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The Fast & Furious: Essen in New York

Ende April war ich zum ersten Mal in meinem Leben in New York. Eine fantastische Stadt! Die Eindrücke sind schwer zu beschreiben. Es ist schon etwas seltsam, wenn man wirklich zum ersten Mal in einer Stadt (oder in diesem Fall auch: In einem Land und auf einem Kontinent) ist, die man aber seit Jahren zu kennen glaubt. Seitdem ich wieder in Deutschland bin, fällt mir erst auf, wie verdammt häufig Serien und Filme in New York spielen.

Ich genieße es, im Urlaub jeden Tag essen gehen zu können. In New York war das etwas anders. Es ist schier unglaublich, wie schnelllebig diese Stadt ist. Hektik und Tempo bestimmen da den täglichen Takt, die wenigsten Menschen essen zu Hause oder werfen da ihre Kaffeemaschine an. „To Go“ lautet das Zauberwort, für fast alles. Überall sieht man Hot-Dog oder Prezel-Verkäufer (Ja, unsere Brezeln sind da echt ein Verkaufshit) und ich behaupte, der durchschnittliche New Yorker verbringt vielleicht am Tag 30 Minuten mit der Nahrungsaufnahme – alle Mahlzeiten zusammengerechnet.

Wir waren meistens Abends so gerädert vom Tag, dass wir nur zweimal wirklich Essen waren. Oft hatten wir auch gar keinen Hunger. Nun waren wir nicht gerade in den schlechtesten Restaurants und haben einmal klassisch Amerikanisch (im Tuesdays) und einmal New American (im Bryant Park) gespeist. Aber in was für einer Geschwindigkeit! Das Essen fliegt wie im Akkord aus der Küche und kaum hat man die Gabel von der Vorspeise (bzw. vom kleinen Vorab-Salat) aus der Hand gelegt, kommt auch schon das Hauptgericht. Der letzte Bissen ist gerade im Mund, da steht schon der Kellner neben einem – „Noch Kaffee? Nein?“ – und es braucht nur weitere 30 Sekunden bis die Rechnung auf dem Tisch liegt. Im Tuesdays ist es doch tatsächlich das erste mal passiert, dass nach dem Essen noch eine halbe Flasche Wein übrig war – und wir hatten nur eine Flasche bestellt! ;)

Dafür haben wir umso öfter gefrühstückt, in einem netten Lokal (Pershing Square), direkt in der Nähe unseres Hotels. Das „New Yorker Breakfast“ besteht im Übrigen aus Bratkartoffeln, Eiern (wie man sie gerne hätte), Bacon, Toast, Butter, Marmelade. Nicht ohne. Es gibt aber auch genügend Menschen, die sich Pancakes bestellen und noch extra Bacon dazu – aber über Geschmack lässt sich ja streiten.

Ein tierischer Fan bin ich allerdings von etwas ganz einfachem geworden: Bagel. In der Central Station war ein fantastischer kleiner Laden, der verschiedene Bagelsorten (Knoblauch, Sesam, Mohn, Parmesan, Oregano) hatte. Auf Wunsch frisch getoastet und mit creamy cheese bestrichen – ich liebe es. Und das war sogar das billigste, was wir in New York gegessen haben. Gutes muss halt nicht immer teuer sein ;)

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Jahrgang 83 und hoffentlich schon lange genug dekantiert. Wohnt in Düsseldorf Flingern und ist seit Dezember 2016 Vater einer wunderbaren Tochter. Deshalb geht es in der Küche derzeit schnell und gesund zu. Naja, auf jeden Fall schnell.

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