei meinem letzten Besuch hatte ich einen Skrei, das Fleisch war gut gebraten und auf den Punkt durchgegart. Auch die Beilagen haben gut gepasst, auch wenn die Soße typisch Westfälisch sehr üppig daher kommt. …

Cubar – Lustlose Beliebigkeit

Die Cubar in Duisburg – eine gleichgültige Beliebigkeit von Cocktailbar mit integriertem Restaurant. Die Einrichtung ist gemütlich, die Lage direkt im Duisburger Innenhafen exzellent und auf den ersten Blick scheint es ein Konzept zu geben. Das Thema „Kuba“ zieht sich stilvoll durch die Einrichtung, die Website wird „Rebellenplattform“ (o.Ä.) genannt Doch hinter dem Marketingkonzept steckt: Nichts. Die Cocktails sind alle 08/15 und bekannt. Caipi, Mojito & Co. Kreative Alternativen sind nicht vorhanden. Geschmacklich sind die Cocktails in Ordnung, recht süffig, fehlender Alkohol wird durch die doppelte Menge Crushed Ice ersetzt. Kreativ ist einzig und allein die Preisgestaltung. 6,47 Euro, 7,89 Euro und so weiter. Was das soll bleibt im Unklaren. Die Speisen können den Anspruch „Restaurant“ nicht annährerend erfüllen, sind eher unteres Imbiss-Niveau. Tiefkühl-Wegdes, Convenience-Dips, Wiener-Schnitzel (!!) und ein Erlebnis-Buffet, dessen Konzept und Idee vom nicht weit entfernten Mongos geklaut wurde. Dessen Umsetzung reicht nichtmal annäherend an das Vorbild. Knoblauch? Granulat. Ananas? Aus der Dose. Rosmarin? Getrocknet. Fisch? Tiefgekühlter Mix aus dem Beutel. Das Fleisch? Zäh und trocken. Die Zubereitungszeit ist kaum mehr akzeptabel, teilweise …

Noodles in Bielefeld

Es heißt ja oft, Bielefeld existiere nicht, aber ich habe mich auf den Weg in den wilden Osten NRWs gemacht, und durfte feststellen, dass Bielefeld auch kulinarisch etwas zu bieten hat. Zwar gibt es nach Aussage einiger Bielefelder nicht viele gute Restaurants, aber ich habe eins gefunden. Das „Noodles“, mitten in der Innenstadt bietet einiges. Fangen wir mit dem ersten Eindruck an: Von außen sieht man erst nur die Sushi-Bar, die lässt man dann rechts liegen und geht in den ersten Stock. hier findet man ein aufgeräumtes, nicht allzu pseudo-stylish aber modern eingerichtetes Restaurant. Die Bar macht einen aufgeräumten aber gut ausgestatteten Eindruck. An einer Seite gibt es viele lange Tische, es kann also passieren, dass man auch mit fremden an einem Tisch sitzt, was aber sehr nett sein kann, wenn man ins Gespräch kommt. Der Service ist aufmerksam und schnell. Die Mischung aus jungen und älteren, erfahrenen Servicekräften funktioniert. Man hat nie das Gefühl genervt zu werden, aber ein zwischenzeitliches „ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ hinterlässt immer den Eindruck, man kümmert sich. Die …

Angetestet: Das Bilker Nudelhaus

Düsseldorf und seine Bringdienste – das ist so eine Sache für sich. Der überwiegende Teil ist einfach komplett für die Tonne. Deshalb freut man sich schon, wenn man einen mittelmäßigen Lieferservice entdeckt. Über Pizza.de stießen wir so auf das „Bilker Nudelhaus„. Natürlich, wie fast alle Bringdienste hat auch das Nudelhaus auf Pizza.de fast volle Punkte. Aber nach diesen Bewertungsportalen sollte man sich auch einfach nicht richten. Einer Bestellung stand wenig im Wege: Viel schlechter als alle bekannten Bringdienste kann es eh nicht werden, die Preise sind stimmig und die Karte besticht durch fehlende Gerichte asiatischer, Mexikanischer, indischer und deutscher Natur. Ich bin ein großer Fan von Lokalen, die sich nicht quer durch den Globus kochen – darunter leidet einfach die Qualität. Unser Dreiköpfiges Testteam bestellte zwei Pizzen, einen Salat und ein Pastagericht. Als Dankeschön für die Bestellung gab es sogar eine Flasche Weisswein umsonst – der allerdings nur zum Kochen geeignet ist. Das Essen kam heiß an und besonders die Pizzen sahen auf den ersten Blick gut aus – und konnten den Eindruck auch bestätigen. …

Basil’s Restaurant & Bar in Düsseldorf

Verkehrstechnisch günstig am Graf-Adolf-Platz liegt das Basil’s. Man muss damit leben, dass Düsseldorfer C-Prominenz und weniger Chici, dafür umso mehr Micki einen Großteil der Gästestruktur ausmachen. Uns störte es weniger – im Gegenteil, es trägt oft zur allgemeinen Erheiterung bei. Findet man trotzdem den Weg ins Basil’s, weiß der gesellige Mix aus stylisch-chicken Ambiente, mediterranem Essen und Cocktailbar durchaus zu gefallen. So haben wir in den letzten zwei Jahren vereinzelt den Weg ins Basil’s eingeschlagen – zweimal auch mit größeren Gesellschaften über 10 Personen. Die Speisen Vom Essen darf man keine Wunder erwarten, es ist oft schlichtweg mittelmäßig. Vielen Gerichten fehlt die Raffinesse, dort wo man es versucht geht es schon einmal in die Hose. Das es auch am Herd diverse Modeerscheinungen gibt, kann man im Basil’s bestens begutachten. Denn hier wird jeder Küchentrend mitgemacht – und das nicht immer zum Vorteil des Gerichtes. Da wäre z.B. das Carpaccio, dass unbedingt einen Rucola-Berg ertragen muss, dafür aber leider ohne Zitrone daherkommt. Der warme Ziegenkäse in Honig-Senfsoße ist wie der der griechische Bauernsalat solide, aber eben …

Di Napoli

Diese Pizzeria in der Düsseldorfer Altstadt zu beschreiben ist nicht leicht. In einer kleinen Gasse am Anfang der Altstadt, zwischen den bekannten Pizzaläden, die auch Nachts noch auf Papptellern Papppizzen servieren, liegt die Pizzeria Di Napoli. Das Ladenlokal ist schmal und etwas dunkel, auf dem Tresen nach vorne blinkt eine typisch amerikanische Neonreklame und belehrt einem, dass Lokal sei “open”. Der erste Eindruck sagt einem eigentlich: “Hier musst Du nicht hin”. Aber das Gegenteil ist der Fall. Auf einer kleinen Tafel heißt es dann verheißungsvoll: Erste echte neapolitanische Pizzeria in Düsseldorf mit einem traditionellen Holzofen. Und es stimmt. Die Auswahl der Pizzen ist vorzüglich, keine 08/15-Kombinationen sondern wahrhaftige Kompositionen. Ob mit Carpaccio, verschiedenen traditionellen Wurstsorten, gegrillten Auberginen oder, oder, oder. Es wird auch Pasta angeboten, aber wer hier Pasta bestellt ist selbst schuld. Bei vorgeheiztem Ofen braucht die Pizza keine Minute, versichert mir der Pizzabäcker. Und tatsächlich, in Rekordzeit steht der Teller vor einem. Dazu gibt es scheinbar selbstgemachtes Chili-Olivenöl, was zumindest zu meiner Carpaccio-Pizza (12,50 €, eine der teuersten) hervorragend passt und eine leichte …