Pizza
Kommentare 11

Selbstgemachte Pizza – Die schnelle Variante

Dieses „Rezept“ ist eines der ersten hier im Blog. Und wirklich: Es ist mir mittlerweile echt peinlich. Fertigteig ist urks. Seit 2009 habe ich mich wirklich weiterentwickelt. Das Ergebnis für wirklich guten Pizzateig findet ihr hier »

Und damit die Pizza auch richtig gelingt, braucht’s das passende Gerät. Hier geht’s zum Pizzaofen-Test »

Wenn’s mal wieder schnell gehen soll und man selbst den minimalen Aufwand scheut, ist ja meist der Griff zum Hörer (oder Online-Formular) nicht weit: Das Pizza-Taxi muss her. Aber meinen Unmut über die Qualität der Bringdienste in Düsseldorf habe ich ja – trotz okayer Ausnahmen – schon zum Ausdruck gebracht. Was bleibt? Richtig, selber machen. Aber eben schnell und trotzdem gut.

Dazu greife ich auf Fertigteig zurück. Jaja, meckert nur mal alle. Mir egal. Wenn vorhanden nehme ich immer die Teig-Variante die nicht in einem Paket zusammen mit Käse und Sauce steckt. Falls doch: Ich bin so dekadent und schmeiße den anderen Schrott gnadenlos weg. Ekelhaftes Zeug. Der Teig wird ausgerollt, mit Mehl eingerieben und nochmal richtig ausgerollt. Das ergibt bei mir nachher immer genau die Größe eines normalen Blechs.

Danach: Sauce! Wenn ihr lecker selbstgemachte vom Vortag da habt: Wunderbar. Wenn nicht: Ich finde die Sugos von Cucina Antica auch ganz okay dafür. Auch nicht da? Na gut, dann wenigstens leckere Dosentomaten auf die Schnelle salzen, pfeffern, mit etwas frischem Basilikum (ok, ok – zur Not TK-Basilikum) und gutem Olivenöl aufmotzen. Es soll ja schnell gehen und so viel Sauce brauchen wir auch wieder nicht – deshalb dünn über den Teig verteilen.

Kommen wir nun zu etwas Grundsätzlichem: Dem Käse auf der Pizza. Einige zeitgenössische Pizzabäcker schaufeln ja gerne Unmengen des geriebenem Guts über die belegte Pizza. Damit sich auch schön nachher überall so leckere Fettpfützen bilden und der ganze Teig nur so trieft. Mhmmm…. Nicht. Diesen Weg kann ich nicht mit Euch bestreiten. Deshalb: Eine Mozzarella-Kugel zerpflücken und auf den unbelegten (nur die Soße ist drauf) verteilen. Ganz zum Schluss, also nach dem wir fertig mit dem Belag sind, hobel ich noch etwas frischen (Parmesan ist ja gar nicht frisch, sondern im besten Fall mehrere Monate getrocknet) Parmesan über die Pizza. Der wird da lecker knusprig – aber nehmt auch hier nicht so viel.

Beim Belag können wir uns mal wieder aussuchen was Sache sein soll. Lecker Gemüse und so. Paprika, Champignons. Ihr kennt das Spiel. Aber man kann auch mal Feigen und etwas Gorgonzola nehmen – nicht immer nur das Selbe. Guter Parmaschinken macht sich auch immer gut – der kommt aber (genau wie z.B. Rucola) erst nachdem Backen auf die Pizza. Sonst macht ihr nur den ganzen Geschmack kaputt.

Dann kommt der Moment: Das Werk muss in den Herd. Der ist natürlich vorgeheitzt auf vollem Anschlag. Mein Ofen hat extra eine Pizza-Funktion. Heisst: Umluft und Unterhitze. Wer das nicht hat, nimmt nur Unterhitze oder eben normale Unter und Oberhitze. Die Pizza liegt dabei nicht auf einem Blech, sondern auf einem Gitter und kommt ganz nach unten in den Backofen. Je nach Power ist das Ding auch schon in 5 bis 7 Minuten gut. Der Teig wird an den Rändern schön braun, der Teig wirft erste Blasen – genau der richtige Zeitpunkt.

Zum Abschluss noch etwas getrockneten Oregano, etwas Pfeffer aus der Mühle und eventuell einige frische Zutaten (Rucola, Parmaschinken, o.Ä.) darauf und mit ein paar Spritzern bestem Olivenöl abrunden. Besser als alle mir bekannten Mafiatorten von den im Einzugsgebiet liegenden Lieferdiensten.

Kategorie: Pizza

von

Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

11 Kommentare

    • Pingback: Topf & Löffel | Alfredo – Der rote Pizzaofen

      Schreibe einen Kommentar

      Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.